Mindestens 3 Tote in Florenz - 2 weitere Personen auf Baustelle in Italien vermisst

Tote bei Bauarbeiten in Florenz in Italien
Tote bei Bauarbeiten in Florenz in Italien Copyright Marco Bucco/Marco Bucco/LaPresse
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Von Euronews mit AP
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In Italien sind auf der Baustelle eines Supermarkts in Florenz mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.

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Bei einem Unglück auf der Baustelle eines Supermarktes in der italienischen Stadt Florenz sind am Freitag mindestens drei Arbeiter ums Leben gekommen, zwei weitere wurden zunächst noch vermisst, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Drei weitere Arbeiter wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Zahl der Toten könnte steigen

Der Unfall ereignete sich, als ein Stahlbetonbalken über eine Betonplatte kippte, die daraufhin einstürzte. Die Behörden in Florenz erklärten, dass Rettungsteams nach den Vermissten suchen. Allerdings befürchten sie, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte.

Feuerwehrleute am Unglücksort in Florenz in Italien
Feuerwehrleute am Unglücksort in Florenz in ItalienMarco Bucco/Marco Bucco/LaPresse

Drei weitere Arbeiter, die Rettungskräfte aus den Trümmern des eingestürzten Gebäudes bergen konnten, wurden in Krankenhäuser gebracht. Ihr Zustand wurde als besorgniserregend eingestuft. Der Präsident der Region Toskana, Eugenio Giani, sagte, zum Zeitpunkt des Unfalls seien etwa 50 Arbeiter auf der Baustelle gewesen.

Der im Bau befindliche Supermarkt gehört zu der italienischen Kette Esselunga.

Eugenio Giani erklärte gegenüber dem italienischen Fernsehsender SkyTg24, dass der Unfall noch tragischer hätte ausgehen können, da zu diesem Zeitpunkt ein Kleinbus mit Kindern in der Nähe der Baustelle vorbeifuhr. Er fügte hinzu, dass die Tragödie "uns alle dazu anspornt, alles zu tun, um zu verhindern, dass so etwas jemals wieder passiert".

Verletzte Arbeiter riefen um Hilfe

Augenzeugen, die kurz nach dem Unfall an der Baustelle eintrafen, berichteten, dass sie die Schreie der verletzten Arbeiter hören konnten, die um Hilfe riefen.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte auf X, ehemals Twitter, ihr Beileid aus und sagte, sie verfolge die Entwicklungen "mit Besorgnis".

Gewerkschaften fordern Aktionen gegen Arbeitsunfälle

Die drei größten Gewerkschaften Italiens - CGIL, CISL und UIL - riefen nach dem Unfall zu einem "Generalstreik" in der Toskana auf, um bessere Sicherheitsmaßnahmen zu fordern.

"Keine weiteren Todesfälle bei der Arbeit", so ihre gemeinsame Erklärung.

Im Jahr 2021, dem letzten Jahr, für das es offizielle Daten der Statistikbehörde Eurostat gibt, wurden in Italien 601 Todesfälle am Arbeitsplatz registriert. Das war die zweithöchste Zahl in der Europäischen Union nach Frankreich.

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