Auf einer beliebten Mountainbike-Route nahe Cuzco überraschte ein Gewitter zwei ausländische Besucher. Die Polizei bestätigt einen Todesfall und warnt vor abrupten Wetterwechseln in der Region.
Wie die peruanische Nationalpolizei (PNP) bestätigte, wurden zwei Touristen auf einer Mountainbike-Route im Gebiet Occoruro–Chimpahuaylla in der Region Cuzco von einem Blitz getroffen. Bei dem Vorfall, der sich am Mittwoch ereignete, kam ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Die Gruppe befand sich auf einem Gipfel in rund 4.200 Metern Höhe über dem Meeresspiegel.
Dem Polizeibericht zufolge bereiteten sich die beiden ausländischen Touristen und ihr peruanischer Bergführer gerade auf den Abstieg vor, als sich plötzlich in großer Höhe ein Gewitter bildete.
Nach Angaben der PNP wurden beide Besucher von der elektrischen Entladung getroffen, der Bergführer blieb jedoch unverletzt. Der 36-jährige brasilianische Staatsbürger Yuri Botelho Pereira starb noch am Unfallort. Seine Leiche wurde nahe des Abstiegsweges im Gelände gefunden. Der US-Amerikaner James Alexander Fernandez, 41, zeigte Anzeichen eines Stromschlags und wurde zur Notfallbehandlung in das Regionalkrankenhaus von Cuzco gebracht.
Beamt*innen der Polizeistation von Yaurisque sowie Rettungskräfte waren nach Eingang eines Alarms in das Gebiet ausgerückt. Nach Berichten lokaler Medien, darunter der staatlichen Nachrichtenagentur Agencia Peruana de Noticias Andina, die die Polizei zitierte, musste das Team mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen, da das Gelände schwer zugänglich ist und keine direkte Zufahrt zum Gipfel besteht. Die Bergung des Leichnams und der Transport des Verletzten erfolgten unter weiterhin instabilen Wetterbedingungen.
Risikobereiche
Das Regionale Notfallzentrum (COER) Cuzco bestätigte den Tod des brasilianischen Touristen und erinnerte daran, dass Hochandengebiete während der Regenzeit besonders anfällig für elektrische Entladungen sind. In einer Mitteilung warnte die Behörde, dass Unwetter in diesen Höhenlagen ohne Vorwarnung auftreten können, und empfahl, exponierte Aktivitäten "bei jedem Anzeichen von Gewitter" zu vermeiden.
In den vergangenen Jahren haben Behörden und Fremdenführer in Cuzco verstärkt auf die Einhaltung von Sicherheitsempfehlungen für Wandernde und Abenteuersportler hingewiesen – insbesondere auf Hochgebirgsrouten, wo bei Unwettern kaum Schutzmöglichkeiten bestehen. Die örtlichen Behörden mahnten erneut, vor Touren in großer Höhe unbedingt die Wettervorhersage zu prüfen und bei Anzeichen eines plötzlichen Wetterumschwungs alle Aktivitäten abzubrechen.
Die Polizei von Yaurisque untersucht den Fall weiter und hat die Aussagen des Bergführers sowie der eingesetzten Rettungskräfte aufgenommen. Sobald der Gesundheitszustand des verletzten US-Bürgers geklärt ist, wollen die Behörden weitere Informationen mitteilen.