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Von Russen verschleppte Kira (12) wieder mit dem Großvater vereint

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Von Euronews  mit AFP, Twitter
Ein Teil von Mariupol in der Ukraine wird von russischen Truppen kontrolliert
Ein Teil von Mariupol in der Ukraine wird von russischen Truppen kontrolliert   -   Copyright  Alexei Alexandrov/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Die 12 Jahre alte Kira hat ihren Vater Mitte März bei einem russischen Angriff in Mariupol verloren - ihre Mutter war kurz nach der Geburt des Mädchens gestorben. Viele Medien hatten von der Jugendlichen berichtet, als der Großvater nach Kira suchte. 

Der Opa Oleksandr Obedinsky (67) ist als ehemaliger Nationaltrainer des ukrainischen Wasserball-Teams unter Sportfans bekannt.

Kiras Vater Yevhen Obedinsky spielte in der Wasserball-Nationalmannschaft der Ukraine - der 39-Jährige wurde am 17. März 2022 bei der Bombardierung seiner Heimatstadt getötet. 

Seine Tochter Kira war dann mit der Lebensgefährtin des Vaters zu Fuß auf der Flucht, als die 12-Jährige bei der Explosion einer Mine verletzt wurde. Ein Junge kam bei derselben Explosion ums Leben.

Dann brachten russische Soldaten das Mädchen ins Krankenhaus - im von pro-russischen Separatisten kontrollierten Donezk. Von dort meldete sich Kira beim Großvater - und dieser suchte nach Hilfe, um seine Enkeltochter mitten im Krieg zur Familie nach Kiew zu holen.

In der Ukraine berichtet die Ombudsfrau für Menschenrechte von Tausenden Kindern, die seit Beginn des Krieges nach Russland verschleppt wurden. Sogar von sogenannten Filtrierungslagern wird berichtet.

Inzwischen sind Oleksandr Obedinsky und seine Enkelin wieder glücklich vereint.

Präsident Wolodymyr Selenskyj und eine Delegation hatten Kira im Krankenhaus in Kiew besucht - und der Jugendlichen, die sich inzwischen von ihren Verletzungen erholt, ein Tablet geschenkt.