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Trump fordert "sofortige Verhandlungen" um Grönland zu kaufen

Präsident Donald Trump spricht am 21. Januar 2026, während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos
Präsident Donald Trump spricht am 21. Januar 2026, während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos Copyright  Evan Vucci/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
Copyright Evan Vucci/Copyright 2026 The AP. All rights reserved
Von Johanna Urbancik & Laura Fleischmann
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Trump kündigte bei seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos an, dass nur die USA die Sicherheit Grönlands garantieren könnten.

US-Präsident Donald Trump schien beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos zwei Reden in einer zu halten: eine für das europäische Publikum, eine andere für das Publikum Zuhause. Mehrfach betonte er die wirtschaftlichen Erfolge, die seine Administration ihm zufolge in dem vergangenen Jahr gelungen seien. In den USA wird jedoch gerade das kritisiert: die Lebenserhaltungskosten sind weiter gestiegen.

Nach seiner Lobesrede über die amerikanische Wirtschaft fragte er das Publikum, ob er nun etwas zu Grönland sagen soll. Zwar hätte er das nicht eingeplant, doch wollte er erneut bekräftigen, dass die USA Grönland "haben müssen".

"Die offizielle Begründung Trumps lautet, die USA benötigten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Tatsächlich verweist er immer wieder auf Russlands und Chinas wachsende Präsenz in der Arktis sowie auf militärstrategische Aspekte wie die Frühwarn- und Raketenabwehrsysteme", sagt der USA-Experte Dr. Josef Braml.

"Doch hinter dieser Argumentation stehen auch ökonomische Faktoren: Grönland verfügt über seltene Erden, Energie- und Rohstoffvorkommen sowie strategisch wichtige Schifffahrtsrouten. Trumps Vorgehen zeigt, dass 'nationale Sicherheit' in seinem Verständnis mit wirtschaftlichen Zielen verschmilzt – und dass er bereit ist, beides aggressiv durchzusetzen."

Eine militärische Intervention schien Trump jedoch auszuschließen, da er mehrfach wiederholte, dass er "keine Gewalt" anwenden wollen würde.

Lob für den Kanzler

Ein Lob kassierte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), als Trump von der Energiewende sprach. Deutschland würde ihm zufolge heute 22 Prozent weniger Strom als 2017 erzeugen, so Trump. Das sei jedoch nicht die Schuld des Kanzlers, der dem US-Präsidenten zufolge einen "großartigen Job" macht.

Das Euronews-Faktchecking Team von The Cube hat sich die Aussage von Trump angeschaut. Ein erster Blick auf Zahlen des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der rund 2.000 Energie- und Wasserversorger in Deutschland vertritt, zeigt: Haushalte zahlten 2017 im Durchschnitt 30,36 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2025 lag der Durchschnittspreis bei etwa 39,28 Cent pro Kilowattstunde.

Das entspricht einem Anstieg von rund 29 Prozent – nicht 64 Prozent. Auch Daten des Statistisches Bundesamt und von Eurostat zeichnen ein ähnliches Bild. Demnach zahlten Haushalte in Deutschland 2017 durchschnittlich 30,4 Cent pro Kilowattstunde und im ersten Halbjahr 2025 rund 39,92 Cent – ein Plus von etwa 31 Prozent.

Merz sollte Trump heute noch in Davos treffen. Wie berichtet wurde, wird dieses Treffen aufgrund der Verspätung des Präsidenten nun offenbar nicht stattfinden.

Alle Details zu Trumps Rede beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum lesen Sie in unserem Liveblog.

Live beendet

Interview mit USA-Experten Dr. Josef Braml zu Trumps Grönland-Ambitionen

Vor Trumps Rede haben wir USA-Experten Josef Braml gefragt, was er erwartet:

Euronews: Vor seiner Abreise hatte Trump erneut wiederholt, dass die USA Grönland "haben müsse". Ist die nationale Sicherheit Ihrer Meinung nach der Grund?

Die offizielle Begründung Trumps lautet, die USA benötigten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Tatsächlich verweist er immer wieder auf Russlands und Chinas wachsende Präsenz in der Arktis sowie auf militärstrategische Aspekte wie die Frühwarn- und Raketenabwehrsysteme.

Doch hinter dieser Argumentation stehen auch ökonomische Faktoren: Grönland verfügt über seltene Erden, Energie- und Rohstoffvorkommen sowie strategisch wichtige Schifffahrtsrouten. Trumps Vorgehen zeigt, dass "nationale Sicherheit" in seinem Verständnis mit wirtschaftlichen Zielen verschmilzt – und dass er bereit ist, beides aggressiv durchzusetzen.

Euronews: Warum ist das Thema Grönland jetzt, rund ein Jahr nach seinem erneuten Amtsantritt, wieder so wichtig geworden?

Trumps erneute Fokussierung auf Grönland fällt in eine Phase, in der sich die geopolitischen Spannungen deutlich verschärfen. Die US-Regierung betrachtet den arktischen Raum zunehmend als künftiges Großmachtsfeld.

Zudem hat Trump nach militärischen und politischen Eskalationen – etwa in Venezuela oder gegenüber europäischen Verbündeten – offenbar das Gefühl, geopolitische Stärke demonstrieren zu müssen. Grönland dient ihm als symbolträchtiges Projekt, mit dem er sowohl innenpolitisch Härte zeigen als auch außenpolitisch Macht demonstrieren kann.

Euronews: Welche Möglichkeiten hat Europa, sich gegen die Grönland-Ambitionen und Strafzölle zu verteidigen – und ist das strategisch klug?

Europa verfügt über mehrere Optionen, doch alle bergen politische und wirtschaftliche Risiken. Die EU kann mit Gegenzöllen reagieren, Handelsabkommen aussetzen oder den neu geschaffenen Anti-Coercion-Mechanismus ("Handels-Bazooka") aktivieren, um wirtschaftlichen Druck auf die USA auszuüben. Zugleich stärken die europäischen Staaten ihre militärische Präsenz in der Arktis und betonen die Bedeutung internationaler Rechtsnormen.

Strategisch klug ist aber nur eine gemeinsame, geschlossene Linie: Uneinigkeit würde Trumps Druckmittel stärken. Europa muss zeigen, dass es bereit ist, seine Interessen zu verteidigen – ohne jedoch unnötig eine Eskalationsspirale zu befeuern, die beiden Seiten wirtschaftlich schadet.

Die Gratwanderung besteht darin, Souveränität zu sichern, ohne die transatlantische Partnerschaft dauerhaft zu beschädigen.

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Faktencheck: Strompreise in Deutschland heute "um 64 Prozent höher als 2017"

Tamsin Paternoster vom Euronews Faktencheck-Team, The Cube, hat Aussagen von Donald Trump zu Deutschlands Strompreisen während seiner Rede in Davos überprüft. An einer Stelle behauptete Trump, die Strompreise in Deutschland lägen heute um 64 Prozent höher als 2017.

"Deutschland erzeugt 22 Prozent weniger Strom als 2017. Und das ist nicht die Schuld des aktuellen Kanzlers – er löst das Problem, er wird einen großartigen Job machen. Aber was vor ihm gemacht wurde, das ist wohl der Grund, warum er im Amt ist. Die Strompreise sind um 64 Prozent höher“, sagte Trump.

Unklar ist, auf welche Daten sich Trump stützt und ob er Haushaltsstrompreise oder Preise für Nicht-Haushalte meint.

Ein erster Blick auf Zahlen des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der rund 2.000 Energie- und Wasserversorger in Deutschland vertritt, zeigt: Haushalte zahlten 2017 im Durchschnitt 30,36 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2025 lag der Durchschnittspreis bei etwa 39,28 Cent pro Kilowattstunde. Das entspricht einem Anstieg von rund 29 Prozent – nicht 64 Prozent. Auch Daten des Statistisches Bundesamt und von Eurostat zeichnen ein ähnliches Bild.

Demnach zahlten Haushalte in Deutschland 2017 durchschnittlich 30,4 Cent pro Kilowattstunde und im ersten Halbjahr 2025 rund 39,92 Cent – ein Plus von etwa 31 Prozent. An anderer Stelle machte Trump die Energiepolitik linker Regierungen und den Ausbau erneuerbarer Energien für "extrem hohe Preise" verantwortlich und sprach vom "New Green Scam".

"Überall stehen Windräder, und sie sind Verlierer", sagte er vor dem Publikum. Insgesamt sind die Strompreise in Deutschland zwar gestiegen. Besonders stark war der Anstieg in den Jahren 2022 und 2023, was Experten direkt mit dem Einbruch der Gaslieferungen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Anfang 2022 in Verbindung bringen. Erneuerbare Energien haben langfristig zusätzliche System- und Netzkosten verursacht, waren jedoch nicht der Haupttreiber des starken Preisanstiegs.

Richtig ist zudem, dass Deutschland in den vergangenen Jahren seit 2017 weniger Strom erzeugt hat und erneuerbare Energien inzwischen einen deutlich größeren Anteil an der Gesamtstromerzeugung ausmachen.

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Ist ein Ende des Krieges in der Ukraine in Sicht?

Auf die Frage, ob ein Ende des Krieges in der Ukraine in Sicht sei, sagte Trump, dass er dachte, der Krieg wäre einfacherer zu beenden. Es würde "großen Hass" zwischen Putin und Selenskyj geben, doch sowohl Russland als auch die Ukraine würden einen Deal machen wollen.

Erneut bestätigte er, dass er Selenskyj noch am Mittwoch treffen werde.

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Rede vorbei, Fragen beginnen

Trump hat seine Redezeit überzogen, stellt sich aber nun noch den Fragen des Präsidenten des Wirtschaftsforums, Børge Brende.

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Eine Rede, zwei Botschaften

In seiner Rede bediente Trump zugleich das internationale- als auch das US-amerikanische Publikum. Gegenüber den Europäern inszenierte er sich als geschickter Machtpolitiker, der mit Zöllen und Druckmitteln andere Staatschefs zu Zugeständnissen bewege.

Parallel richtete er sich klar an das heimische Publikum. Dort wächst der Druck auf den Präsidenten angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung, besonders wegen der hohen Lebenshaltungskosten. Entsprechend ausführlich sprach er über die Kosten für Arzneimittel, Mieten und Benzin.

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Trump wird bald neuen Chef der US-Notenbank verkünden

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte vergangene Woche in einem Video erklärt, dass strafrechtliche Ermittlungen gegen die Federal Reserve politisch motiviert seien. Er sieht darin Druck der Regierung von Donald Trump, um Einfluss auf die Zinspolitik zu nehmen. Powell warnt, dass damit die Unabhängigkeit der Notenbank – und damit die Stabilität der globalen Finanzmärkte – auf dem Spiel steht.

Während seiner Rede in Davos sagte Trump, dass er bald einen neuen Chef der Notenbank verkünden würde.

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Redezeit geknackt

US-Präsident Donald Trump hat nun offiziell seine geplante Redezeit von 45 Minuten überschritten. Wie lange er noch spricht, ist unklar.

Trump begann seine Rede etwa zehn Minuten verspätet. Ursprünglich war sie von 14:30 Uhr bis 15:15 Uhr geplant.

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Trump verwechselt offenbar Island und Grönland

US-Präsident Donald Trump scheint Island und Grönland miteinander zu verwechseln. So sagte er, die Märkte seien am Dienstag "wegen Island" gefallen, obwohl es in Bezug auf Island keinerlei relevante Ereignisse gegeben habe.

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Trumps setzt bei Rede auf "alternative" Fakten

Das Fact-Checking-Portal „PolitiFact“ lastet Trump schon kurz nach Beginn einige Übertreibungen an. Demnach seien die Investitionen in die USA nur halb so hoch, wie er in seiner Rede behauptete.

Er sprach von 18 Billionen US-Dollar. Tatsächlich seien den Vereinigten Staaten bis Mitte November vergangenen Jahres „nur“ 9,6 Billionen US-Dollar von Investoren wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Katar versprochen worden.

Auch die Inflation sei höher als behauptet. „Die Inflation sei besiegt“, so Trump. In der Realität sei sie zwar niedriger als im vergangenen Jahr, liege aber immer noch zwischen 2,7 % und 3,0 %.

Auch die Kosten für Lebensmittel, Wohnen und Kleidung würden steigen, so PolitiFact, ähnlich stark wie unter Ex-Präsident Joe Biden. Ein herber Rückschlag für Trump, der sich bei seiner Rede einen Seitenhieb an „Sleepy Joe“ nicht verkneifen konnte.

Acht Kriege hätte Trump schon beendet. Tatsächlich gehen einige Waffenstillstände maßgeblich auf die Kappe der USA: Israel und Iran, Indien und Pakistan sowie Armenien und Aserbaidschan. Auch im Friedensprozess zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas wirkte Trump so weit maßgeblich mit.

Allerdings hielten einige Waffenruhen nicht. PolitiFact verweist auf andauernde Gewalt zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Außerdem sei auch der Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha brüchig.

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Trump wird offenbar Selenskyj treffen

30,000 Soldaten seien im vergangenen Monat im russischen Krieg gegen die Ukraine gefallen. Trump nannte das ein "Blutbad", dass er stoppen wolle.

Sowohl der russische als auch der ukrainische Präsident will Trump zufolge einen Deal machen. Den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj werde er auch diesbezüglich heute noch treffen.

Selenskyj hatte zuvor gesagt, dass er nicht nach Davos reisen werde. Ob Selenskyj, wie Trump vermutete, im Publikum sitzt, ist unklar.

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Trump "will keine Gewalt anwenden"

"Wir würden nichts bekommen, wenn ich mich nicht entschließen würde, übermäßige Stärke und Gewalt einzusetzen – aber das werde ich nicht tun", sagte Donald Trump.

"Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden."

Die Vereinigten Staaten verlangten nichts weiter als "einen Ort namens Grönland", den sie früher bereits besessen und später an Dänemark zurückgegeben hätten. "Damals waren wir schon eine starke Macht", sagte Trump. "Heute sind wir eine noch viel stärkere Macht."

Zuvor sprach er vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, und erwähnte erneut, dass der Krieg nicht stattgefunden hätte wäre er Präsident. Daraufhin erwähnte er erneut die acht Kriege, die er beendet hätte, darunter auch der Konflikt zwischen Armenien und "Aberbaidschan".

Danach betonte er erneut, dass die USA Grönland kaufen müssen. "Was wir von Dänemark wollen", so Trump, "ist das Land, in dem wir den größten goldenen Dome errichten". Damit würden auch die Partner der USA geschützt werden, so auch Kanada.

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Trump fordert "sofortige Verhandlungen" um Grönland zu kaufen

"Allein die Vereinigten Staaten sind in der Lage, dieses riesige Gebiet aus Land und Eis zu schützen – und das ist gut für Europa ebenso wie für uns", sagte Trump. "Deshalb strebe ich sofortige Verhandlungen an, um Grönland zu erwerben."

Dies stelle keine Bedrohung für die NATO dar, sagte Donald Trump. Die Vereinigten Staaten seien durch einen riesigen Ozean von Europa getrennt.

Er wiederholte zudem seine Behauptung, der Krieg wäre nicht ausgebrochen, wenn er Präsident gewesen wäre. Zugleich kündigte Trump an, dass Menschen für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen würden, und deutete an, dass auch Beteiligte an der Bestätigung der Präsidentschaftswahl 2020 strafrechtlich verfolgt werden könnten. Dies bezeichnete er selbst als "Breaking News".

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US-Vertreter treffen Putin in Moskau

Während US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede seine Methoden lobt, mit denen er versucht, die US-Wirtschaft aufzupäppeln, wird bekannt, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Donnerstag Russlands Machthaber Wladimir Putin trifft. Auch Trumps Schwiegersohn ist wieder mit von der Partie, wie Reuters berichtet.

„Die Russen fragten nach dem Treffen. Ich denke, das ist ein eindeutiges Signal von ihnen“, so Witkoff in einem Interview mit CNBC.

Am Frieden in der Ukraine wollen US-Vertreter demnach auch in Davos arbeiten. Wie Ukraines Topverhandler Rustem Umerov gesagt hat, seien Gespräche während des Weltwirtschaftsforums geplant.

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"Möchten Sie, dass ich ein paar Worte über Grönland sage?"

Der US-Präsident betonte, die Vereinigten Staaten kümmerten sich "zutiefst um die Menschen in Europa".

Er verwies auf seine schottischen und deutschen Wurzeln und erklärte, er wünsche sich, dass Europa "wieder groß" werde. Dafür müsse Europa – und "diese Länder" – zu einem starken Verbündeten der USA werden.

Mit Blick auf Grönland sagte Trump: "Keine andere Nation ist in der Lage, Grönland zu sichern."

Das habe man bereits im Zweiten Weltkrieg gesehen, als Dänemark "innerhalb von sechs Stunden Kampfhandlungen an Deutschland fiel".

Die USA seien damals gezwungen gewesen, eigene Truppen nach Grönland zu entsenden. "Wir haben buchstäblich Stützpunkte in Grönland aufgebaut – für Dänemark." "Wir haben Grönland gerettet und erfolgreich verhindert, dass unsere Feinde dort Fuß fassen", sagte Trump weiter.

"Sonst würdet ihr heute alle Deutsch sprechen – und vielleicht ein bisschen Japanisch." Rückblickend fragte er: "Wie dumm waren wir, Grönland zurückzugeben? Und wie undankbar sind sie jetzt?"

Abschließend warnte Trump, dass sein Land und die Welt heute vor "weitaus größeren Risiken" stünden.

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Trump lobt Merz

Trump sprach vom "Green New Scam" und dannte die Energiewende den größten "Schwindel" der Geschichte. Deutschland erzeuge ihm zufolge heute 22 Prozent weniger Strom als 2017. Das sei jedoch nicht die Schuld des aktuellen Kanzlers, denn "er macht einen großartigen Job".

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Verfolgen Sie Trumps Rede live auf Euronews und im TV

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"Europa ist nicht auf dem richtigen Weg"

In seiner Rede möchte Trump den Partnern der USA zeigen, wie sie den selben wirtschaftlichen Aufschwung wie die USA erzielen können. Wie schon in der ende vergangenen Jahres veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie sagte Trump, dass Europa "nicht auf dem richtigen Weg" sei. Grund dafür sei mitunter die Migration.

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Verspätung von fast zehn Minuten

Trump begann seine Rede mit einem augenzwinkernden Verweis auf den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal mit Wirtschaftsgrößen und Staats- und Regierungschefs.

"Es ist großartig, wieder im schönen Davos in der Schweiz zu sein und so viele angesehene Wirtschaftsgrößen anzusprechen, so viele Freunde – und nur wenige Feinde", sagte er unter höflichem Gelächter.

Er lobte seine Administration, die nun seit einem Jahr im Amt ist. "Die USA ist mitten in einem wirtschaftlichen Aufschwung", so Trump, der daraufhin die "niedrige Inflationsrate" in den USA betonte.

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Promiauflauf: Katy Perry, David Beckham und Matt Damon

Neben Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft hat es auch einige A-Promis nach Davos verschlagen.

Schauspieler Matt Damon sprach auf dem Weltwirtschaftsforum über die weltweite Wasserkrise. Damon ist Mitbegründer der Organisation water.org. Sie setzt sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein.

Fußballstar David Beckham will anscheinend zeigen, dass er noch mehr drauf hat, als Tore schießen und eine öffentliche Fehde mit Sohn Brooklyn Beckham austragen. "Becks" sprach in einer US-Wirtschaftsnachrichtensendung über Trumps Zölle und die US-Wirtschaft. Fragen zu Brooklyns Vorwürfen verweigerte er.

Sängerin Katy Perry begleitete ihren Partner Justin Trudeau, Kanadas Ex-Regierungschef. Er hielt in Davos einen Vortrag über "Soft Power". Ähnlich spannend wäre wohl ein Vortrag zum Werdegang der Beziehung zwischen Trudeau und Perry gewesen. Beide sind offiziell seit Oktober 2025 zusammen.

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Buh-Rufe von Al Gore für US-Handelsminister und Lagarde verlässt den Raum

Alles andere als freundlich wurde offenbar US-Handelsminister Howard Lutnick in Davos empfangen. Wie die „Financial Times“ berichtet, sei Lutnick bei einem Abendessen ausgebuht worden. Störenfried soll der ehemalige Vizepräsident Al Gore gewesen sein, wie das US-Handelsministerium sagt.

Zudem soll während Lutnicks Rede Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank, den Raum verlassen haben. Ein Vorgeschmack für Trumps Auftritt?

Der Vorfall soll sich auf einer Veranstaltung von BlackRock-Chef Larry Fink abgespielt haben. Lutnick soll seiner Zuhörerschaft die Vorzüge von Kohle im Vergleich zu erneuerbaren Energien nahegelegt haben. Zudem habe er stichelnde Kommentare zu Europa abgegeben.

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Davos 2026: Worum ging es bislang auf dem Weltwirtschaftsforum?

Das Treffen in der Schweiz wird von den wachsenden Spannungen zwischen den USA und Europa beherrscht. Es geht um bröckelnde Weltordnung, zunehmenden Unilateralismus, aber auch um die Bedrohung von Jobs weltweit durch die KI.

Lesen Sie den Artikel meines Kollegen Aleksandar Brezars, der von vor Ort berichtet.

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Reiche rät zu Zurückhaltung

Angesichts des Streits um die Zukunft Grönlands und neuer Zollankündigungen gegen acht europäische Staaten ringt die EU um eine geschlossene und zugleich verhältnismäßige Reaktion.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach sich in Davos gegen übereilte Gegenmaßnahmen aus. Berichten zufolge sagte sie , dass sie "Maßnahmen dann ausrollen kann, wenn ich weiß, was eigentlich auf dem Tisch liegt. Und bis auf Ankündigungen kennen wir nichts".

In einem Video veröffentlicht auf X sagte die Wirtschaftsministerin, dass "die globalen Entwicklungen können wir hier in Davos zwar nicht umkehren, aber wir können ein Zeichen setzen für die Verteidigung offener Märkte und verlässlicher Regeln."

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Europa "müsse auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer angemessenen und gemeinsamen Antwort reagieren"

In der Euronews-Morning-Show Europe Today sagte Nadia Calviño, Präsidentin der European Investment Bank, am Rande des Treffens in Davos, Europa müsse auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer angemessenen und gemeinsamen Antwort reagieren.

"Wir können auf vieles vorbereitet sein. Entscheidend ist jedoch, wie wir uns als Europäer verhalten", betonte Calviño. Der Europäische Rat am Donnerstag sei "kritisch und historisch", da die EU ihre politische und wirtschaftliche Stärke deutlich machen müsse.

Am vergangenen Wochenende hatte Trump mehreren europäischen Staaten mit zusätzlichen Zöllen in Höhe von zehn Prozent gedroht, um den Verkauf Grönlands durchzusetzen. Als Reaktion darauf berief der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, für den 22. Januar einen außerordentlichen Gipfel in Brüssel ein.

Europa müsse "pragmatisch handeln, wo es möglich ist, zugleich aber klare Kante zeigen, wo es nötig ist", sagte Calviño.

Mehrere EU-Regierungschefs aus großen Mitgliedstaaten wie Frankreich und Deutschland signalisierten bereits, dass die EU zu Gegenmaßnahmen bereit sein müsse, sollte Trump seine Zollandrohungen umsetzen.

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Andrang für Trump-Rede

Um 14:30 Uhr soll die Rede von US-Präsident Donald Trump offiziell beginnen. 45 Minuten wurden angesetzt, doch das hat Trump bisher noch nicht davon abgehalten, zu überziehen. Bei seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung waren 15 Minuten geplant. Am Ende wurden es 56 Minuten.

Etwa 100 Besucher stehen bereits Schlange, um einen Sitzplatz im Publikum zu ergattern. Die mögliche lange Rededauer scheint sie nicht abgeschreckt zu haben.

Bundeskanzler Friedrich Merz wird nicht vor Ort sein. Wie Politico berichtet, ist Merz während der Rede noch auf der Anreise.

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Trump in Davos gelandet

Mit einer Verspätung von über zwei Stunden ist US-Präsident in Davos an Board des "Marine One"-Helikopters gelandet

AP Photo/Evan Vucci

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Was bisher geschah

US-Präsident Donald Trump ist nach ersten Komplikationen in der Schweiz gelandet. Zuvor musste sein Flieger wegen eines „kleinen elektrischen Problems“ umkehren, so das Weiße Haus. Trump wechselte die Maschine.

In Davos wird Trump mit Spannung und dem einen oder anderen Magengrummeln erwartet. „Es wird Zeit, dass wir dagegenhalten“, sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament. Europa hätte alles versucht, mit Trump zu verhandeln. „Ich finde, wir sollten reagieren.“ Im Streit um Grönland „wird es eine Eskalation geben müssen“, erklärte sie im Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin.

Trump plant, einen globalen Friedensrat ins Leben zu rufen. Preis für die Mitgliedschaft: eine Milliarde US-Dollar. Neben anderen Staaten wurde auch Deutschland eingeladen. Bei seinem Besuch in Kenia zeigte sich Außenminister Johann Wadephul (CDU) skeptisch. Es gebe bereits einen Friedensrat, so Wadephul, und er verwies auf die Vereinten Nationen.

Etwas cooler gab sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, zumindest was sein Aussehen angeht. Mit Fliegerbrille sprach er vom Podium des Weltwirtschaftsforums zum Who’s who der internationalen Politik. Hintergrund ist ein blutunterlaufenes Auge, das der Franzose offenbar lieber versteckte.

Macron warnte vor der Entwicklung „hin zu einer Welt ohne Regeln, in der das internationale Recht mit Füßen getreten wird und in der das einzige Recht, das zu zählen scheint, das des Stärkeren ist“. Frankreichs Staatschef setzt sich für die europäische „Handelsbazooka“ ein, eine Reihe handelspolitischer Schutzmechanismen.

Zuvor hatte der US-Präsident SMS von Macron veröffentlicht, in denen der französische Präsident versuchte, mit Trump in den Diskurs über Grönland zu kommen. Private diplomatische Gespräche sind für Trump offenbar ein Fremdwort.

Ohne Sonnenbrille, dafür mit ähnlich warnendem Ton äußerte sich der kanadische Premierminister Mark Carney. Die Welt sei „inmitten eines Bruchs, nicht eines Übergangs“, so Carney. Länder könnten entweder um die Gunst des Stärksten konkurrieren oder sich zusammenschließen. Der Appell des Kanadiers ist klar: „(Wir) argumentieren, dass die Mittelmächte gemeinsam handeln müssen, denn wenn wir nicht mit am Tisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte.“

Gavin Newsom, Kaliforniens Gouverneur, sprach von einer Mitschuld der europäischen Staats- und Regierungschefs an der aktuellen weltpolitischen Lage. Sie müssten „Rückgrat zeigen“ in Sachen Grönland. Newsom gilt als Widersacher Trumps. Er wird als Präsidentschaftskandidat der Demokraten für die Wahl 2028 gehandelt, sofern sie stattfindet.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte appellierte, mehr Fokus auf die Ukraine statt auf Grönland zu legen. Er sei „ein wenig besorgt, dass wir den Ball fallen lassen könnten, wenn wir uns so sehr auf diese anderen Themen konzentrieren“.

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Auch von der Leyen wird Trump nicht in Davos treffen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte gestern eine Rede beim Weltwirtschaftsforum gehalten. Spekuliert wurde, dass sie den US-Präsident heute treffen wird. Mein Kollege Jorge Liboreiro in Brüssel berichtet jedoch, dass das Treffen voraussichtlich nicht stattfinden wird.

Stattdessen reist die Präsidentin der Europäischen Kommission von Straßburg, wo sie heute Morgen gesprochen hat, direkt nach Brüssel, um mit den Vorbereitungen für den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag zu beginnen.

Der Terminplan wurde von einem Sprecher der Kommission bestätigt, der die Entscheidung vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen als "strategisch" bezeichnete.

Damit wird von der Leyen weder ein bilaterales Gespräch mit Trump führen, um die sich zuspitzende Krise um die Zukunft Grönlands zu entschärfen, noch an der Unterzeichnungszeremonie von Trumps "Board of Peace" teilnehmen, zu der sie eingeladen worden war.

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Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Guten Nachmittag aus Berlin.

Meine Kollegin Laura Fleischman und ich werden Sie heute auf dem Laufenden halten am zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos.

US-Präsident Trump ist vor wenigen Minuten in der Schweiz gelandet. Seine Rede soll planmäßig um 14:30 beginnen.

AP Photo/Evan Vucci

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