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EU und Afrika wollen einen Neustart in ihren Beziehungen

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Von Stefan Grobe  & Ana Lazaro
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Neue Aufbruchstimmung beim EU-Afrika-Gipfel in Brüssel
Neue Aufbruchstimmung beim EU-Afrika-Gipfel in Brüssel   -   Copyright  JOHN THYS/AFP or licensors

Der Grundstein für eine erneuerte Partnerschaft zwischen Europa und Afrika ist gelegt. Dies ist die Botschaft, die die Staats- und Regierungschefs beider Kontinente während ihres lang erwarteten Gipfeltreffens in Brüssel übermittelten.

Und das sagte der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Macky Sall, gegenüber Euronews: „Oft wurde uns nicht zugehört, wir bekamen nur Rezepte, Lösungen. Ich bemerke einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Beziehung, aufgebaut auf Freundschaft, Rücksichtnahme, gegenseitigem Zuhören und der Suche nach gemeinsamen Lösungen, der gemeinsamen Konstruktion von Lösungen.“

Aber es gibt noch Dissens, wie die Weigerung Europas, auf geistige Eigentumsrechte für den Covid-Impfstoff zu verzichten.

„Geistiges Eigentum ist ein mächtiger Hebel, um Innovation und Forschung zu fördern. Und es soll diese Dimension schützen“, so der EU-Ratsvorsitzende Charles Michel.

Die Gipfelteilnehmer vereinbarten, die Diskussion fortzusetzen und sich im April erneut zu treffen, um das Problem zu lösen.

"Da es zwei Positionen gibt, versuchen wir, einen Kompromiss zu finden."

Und dieser Kompromiss beginnt mit der Ankündigung, dass sechs afrikanische Länder die notwendige Technologie erhalten, um mRNA-Impfstoffe herzustellen. Auch im wirtschaftlichen Bereich hat die EU-Kommission Afrika 150 Millionen Euro für Investitionen in Infrastrukturprojekte vorgeschlagen, die sich auf grüne Energie und Verkehrsverbindungen konzentrieren. Brüssel bestreitet indes, dass es den chinesischen und russischen Einfluss auf dem Kontinent ausgleichen soll.

"Der Wille der EU besteht nicht darin, dem Einfluss von jemandem entgegenzuwirken. Es geht darum, ein positives Projekt zu entwickeln."

Nicht weniger als 70 Delegationen waren beim Gipfel in Brüssel anwesend, aber vier fehlten: Sudan, Mali, Burkina Faso und Guinea … nach den jüngsten Putschen.