Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Magdalena Andersson (54) - erste Frau als Ministerpräsidentin in Schweden

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
euronews_icons_loading
Magdalena Andersson
Magdalena Andersson   -   Copyright  Erik Simander/AP

Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson wird als erste Frau Regierungschefin in Schweden.

Die bisherige Finanzministerin erhielt am Mittwoch bei einer Abstimmung im Parlament in Stockholm die nötige Unterstützung, um die Nachfolge des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Stefan Löfven anzutreten.

Andersson folgt auf ihren Parteifreund Stefan Löfven, der sich vor den Wahlen im Sommer 2022 auch von der Parteispitze zurückgezogen hat.

Die 54-Jährige ist seit Jahren schwedische Finanzministerin und gilt als durchsetzungsstark.

Im Parlament stimmten zwar mehr Abgeordnete gegen die Sozialdemokratin als für sie, doch es wären 175 NEIN-Stimmen der insgesamt 349 Abgeordneten nötig gewesen, um Anderssons Wahl zu blockieren.

Die Zentrumspartei und die Linke enthielten sich und machten so den Weg frei für Magdalena Andersson.

Schweden hatte in seiner modernen Geschichte mehr als 30 Ministerpräsidenten – allesamt Männer. Der bisherige Regierungschef Stefan Löfven, der seit 2014 amtierte, reichte vor zwei Wochen seinen Rücktritt ein. Zuvor hatte er Andersson bereits den Vorsitz der Sozialdemokraten überlassen.

Daraufhin erhielt sie von Parlamentspräsident Andreas Norlén auch den Sondierungsauftrag zur Regierungsbildung. Norlén schlug sie am Montag schließlich für das höchste politische Amt des Landes vor – trotz der Tatsache, dass da noch weiter um eine Vereinbarung mit den Linken gerungen wurde.

Ihre Prioritäten: Klima, Bildung, Gesundheitssystem, Bandenkriminalität

Sie habe das Amt als Parteivorsitzende angenommen, weil sie wisse, dass Schweden es besser machen kann, hatte die 54-Jährige bei ihrer Wahl als Parteichefin Anfang November gesagt.

Die Prioritäten ihrer politischen Arbeit seien neben dem Klima die "die Wiederherstellung der demokratischen Kontrolle" über die Schulen und das Gesundheitssystem nach einer Welle von Privatisierungen, sagte sie. Außerdem wolle sie den Kampf gegen gewalttätige Banden im Land aufnehmen.