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Britische und französische Kampfflugzeuge treffen mutmaßliche IS-Waffenanlage in Syrien

Auf diesem Bild vom Samstag, 20. Juni 2015, ist ein Typhoon FGR4 der Royal Air Force während einer Flugschau in Bukarest, Rumänien, zu sehen.
Auf diesem Bild vom Samstag, 20. Juni 2015, ist ein Typhoon FGR4 der Royal Air Force während einer Flugschau in Bukarest, Rumänien, zu sehen. Copyright  Andreea Alexandru/Mediafax via AP
Copyright Andreea Alexandru/Mediafax via AP
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Die Angriffe erfolgten am Samstagabend auf eine unterirdische Anlage in den Bergen nördlich der historischen Stadt Palmyra in der Provinz Homs.

Das britische Verteidigungsministerium teilte am späten Samstagabend mit, dass britische Kampfflugzeuge gemeinsam mit Frankreich eine unterirdische Anlage in Zentralsyrien angegriffen hätten. Diese sei nach Angaben des Ministeriums von Kämpfern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) als Waffen- und Sprengstofflager genutzt worden.

Die Angriffe hätten sich am Samstagabend gegen ein Bauwerk in den Bergen nördlich der historischen Stadt Palmyra in der Provinz Homs gerichtet, hieß es weiter.

Großbritannien und Frankreich sind Teil der von den USA geführten Koalition, die seit mehr als einem Jahrzehnt gegen den IS vorgeht.

Nach Angaben des Ministeriums setzte das britische Militär Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon FGR4 ein, die von einem Tankflugzeug des Typs Voyager unterstützt wurden. Die Royal Air Force habe Paveway-IV-Präzisionsbomben eingesetzt, um mehrere Zugangstunnel der Anlage zu treffen. Eine detaillierte Auswertung der Angriffe laufe noch, es gebe jedoch erste Hinweise darauf, dass das Ziel erfolgreich bekämpft worden sei.

Zugleich betonte das Ministerium, in dem betroffenen Gebiet gebe es "keine zivilen Behausungen".

"Diese Aktion zeigt die Führungsstärke Großbritanniens und unsere Entschlossenheit, Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten zu stehen, um jedes Wiedererstarken des IS und seiner gewalttätigen Ideologien im Nahen Osten zu verhindern", erklärte Verteidigungsminister John Healey.

Die syrische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen. Syrien war der internationalen Anti-IS-Koalition Ende vergangenen Jahres beigetreten.

Trotz der militärischen Niederlage des IS in Syrien im Jahr 2019 verüben Schläferzellen der Terrormiliz weiterhin tödliche Anschläge in Syrien und im Irak, wo der IS einst sein selbsternanntes Kalifat ausgerufen hatte. Nach Einschätzung von UN-Experten verfügt der IS in diesen beiden Ländern noch immer über etwa 5.000 bis 7.000 Kämpfer.

Im vergangenen Monat hatte die US-Regierung unter Präsident Trump als Reaktion auf einen Hinterhalt nahe Palmyra, bei dem zwei US-Soldaten und ein ziviler amerikanischer Dolmetscher getötet worden waren, Luftangriffe in Syrien durchgeführt. Ziel sei es gewesen, IS-Kämpfer und Waffenlager zu "eliminieren".

Weitere Quellen • AP

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