Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Donezk und Mariupol: Schuljahr startet mit russischen Schulbüchern

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Russische Schulbücher werden in Donezk in Empfang genommen, mit dabei: Vitaly Khotsenko (dritter von links), Ministerpräsident der selbsternannten Volksrepublik.
Russische Schulbücher werden in Donezk in Empfang genommen, mit dabei: Vitaly Khotsenko (dritter von links), Ministerpräsident der selbsternannten Volksrepublik.   -   Copyright  AP Photo

In der russisch kontrollierten Region Donezk in der Ostukraine bereiten sich Schulen und Lehrkräfte auf das neue Schuljahr vor. Nach den Sommerferien findet der Unterricht dort nach russischem Lehrplan und mit russischen Schulbüchern statt. 

Lehrmaterialien sind nach Donezk und in das besetzte Mariupol ausgeliefert worden. Der Ministerpräsident der selbsternannten Volksrepublik war bei der Ankunft der Bücher dabei. "Wir werden unsere Schulen in der Donezker Volksrepublik vollständig ausstatten - alle Klassenstufen, von der ersten bis zur 11." 

"Wir haben Geschichte, Russisch, Literatur, Geographie. Wir hoffen, dass die Kinder mit korrekter Literatur korrektes Wissen erwerben werden", so Vitaliy Khotsenko. 

Larisa Volodyuk ist Bibliothekarin an einer Schule im russisch besetzten Mariupol. Sie sagt, dass es kein einziges ukrainisches Buch mehr gebe und die russischen Bücher viel besser seien. 

"Alle Bücher sind jetzt russisch. Wir haben keine ukrainischen Bücher mehr im Lager und werden auch keine in der Bibliothek haben. Und alle Lehrbücher sind neue Ausgaben, ab 2022. Die Literaturliste ist also komplett erneuert", so die Bibliothekarin.

In Mariupol sind viele Schulen durch Beschuss schwer beschädigt. Der Wiederaufbau läuft, aber viele werden zum neuen Schuljahr noch nicht fertig sein.

Es gibt auch nicht genug Lehrer:innen. Die Behörden der selbsternannten Republik Donezk sagen, es würden für die Anfangsphase Lehrkräfte aus Russland kommen.

Einige von ihnen werden sicher bleiben, um in der Donezk zu leben und für eine gute Sache zu arbeiten", ist  Vitaly Khotsenko, der Regierungschef der selbsternannten Volksrepublik überzeugt. 

***