Bei dem Protest der LKW-Fahrer aus Montenegro, Bosnien und Serbien geht es auch um die Visa-Regeln für den Schengen-Raum.
Seit Montag hatten Lkw-Fahrer in Montenegro die Grenzen zu Albanien, Serbien, Kroatien und Bosnien blockiert.
Nach Gesprächen mit Vertretern der montenegrinischen Regierung haben die Brummi-Fahrer ihren Protest an diesem Donnerstag beendet.
Umstrittene Visa-Regeln im Schengen-Raum
Bei den umstrittenen Visabestimmungen für die Fahrer im Schengen-Raum gab es offenbar Zugeständnisse der Europäischen Union. An dem Protest waren auch LKW-Fahrer aus Bosnien, Serbien und Nordmazedonien beteiligt.
Laut der Nachrichtenplattform EWB sollen die im Schengen-Raum verbrachten Tage für Berufskraftfahrer nicht mehr streng gezählt werden.
Bei einem Aufenthalt in Deutschland und anderen Staaten des Schengen-Raums von mehr als 90 Tagen innerhalb von 12 Monaten wird grundsätzlich ein Visum benötigt. Für die protestierenden Fahrer gilt aktuell ein maximaler Aufenthalt von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen.
Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100 bosnische Lkw-Fahrer wegen Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen in der EU abgeschoben, weitere 100 Abschiebungen wurden zuletzt angekündigt, teilte der Verband Logistika der Agentur Reuters mit.
"Wir fordern, dass die Europäische Union die Diskriminierung bosnischer Lkw-Fahrer unverzüglich beendet“, sagte Zijad Saric, ein Transportunternehmer. "Wir sind weder Migranten noch illegale Arbeiter oder Touristen."
Auch Treibstofflager in Montenegro wurden blockiert
Die montenegrinischen LKW-Fahrer forderten mehr Subventionen, schnellere Mehrwertsteuerrückerstattungen und vereinfachte Genehmigungsverfahren.
Der Energieminister von Montenegro hatte wegen der Blockaden davor gewarnt, dass der Treibstoff knapp werden könnte. Jetzt gab der Verband der Fahrer Entwarnung und die LKWs haben die Strassen wieder freigegeben.