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Usbekistan und USA besiegeln gemeinsame Investitionsplattform in Washington

Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew; Eximbank-Präsident John Jovanovic; DFC-Chef Ben Black; der Investitionsminister und Leiter der Agentur für Strategiereformen.
Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew, Eximbank-Chef John Jovanovic, DFC-Chef Ben Black, Investitionsminister und Leiter der Agentur für strategische Reformen Copyright  Press Service of Uzbekistan's President
Copyright Press Service of Uzbekistan's President
Von Akis Tatsis
Zuerst veröffentlicht am
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Vor der ersten Sitzung von Trumps Friedensrat reiste Präsident Schawkat Mirsijojew nach Washington und vereinbarte einen gemeinsamen Investitionsfonds sowie neue Energie‑, Rohstoff‑, Bewässerungs‑ und Agrarabkommen.

Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew und Vertreter der US-Regierung haben bei Gesprächen in Washington den Start einer gemeinsamen usbekisch-amerikanischen Investitionsplattform bekanntgegeben.

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Mirsijojew war auf Einladung von Präsident Donald Trump in die US-Hauptstadt gereist. Er nahm dort am Eröffnungsgipfel des „Board of Peace“ teil, einer diplomatischen Initiative des US-Staatschefs mit Schwerpunkt Gaza.

Usbekistan hatte die Gründungserklärung des Gremiums bereits zu Jahresbeginn beim Weltwirtschaftsforum in Davos unterzeichnet.

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Der bilaterale Handel überschritt im vergangenen Jahr die Marke von 1 Milliarde US-Dollar (rund 850 Millionen Euro). Inzwischen sind fast 340 US-Unternehmen in Usbekistan tätig.

Ein dreijähriges Wirtschaftskooperationsprogramm mit einem Volumen von 35 Milliarden US-Dollar (29,7 Milliarden Euro) läuft bereits. Es konzentriert sich auf Energie, kritische Rohstoffe, Verkehr, Landwirtschaft und Technologie.

Die Investitionsplattform

Zum Abschluss der Gespräche mit der Führung der US-Export-Import-Bank und der US-Entwicklungsfinanzierungsbehörde DFC unterzeichneten die Delegationen die Vereinbarung zur Einrichtung der usbekisch-amerikanischen Investitionsplattform und tauschten sie offiziell aus.

Das Instrument soll vorrangige Projekte systematisch unterstützen. Zugleich soll es die Abstimmung zwischen usbekischen Behörden, US-Entwicklungsfinanzierern und privaten Investoren stärken.

Im Rahmen der neuen Struktur will die US-Export-Import-Bank ihre Finanzierung für große Industrie- und Infrastrukturprojekte ausweiten, einschließlich der Förderung von Exporten hochtechnologischer Ausrüstungen.

Die Gespräche mit der DFC zielten darauf ab, die Investitionskooperation zu vertiefen. Die Behörde plant, sich an umfangreichen nationalen und regionalen Vorhaben zu beteiligen, insbesondere im Energiesektor und beim Ausbau der Finanzmärkte.

Die Plattform ergänzt den Gemeinsamen Wirtschafts- und Investitionsrat. Sie soll einen klaren Kanal schaffen, um Projekte voranzubringen, statt auf Einzelentscheidungen von Fall zu Fall angewiesen zu sein.

Die Gespräche mit der US-Export-Import-Bank und der DFC befassten sich zudem mit der Strukturierung von Projekten und der Ausweitung der Finanzierungsinstrumente.

Die US-Export-Import-Bank stellte dabei eine mögliche Ausweitung der Unterstützung für Industrie- und Infrastrukturprojekte, einschließlich der Ausfuhr von Hightech-Geräten, in Aussicht.

Mit der DFC wurde konkret über eine Beteiligung an nationalen und regionalen Großprojekten gesprochen, vor allem in den Bereichen Energie und Entwicklung der Finanzmärkte. Die neue Investitionsplattform soll dabei die institutionelle Koordinierung erleichtern.

Handel und Wirtschaftspolitik

In Gesprächen mit dem US-Handelsminister Howard Lutnick stand die sektorale Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Es ging um Energie, kritische Rohstoffe, Verkehr, Landwirtschaft und Informationstechnologie, mit dem Ziel, neue Projektlinien aufzubauen und den Einstieg weiterer US-Unternehmen zu erleichtern.

Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew und US-Handelsminister Howard Lutnick
Usbekistans Präsident Schawkat Mirsijojew und US-Handelsminister Howard Lutnick Press Service of the President of Uzbekistan

Separat traf Mirsijojew den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Dabei ging es um Maßnahmen zur Steigerung des Handelsvolumens und zur besseren Angleichung von Regulierungen.

Usbekistan warb um weitere Unterstützung auf dem Weg zum Beitritt zur Welthandelsorganisation. Beide Seiten zogen zudem eine Bilanz der Zusammenarbeit im Rahmen des Handels- und Investitionsrahmenabkommens mit Zentralasien.

Unterzeichnete Geschäftsabkommen

Im Rahmen des Wirtschaftsprogramms nahm Mirsijojew an einer feierlichen Unterzeichnung teil, bei der hochrangige US-Vertreter, Finanzinstitute und Unternehmenschefs zusammenkamen.

Zu den Teilnehmenden gehörten der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer, der Sondergesandte des Präsidenten Paolo Zampolli, der Präsident der US-Export-Import-Bank John Yovanovitch und die Vorsitzende der US-Usbekistan-Handelskammer Carolyn Lamm. Vertreten waren außerdem Führungskräfte von Traxys, Valmont Industries, Gulf Oil, Avigen Broiler Breeding Group, John Deere, BlackRock Financial Markets Advisory, Oppenheimer und weiteren Unternehmen.

Präsentation strategischer Projekte und Abkommen zwischen den USA und Usbekistan
Präsentation strategischer Projekte und Abkommen zwischen den USA und Usbekistan Press Service of the President of Uzbekistan

Die unterzeichneten bilateralen Dokumente umfassen den Aufbau eines Netzes von Tankstellen, die Einführung von Sprinklerbewässerungssystemen, den Abbau und die Lieferung kritischer Rohstoffe sowie die Schaffung eines Geflügelproduktionsclusters.

Weitere Abkommen betreffen die Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft, den Ausbau der Finanzmärkte und Maßnahmen zur Verbesserung des Investitionsklimas.

US-Entwicklungsfinanzinstitutionen wie die DFC und die US-Export-Import-Bank sollen mehrere dieser Projekte strukturell und finanziell begleiten.

Regionale Gouverneure aus Usbekistan waren per Videoschalte zugeschaltet. Das unterstreicht den Versuch, US-Investoren direkter mit Entwicklungsinitiativen in den Regionen zu verknüpfen.

Im Verlauf des Jahres 2025 hat Usbekistan milliardenschwere Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten geschlossen, nachdem Präsident Schawkat Mirsijojew seinen US-Amtskollegen Donald Trump zu einem vertraulichen bilateralen Gespräch im Oval Office getroffen hatte, unmittelbar vor dem „C5+1-Gipfel“ im November.

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