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Sturm Goretti sorgt in Europa für ein Verkehrschaos durch starken Schneefall und Eis

Menschen gehen auf einer Brücke nach einem Schneefall in Paris, 7. Januar 2026
Menschen gehen auf einer Brücke nach einem Schneefall in Paris, 7. Januar 2026 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
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Seit dem Absinken der Temperaturen sind in Frankreich fünf Menschen und in Bosnien eine Frau ums Leben gekommen. Starker Schnee und Regen haben auf dem Balkan zu Überschwemmungen und Stromausfällen geführt.

Westeuropa hat derzeit mit noch mehr Schnee und Eis zu kämpfen, und Sturm Goretti, der erste namentlich genannte Sturm des Jahres, traf auf die Atlantikküste.

Auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurden am Mittwoch wegen Schneefalls und starker Kälte rund 100 Flüge gestrichen, in Orly im Süden der französischen Hauptstadt weitere 40, wie der französische Verkehrsminister mitteilte.

Die Störungen waren am späten Dienstagabend vorausgesagt worden. Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte dem Fernsehsender CNews, er hoffe, dass sich "die Situation am Nachmittag wieder normalisiert".

Der gesamte öffentliche Busverkehr in Paris und den umliegenden Vorstädten wurde wegen der vereisten Straßen eingestellt, die meisten U- und S-Bahnen blieben aber in Betrieb.

Der Wetterdienst Meteo France gab bekannt, dass in 38 der 96 Departements des französischen Festlands Alarm wegen starken Schneefalls und Glatteis herrsche. Besonders im Norden des Landes lagen drei bis sieben Zentimeter Schnee.

Eine Person fährt am Seine-Ufer entlang, nachdem es in Paris geschneit hat, 7. Januar, 2026
Eine Person fährt am Seine-Ufer entlang, nachdem es in Paris geschneit hat, 7. Januar 2026 AP Photo

Die Behörden hatten die Menschen in der Region Paris bereits gewarnt, unnötige Wege zu vermeiden und am Mittwoch nach Möglichkeit zu Hause zu arbeiten.

Die Zeitung LE PARISIEN empfahl wegen eisglatter Bürgersteige, "wie ein Pinguin" zu laufen, also sich leicht vorzubeugen, O-Beine zu simulieren und kleine Schritte zu machen.

Ausnahmezustand in den Niederlanden

Unterdessen kündigte der Amsterdamer Flughafen Schiphol, einer der größten in Europa, nach tagelangen wetterbedingten Problemen am Mittwoch mindestens 700 Flugstreichungen wegen Schnee und Wind an.

Mehr als 1.000 Menschen verbrachten die Nacht in Schiphol, so der Flughafen, und fügte hinzu, dass er Feldbetten aufgestellt und den Reisenden, die gezwungen waren, dort zu schlafen, Frühstück angeboten habe.

Es wurde damit gerechnet, dass noch mehr Flüge ausfallen könnten.

Viel Schnee auch in Belgien

In Belgien wurden am Mittwoch auf dem Brüsseler Flughafen mindestens 40 Flüge gestrichen, und die Behörden warnten vor Verspätungen.

Ein Radfahrer fährt auf einer schneebedeckten Straße in Antwerpen, 7. Januar 2026
Ein Radfahrer fährt auf einer schneebedeckten Straße in Antwerpen, 7. Januar 2026 AP Photo

Aufgrund der Enteisung von Flugzeugen und der Schneeräumung auf den Start- und Landebahnen muss am Mittwoch mit Verspätungen gerechnet werden, so der Flughafen auf seiner Website.

"Unsere Winterbetriebsteams sind darauf vorbereitet und werden alles tun, um die Auswirkungen auf den Flughafen so gering wie möglich zu halten", heißt es in der Erklärungdes Brüsseler Flughafens.

Sturm Goretti tobt in Großbritannien

Im Vereinigten Königreich gilt für Cornwall, Devon und die Scilly-Inseln eine Warnung der Stufe GELD wegen starker Winde, da der Sturm Goretti in weiten Teilen des Südwestens tobt.

Für Bristol, Bath, Gloucestershire und Wiltshire gilt bis Freitagmittag eine gelbe Schneewarnung.

Es wird erwartet, dass das Sturmsystem bis zum Ende der Woche auch in Wales starken Schneefall bringen wird.

Das Met Office hat davor gewarnt, dass starke Schneefälle zu schwierigen Reisebedingungen und Verspätungen führen könnten.

Die britische Gesundheitsbehörde (UKHSA) hat außerdem ihre Kältewarnung für England bis Sonntag verlängert.

Seit dem Absinken der Temperaturen am Wochenende sind in Frankreich fünf Menschen und in Bosnien eine Frau ums Leben gekommen. Starker Schnee und Regen haben auf dem Balkan zu Überschwemmungen und Stromausfällen geführt.

Am Montagmorgen starben drei Menschen bei Unfällen im Südwesten Frankreichs, die auf Glatteis zurückzuführen waren, wie die Behörden mitteilten. Ein Taxifahrer verstarb am Montagabend im Krankenhaus, nachdem sein Fahrzeug von der Straße abgekommen und in der Region Paris in die Marne gestürzt war.

Nachdem in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo am Wochenende fast 40 Zentimeter Schnee gefallen waren, starb eine Frau im Krankenhaus. Sie war von einem Baum getroffen worden war, der am Montag unter der Last des Schnees zusammenbrach, so die Polizei.

In Österreichs Hauptstadt warnen die Behörden davor, auf der teilweise zugefrorenen Donau das Eislaufen auszuprobieren. Auch in der Kältewelle in Wien werde das Eis nicht überprüft, es bestehe Lebensgefahr.

Weitere Quellen • AP, AFP

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