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Streit um EU-Einreise aus Russland – Kreml entrüstet

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Von euronews
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj   -   Copyright  AP/Ukrainian Presidential Press Office

Eine Tasche mit Habseligkeiten und die Hoffnung, dass das Haus bei der Rückkehr noch steht: Wie hier in Raihorodok verlassen im Osten der Ukraine immer mehr Menschen ihre Heimat, um sich vor den näher rückenden Gefechten in Sicherheit zu bringen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete, im Raum Tscherkassy in der Zentralukraine, ein Waffenlager beschossen und dabei Haubitzen sowie Raketen aus US-Herstellung zerstört zu haben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will erreichen, dass sämtlichen russischen Staatsangehörigen die Einreise in die Europäische Union verweigert wird - unabhängig davon, ob sie dem Handeln der russischen Führung zustimmen oder nicht.

Finnland plant, den Reiseverkehr mit Russland einzuschränken. Ministerpräsidentin Sanna Marin räumte aber ein, dass es sich um schwieriges Thema handele, da Finnland Teil des Schengenraumes sei und die Frage von Einreisebestimmungen deshalb nicht von einem Land allein beantwortet werden könne.

Der Kreml verurteilte Selenskyjs Vorstoß scharf, Dimitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sagte: „Die Abwegigkeit seiner Ansicht in dieser Sache ist unermesslich. Dem kann man nur ablehnend begegnen. Jeglicher Versuch, Russland oder die russische Bevölkerung auszuschließen, ist aussichtslos. Der Geist eines solchen Vorstoßes kann gelinde gesagt nicht gutgeheißen werden."

Russischen Medien zufolge soll die Luftabwehr rund um das Kernkraftwerk Saporischschja verstärkt werden. Die Anlage, die in den vergangenen Tagen beschossen wurde, befindet sich seit März in russischen Händen. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig für die Angriffe auf das Kernkraftwerk verantwortlich.