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Propaganda-Video: Influencerin Mariana aus Mariupol nach Donezk verschleppt?

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Von Euronews  mit Twitter, AP
Mariana (oder Marianna) Vishegirskaya in Mariupol am 9. März 2022
Mariana (oder Marianna) Vishegirskaya in Mariupol am 9. März 2022   -   Copyright  Mstyslav Chernov/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Vielleicht haben Sie sich - wie wir - die Frage gestellt, was aus Mariana Vishegirskaya aus Mariupol und ihrem Baby geworden ist. Jetzt hat die Influencerin ein Video als Story auf ihrem Instagram-Konto veröffentlicht. Und sie ist in einem Video zu sehen, das auf pro-russischen Seiten im Internet verbreitet wird.

Sowohl auf ihrem Instagram-Video als auch in dem langen und auf Englisch untertitelten YouTube-Interview berichtet Beauty-Bloggerin Marianna Vishegirskaya, dass es am 9. März 2022 keinen Luftangriff auf die Geburtsklinik in Mariupol gegeben habe.

Sie sagt auch, dass sie vor der Geburtsklinik gar nicht gefilmt werden wollte. Die Filmcrew der Agentur AP erklärt aber, weder Mariana noch ihr Mann hätten gesagt, dass sie nicht gefilmt oder fotografiert werden wollen.

Die ukrainische Zeitung "Obozrevatel" und Investigativjournalisten von Bellingcat gehen davon aus, dass die junge Mutter ins von pro-russischen Separatisten kontrollierte Donezk verschleppt wurde.

Auf einigen Videos ist Marianna Vishegirskaya auch zusammen mit dem Baby und mit ihrem Mann zu sehen.

Schon zuvor gab es ukrainische Berichte von Verschleppungen aus der belagerten Stadt Mariupol in russische oder russisch kontrollierte Gebiete.

Nachdem die russische Botschaft in London und andere offizielle Medien berichtet hatten, der Angriff auf das Geburtskrankenhaus sei Fake News und nur von Schauspielerinnen dargestellt worden, werfen die neuen Videos von Mariana Vishegirskaya mit englischen Untertiteln viele Fragen auf.

Auch Twitter-Userin Alina Boychenko sucht nach Menschen, die wissen, wo die Influencerin ist und was das Instagram-Video zu bedeuten hat.

Den Berichten von APTN zufolge hatte Marianna Vishegirskaya am 11. März in der Klinik in Mariupol ihre Tochter Viktoria zur Welt gebracht. Eine andere schwangere Frau und ihr Baby waren nach dem Luftangriff auf das Krankenhaus gestorben.