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"Deine Schwester im Camp" - IS-Unterstützer in Untersuchungshaft

Im Lager al-Hol, in dem Familien von IS-Mitgliedern in der Provinz Hasakeh in Syrien untergebracht sind.
Im Lager al-Hol, in dem Familien von IS-Mitgliedern in der Provinz Hasakeh in Syrien untergebracht sind. Copyright Baderkhan Ahmad/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Baderkhan Ahmad/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am
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Mit Kampagnen in sozialen Medien wie "Deine Schwester im Camp" sollen mutmaßliche IS-Unterstützer:innen Geld für IS-Anhänger:innen gesammelt haben, die vor allem im Lager Al-Hol in Syrien untergebracht sind.

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Mit Kampagnen in sozialen Medien wie "Deine Schwester im Camp" sollen sie Geld für Familie und Freunde gesammelt haben, die vor allem im Lager Al-Hol in Syrien untergebracht sind.

Nach einer Razzia gegen das Finanzierungsnetzwerk der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind drei der sieben am Mittwoch Festgenommenen in Untersuchungshaft gekommen.

Die mutmaßlichen IS-Anhänger:innen wollten Frauen finanziell unterstützen, die mit ihren Kindern seit der militärischen Niederlage der Terrormiliz in Syrien leben. Immer wieder gab es Berichte, wonach Frauen, Kinder und Jugendliche, die sich dem IS bis heute zugehörig fühlen, gegen Zahlung hoher Geldbeträge aus dem Lager geschmuggelt wurden.

Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern und Frauen - überwiegend deutscher Staatsangehörigkeit - in erster Linie die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor.

In Untersuchungshaft kamen eine Beschuldigte aus Ulm (Baden-Württemberg), ein in Rheinland-Pfalz festgenommener Mann sowie ein ebenfalls im Kreis Heinsberg verhafteter Mann. Eine in Bremen festgenommene Frau sowie zwei in Nordrhein-Westfalen verhaftete Menschen sollen am Donnerstag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Von den mehreren Dutzend IS-Frauen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland zurückgekehrt sind, wurden etliche nach ihrer Ankunft inhaftiert und vor Gericht gestellt. Ein Teil von ihnen kam über Rückholaktionen mit ihren Kindern aus Syrien nach Deutschland, andere wurden abgeschoben oder kamen auf eigene Faust zurück.

Der IS kontrollierte über einige Jahre große Gebiete in Syrien und im Irak. Im Juni 2014 rief er ein sogenanntes Kalifat aus und reklamierte seinen Führungsanspruch im globalen Dschihad. Mittlerweile haben die Extremisten ihr Herrschaftsgebiet wieder verloren. IS-Zellen sind aber in beiden Ländern weiter aktiv.

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