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Tote und Verletzte: Schweres Erdbeben der Stärke 7 erschüttert Norden der Philippinen

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Von Euronews  mit AP
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Ein starkes Erdbeben hat den Norden der Philippen erschüttert
Ein starkes Erdbeben hat den Norden der Philippen erschüttert   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch den Norden der Philippinen erschüttert. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, mehr als 60 Menschen wurden durch einstürzende Gebäude und Erdrutsche verletzt. 

Das Beben der Stärke 7,1 ereignete sich in der Provinz Abra in einem bergigen Gebiet, sagte Renato Solidum, der Leiter des philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie. Abra liegt 335 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Die Erdstöße waren selbst in Manila zu spüren.

Innenminister Benjamin Abalos sagte, allein in der am schlimmsten betroffenen Region Abra seien 44 Menschen verletzt worden. 

"Der Boden bebte, als ob ich auf einer Schaukel säße, und das Licht ging plötzlich aus. Wir stürmten aus dem Büro, und ich hörte Schreie, und einige meiner Kollegen waren in Tränen aufgelöst", sagte Michael Brillantes, ein Sicherheitsbeauftragter der Abra-Stadt Lagangilang in der Nähe des Epizentrums.

Der neu gewählte philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. sagte, die Situation werde sich in den nächsten Stunden und Tagen entwickeln. Es werde alles getan. um denen zu helfen, die Opfer dieses sehr starken Erdbebens geworden seien.

In einem auf Facebook verbreiteten Video war zu sehen, wie Teile des Glockenturms von Bantay, dem Symbol der Stadt Vigan in der Provinz Ilocos Sur, vor verängstigten Augenzeugen zu Boden stürzten. Der Jahrhunderte alte Turm ist ein beliebtes Touristenziel. Durch das Beben seien auch andere historische Stätten beschädigt worden, sagte die Senatorin Imee Marcos.

Die Behörden untersuchen nun, ob es in den Bergdörfern am nördlichen Rand von Abra, einer landwirtschaftlich geprägten Provinz, zu Schäden oder Erdrutschen gekommen ist.

Das Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) hatte das Beben am Mittwochmorgen zunächst auf eine Stärke von 7,3 beziffert. Später wurde der Wert auf 7 revidiert.

Nach Angaben des U.S. Geological Survey lag die Stärke des Bebens bei 7,1 in einer Tiefe von 10 Kilometern. Beben in niedrigerer Tiefe verursachen in der Regel mehr Schäden.

Die Philippinen sind Teil des sogenannten pazifischen "Feuerrings", auf dem sich die meisten Erdbeben der Welt ereignen. Rund 20 Taifunen und tropische Stürme wüten jedes Jahr im Land: damit sind die Philippen eines der katastrophenanfälligsten Länder der Welt.

Bei einem Beben der Stärke 7,7 waren 1990 im Norden der Philippinen fast 2.000 Menschen ums Leben gekommen.