Wagner-Chef Prigoschin zweifelt an Putins Krieg: "Ukraine hat Russland nie bedroht"

Jewgeni Prigoschin
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Von Renate Birk mit dpa
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Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin trinkt Tee und äußert sich zum Krieg.

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"Die Ukraine hat nie gedroht, Russland anzugreifen. Die Behauptung des Kreml ist falsch." Das sagt der Chef der Wagner-Söldnergruppe Jewgeni Prigoschin.

Auch die Auseinandersetzungen im Donbas vor Kriegsbeginn seien nicht der Grund für Russlands militärische Spezialoperation.

Prigoschin sagt, während er an einem kleinen Tisch sitzt und Tee trinkt: "Klar gab es Schusswechsel. Sie schossen, wir schossen. Acht Jahre lang war das so. Von 2014 bis 2022.

Mal wurde mehr geschossen, mal weniger. Am 24. Febraur 2022 war nichts Außergewöhnliches vorgefallen."

Das russische Verteidigungsministerium macht der Öffentlichkeit etwas vor, tut jetzt so, als ob die Ukraine sich wahnsinnig aggressiv verhalten hätte, als ob die Ukraine und die gesamte Nato uns angreifen wollten. Die Spezialoperation, die am 24. Februar begann, hat ganz andere Hintergründe."

Prigoschin hatte in der Vergangenheit bereits Generäle in der russischen Armee scharf kritisiert und für unfähig erklärt. Zeitweise äußerte er seine Kritik gemeinsam mit dem Präsidenten von Tschetschenien, Ramsan Kadyrow. Zum ersten Mal hat der Chef der Privatarmee jetzt aber den Krieg überhaupt in Frage gestellt.

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