AfD-Politiker diskutieren bei Geheimtreffen über Vertreibungspläne

Auf der Veranstaltung sei eine Strategie der "Remigration" vorgestellt worden.
Auf der Veranstaltung sei eine Strategie der "Remigration" vorgestellt worden. Copyright Michael Sohn/AP
Von Euronews
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AfD-Politiker, Rechtsextreme und deutsche Unternehmer haben sich darüber ausgetauscht, wie man Millionen Menschen aus Deutschland verteiben könnte.

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AfD-Politiker, Rechtsextreme und deutsche Unternehmer sollen zu einem nicht öffentlichen Geheimtreffen im November 2023 zusammengekommen sein, berichtet das Medienhaus "Correctiv". Dabei soll es um Pläne für die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland gegangen sein. 

Auf der Veranstaltung sei eine Strategie der "Remigration" vorgestellt worden, die auch die Ausweisung von deutschen Staatsbürgern mit Zuwanderungsgeschichte vorsieht. 

Zwangsumsiedlung in afrikanischen „Musterstaat“

Der bekannte österreichische Rechtsextreme Martin Sellner soll den Masterplan präsentiert haben, wie man Millionen Menschen aus Deutschland vertreiben könnte. Seine Idee: Ausländern und Deutschen mit doppelter Staatsbürgerschaft den Pass entziehen und in einen „Musterstaat“ in Afrika zwangsumsiedeln.

"Hier zeigt sich, dass selbst hochrangige AfD-Politiker rechtsradikale Positionen vertreten haben, in einem abgeschlossenen Raum, die sie nach außen hin nie wiedergeben würden. Und das zeigt natürlich die Radikalität im Inneren dieser Partei", sagte Correctiv-Chefredakteur Justus von Daniels.

"Hans im Glück" trennt sich von Hans Christian Limmer

Zur Veranstaltung eingeladen hatte unter anderem Hans Christian Limmer, ehemaliger Mitbesitzer der Bäckereikette "Backwerk" und der Burger-Kette "Hans im Glück". Auch zwei CDU-Mitglieder der Werteunion sollen zugegen gewesen sein. Einer der Besucher des Treffens war der persönliche Referent von Parteichefin Alice Weidel, Roland Hartwig.

Das Einladungsschreiben war von Unternehmer Limmer und dem bekannten Rechtsextremen Gernot Mörig, ein ehemaliger Zahnarzt aus Düsseldorf, unterzeichnet. Darin wurde auch um eine Mindestspende von 5.000 Euro gebeten.

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