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Verzweifelter Hilferuf aus Mariupol in der Ukraine: "Vielleicht unsere letzten Stunden"

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Von Euronews
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Hilferuf aus Mariupol
Hilferuf aus Mariupol   -   Copyright  AFP

Eine verzweifelte Botschaft kommt von den letzten ukrainischen Soldaten, die versuchen, die seit Wochen umkämpfte Hafenstadt Mariupol zu verteidigen. Kommandeur Serhiy Volyna meldet sich aus dem Kellerlabyrinth unter dem Stahlwerk - und bitte darum, evakuiert zu werden. Aber nicht nach Russland.

Er ist der Kommandeur der 36. separaten Marinebrigade der Ukraine. Und Volyna sagt: 

"Dies ist unser Appell an die Welt. Dies könnte der Appell in unserem Leben sein. Wir stehen wohl vor unseren letzten Tagen, wenn nicht Stunden. Der Feind ist uns zahlenmäßig 10 zu eins überlegen. Sie sind im Vorteil in der Luft, bei der Artillerie, bei den Landstreitkräften, bei der Ausrüstung und bei den Panzern. Wir verteidigen nur ein einziges Objekt, die Azovstal-Anlage, in der sich neben den Soldaten auch Zivilisten befinden, die diesem Krieg zum Opfer gefallen sind. Wir appellieren und bitten alle führenden Politiker der Welt, uns zu helfen. Wir bitten sie, uns auf das Gebiet eines Drittstaates zu bringen. Wir alle, das Militärbataillon von Mariupol, mehr als 500 verwundete Kämpfer und Hunderte Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Wir bitten darum, uns auf das Territorium eines Drittstaates in Sicherheit zu bringen, danke."