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Aus der Traum: Chinas Immobiliengigant "Evergrande" ist pleite

Chinas Immobiliengigant "Evergrande" ist pleite.
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Von Euronews
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Chinas Wohnungbau boomt seit den späten 1990er Jahren. Doch jetzt ist einer der größten Immobilienentwickler am Ende.

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Der zweitgrößte chinesische Immobilienentwickler "Evergrande" hat in den USA Konkurs angemeldet. Das soll das US-Vermögen des Unternehmens vor Gläubigern schützen. Experten befürchten, dass der Zusammenbruch einen Dominoeffekt auslösen und den größten Teil des chinesischen Wohnungsbausektors ruinieren könnte. Dieser macht schätzungsweise 30 Prozent der Wirtschaft des Landes aus und ist für 25 Prozent des Wachstums verantwortlich.

Einige Analysten vergleichen die Situation von „Evergrande“ mit der von „Lehman Brothers“, deren Seifenblase geplatzt war und die globale Krise von 2008 ausgelöst hatte. Andere sind der Meinung, dass der chinesische Wohnungsbausektor vom Rest der Welt ziemlich isoliert sei und sich die Auswirkungen auf den Weltmarkt in Grenzen hielten. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass Peking eingreift, um dieses riesige Unternehmen zu retten. Bereits seit 2021 ist Evergrande Ziel von Hunderten von Gläubigerklagen.

Evergrande ist nicht das erste (nur das bisher größte) chinesische Bauunternehmen, das in Konkurs geht. Erst vor wenigen Tagen verpasste der Immobilienriese „Country Garden“ seine Anleihezahlungen und warnte vor Verlusten in Milliardenhöhe. Die Aktien des Unternehmens stürzten daraufhin ab. 

Chinas Wohnungsbau boomt seit den späten 1990er Jahren. Doch schon vor ein paar Jahren hatte es erste Warnsignale gegeben, dass diese Blase platzen könnte.

Das Wirtschaftswachstum des Landes verlangsamte sich im Allgemeinen, und die Regierung schritt in vielen Fällen ein, um die Mietpreise in den Großstädten zu begrenzen. Überall in China gibt es mittlerweile Geisterstädte, für deren Fertigstellung das Geld fehlt. Leidtragende sind die Käufer, die oft ihre ganzen Ersparnisse in eine unfertige Wohnung gesteckt haben.

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