Erneut deutschlandweite Proteste gegen rechts: Demo in München wegen Überfüllung abgebrochen

In Berlin versammelten sich am Sonntag 100.000 Menschen, um sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen.
In Berlin versammelten sich am Sonntag 100.000 Menschen, um sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen. Copyright Ebrahim Noroozi/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Erneut haben am Sonntag Hunderttausende deutschlandweit gegen Rechtsextremismus demonstriert. Die Veranstaltung in München musste wegen Überfüllung abgebrochen werden.

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Auch am Sonntag haben sich deutschlandweit hunderttausende Menschen versammelt, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren.

Demonstration in München wegen Überfüllung abgebrochen

In München musste die Demonstration wegen Überfüllung abgebrochen werden. Die Polizei hatte mit 25.000 Menschen gerechnet, sah sich nach eigenen Angaben vor Ort allerdings mit rund 100.000 Demonstrierenden konfrontiert.

Die Veranstalter sprachen gar von bis zu 250.000 Teilnehmenden. Nachdem sich Polizei und Feuerwehr mit der Veranstaltungsleitung beraten hatte, wurde entschieden, die Demonstration abzubrechen.

100.000 Demonstrierende in Berlin, 70.000 in Köln

In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittag rund 100.000 Menschen unter dem Slogan "Demokratie verteidigen", um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren.

Zum Start der Demo um 16 Uhr waren bereits 30.000 Menschen vor Ort, eine Stunde später waren es dann 100.000.

In Köln sprach die Polizei von mehreren Zehntausend Menschen, die sich in Deutz und in der Innenstadt versammelten. Nach Angaben des Veranstalters waren es in der Spitze etwa 70.000 Teilnehmende.

Bei der Kundgebung "Demokratie schützen, AfD bekämpfen" traten unter anderem die Kölschrock-Bands Kasalla, Höhner, Cat Ballou und Bläck Föös auf.

Weitere Demos in Bremen, Dresden und Leipzig

Knapp 40.000 Demonstrierende zählte die Polizei bei der Kundgebung "Laut gegen rechts" in Bremen.

Ähnlich viele Menschen kamen in Dresden zusammen. In vielen weiteren Städten wurde ebenfalls demonstriert, unter anderem in Leipzig, Chemnitz und Saarbrücken.

Auslöser der landesweiten Proteste ist eine Enthüllung des Recherchenetzwerks Correctiv. Ende November trafen sich demnach unter anderem bekannte Rechtsextreme, AfD-Politiker und einzelne Vertreter der CDU und der Werteunion, um die Abschiebung von Millionen von Menschen ausländischer Herkunft zu planen.

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