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Keine Feuerpause vor dem Tag des Sieges? Selenskyj wirft Russland Eskalation vor

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy trifft am Donnerstag, den 16. April 2026, zur Verleihung des Internationalen Preises für die vier Freiheiten in Middelburg, Niederlande, ein.
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy trifft am Donnerstag, den 16. April 2026, zur Verleihung des Internationalen Preises für die vier Freiheiten in Middelburg, Niederlande, ein. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Während Moskau seine Parade zum Tag des Sieges vorbereitet, meldet Kyjiw zahlreiche russische Angriffe. Wolodymyr Selenskyj sieht darin eine Absage an den ukrainischen Vorschlag für einen Waffenstillstand.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, Bemühungen um einen Waffenstillstand mit stündlichen Angriffen im ganzen Land zu torpedieren. Zugleich warnte er Moskau, Kyjiw werde "in gleicher Weise antworten".

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"Seit heute sehen wir, dass Russland auf unseren Vorschlag für einen Waffenstillstand nur mit neuen Schlägen und neuen Angriffen reagiert", sagte Selenskyj am Mittwoch in seiner abendlichen Ansprache.

"Je nach Lage heute Abend und morgen werden wir auch unsere völlig gerechtfertigten Antworten festlegen."

Der ukrainische Präsident erklärte außerdem, Russland habe von Kyjiw "einen klaren Vorschlag" für einen Waffenstillstand und Diplomatie erhalten. Der Kreml wisse, wie er mit der Ukraine oder ihren Partnern in Kontakt treten könne, um die Details zu vereinbaren.

"Wenn aber diese eine Person in Moskau, die ohne Krieg nicht leben kann, nur an einer Parade und an nichts anderem interessiert ist, dann ist das eine andere Sache."

Unterschiedliche Waffenstillstandsvorschläge

Anfang dieser Woche kündigte Russland für den 8. und 9. Mai einen zweitägigen "Waffenstillstand zum Tag des Sieges" an. Dieser soll mit der Parade zum Tag des Sieges auf dem Roten Platz in Moskau zusammenfallen.

Die Ukraine reagierte mit einem eigenen Vorschlag für eine Waffenruhe, die am 6. Mai um Mitternacht beginnen sollte. Kyjiw argumentierte, dieser Zeitraum reiche aus, um zu testen, ob eine echte Kampfpause möglich sei.

Selenskyj erklärte jedoch, die von Kyjiw vorgeschlagene Waffenruhe sei in den ersten zehn Stunden von den russischen Streitkräften 1.820 Mal gebrochen worden.

Zu den Verstößen zählten demnach Angriffe auf zivile Infrastruktur und Drohnenangriffe.

Am Mittwochmorgen beschoss Russland einen Kindergarten in der nördlichen Region Sumy. Dabei wurden zwei Menschen getötet. Zum Zeitpunkt des Angriffs waren keine Kinder vor Ort.

Nach der offensichtlichen Ablehnung des ukrainischen Waffenstillstandsangebots durch Russland richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf eines der wichtigsten Ereignisse im russischen Kalender: den Tag des Sieges, an dem das Ende des Zweiten Weltkriegs mit großen öffentlichen Veranstaltungen gefeiert wird.

Demonstration militärischer Stärke

Die Veranstaltung gilt traditionell als Demonstration militärischer Stärke. Seit 2022 versucht Moskau, den sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine zu verknüpfen, der im Februar desselben Jahres begann.

In diesem Jahr hat der Kreml eine abgespeckte Version der Feierlichkeiten angeordnet. Militärische Ausrüstung soll dabei nicht gezeigt werden - offenbar aus Sorge, sie könne von der Ukraine angegriffen werden.

Die russischen Besatzungsbehörden auf der annektierten Krim haben die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges aus "Sicherheitsbedenken" ganz abgesagt.

Die ukrainischen Streitkräfte haben bereits gezeigt, dass sie Ziele tief im russischen Staatsgebiet treffen können. Am Dienstag wurde ein wichtiger militärisch-industrieller Komplex in Tscheboksary getroffen, rund 1.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

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