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Medien: Dänemark schickte Truppen nach Grönland, weil es eine US-Invasion befürchtete

Soldaten nehmen am Freitag, 20. Februar 2026, an der arktischen Grundausbildung in Kangerlussuaq, Grönland, teil.
Soldaten nehmen an der arktischen Grundausbildung in Kangerlussuaq, Grönland, teil, Freitag, 20. Februar 2026. Copyright  Bo Amstrup/Ritzau Scanpix via AP
Copyright Bo Amstrup/Ritzau Scanpix via AP
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Der dänische öffentlich-rechtliche Rundfunk DR berichtet von einem militärischen Einsatzbefehl vom 13. Januar, in dem eine Operation zur Verteidigung Grönlands beschrieben wird.

Dänemark und seine Verbündeten haben Berichten zufolge im Januar Truppen nach Grönland geschickt, weil sie tatsächlich eine US-Invasion befürchteten. Das berichtet der dänische Rundfunk DR.

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Der Sender erklärte, es habe einen militärischen Operationsbefehl vom 13. Januar gegeben, der als Grundlage für die Entsendung dänischer Streitkräfte in das autonome dänische Gebiet diente. US-Präsident Donald Trump hatte damals angekündigt, Grönland annektieren zu wollen.

Das vom DR eingesehene Dokument beschreibt eine Operation zur Organisation der Verteidigung Grönlands, unmittelbar nach der US-Operation in Venezuela zum Sturz von Präsident Nicolás Maduro.

"Wenn Trump die ganze Zeit sagt, dass er Grönland kaufen will, und wir dann sehen, was in Venezuela passiert, mussten wir alle möglichen Szenarien ernst nehmen", bestätigte ein dänischer Militärbeamter, der anonym bleiben wollte, dem DR.

"Es war keine Übung"

Dänische Soldaten gehen am Sonntag, 18. Januar 2026, im Hafen von Nuuk, Grönland, an Land.
Dänische Soldaten gehen am Sonntag, 18. Januar 2026, im Hafen von Nuuk, Grönland, an Land. Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix via AP

"Die offizielle Maschinerie der Vereinigten Staaten funktioniert nicht mehr so wie früher", meinte der Beamte.

Im Januar entsandten mehrere EU-Staaten, darunter Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande, Truppen nach Grönland - eigentlich im Rahmen einer NATO-Übung mit dem Namen "Arctic Endurance". Es handelte sich aber um einen echten Einsatz und nicht um eine Übung, so eine weitere militärische Quelle gegenüber DR.

Die Truppen waren mit Blut für eventuelle Transfusionen versorgt und es wurde Sprengstoff eingesetzt, so die Quelle.

Weder das dänische Militär noch die grönländische Regierung haben sich zu dem Bericht geäußert.

Menschen protestieren gegen Trumps Politik gegenüber Grönland vor dem US-Konsulat in Nuuk, Grönland, Samstag, 17. Januar 2026.
Menschen protestieren gegen Trumps Politik gegenüber Grönland vor dem US-Konsulat in Nuuk, Grönland, Samstag, 17. Januar 2026. AP Photo/Evgeniy Maloletka

Donald Trump hatte wiederholt erklärt, dass er glaubt, die USA müssten Grönland kontrollieren, um ihre nationale Sicherheit zu gewährleisten, und lange Zeit schloss er den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus, um dies zu erreichen.

Wie die USA ist auch Dänemark ein Gründungsmitglied der NATO.

Nach mehreren Wochen aggressiver Äußerungen, die das Bündnis in die schwerste Krise seit Jahren stürzten, gab Trump am 21. Januar seine Drohungen auf und verkündete, dass er mit dem NATO-Generalsekretär eine Rahmenvereinbarung über Grönland getroffen habe, deren Einzelheiten jedoch unklar bleiben.

In den darauffolgenden Wochen startete die NATO ihre Mission Arctic Sentry zur Erhöhung der Sicherheit in der Region, an der unter anderem dänische und US-amerikanische Streitkräfte beteiligt sind.

Nächste Woche Wahlen in Dänemark

Dänemark stehen vorgezogene Parlamentswahlen in der nächsten Woche an, die von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen im vergangenen Monat ausgerufen wurden.

Umfragen zeigen, dass Frederiksen von einem "Grönland-Push" profitiert hat, da ihre Partei nach Trumps Drohungen an Unterstützung gewonnen hat.

Frederiksens Sozialdemokraten, die seit 2019 an der Macht sind und derzeit eine Links-Rechts-Koalition anführen, liegen in den Meinungsumfragen mit rund 21 % der Stimmen an der Spitze. Sie liegen allerdings sechs Punkte unter ihrem Wahlergebnis von 2022.

Weitere Quellen • AFP

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