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Indo-Pazifik im Fokus: Pistorius reist nach Singapur

Pistorius auf dem Marinestützpunkt Yokosuka der Japanischen Seestreitkräfte am 22. März 2026 in Yokosuka bei Tokio
Pistorius auf dem Marinestützpunkt Yokosuka der Japanischen Seestreitkräfte am 22. März 2026 in Yokosuka bei Tokio Copyright  David Mareuil/Pool Photo via AP
Copyright David Mareuil/Pool Photo via AP
Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am
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Pistorius reist bis Ende März durch den Indo-Pazifik, begleitet von Politik- und Industrievertretern. Ziel ist es, die sicherheitspolitische Zusammenarbeit auszubauen, Rüstungskooperationen zu vertiefen und Deutschlands militärische Präsenz in der Region zu stärken.

Voraussichtlich bis zum 28. März ist Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Indo-Pazifik unterwegs. Neben politischen Mitreisenden – darunter etwa die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen, Sara Nanni – nehmen auch Vertreter der Industrie an der Reise teil. Der Welt zufolge sind Vertreter von Airbus, TKMS, MBDA, Quantum Systems, Diehl und Rohde & Schwarz dabei.

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Ziel ist, die sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Region und bei Rüstungskooperationen zu fördern und Ressourcen und militärische Anbindung zu knüpfen.

Nach seinem ersten Stopp in Japan, wo Tokio und Berlin vereinbarten, ihre Rüstungskooperation auszubauan und ihre Abstimmung in möglichen Krisenfällen zu intensivieren, geht es für den Minister nun weiter nach Singapur. Dort stehen dem Ministerium zufolge Gespräche mit dem singapurischen Verteidigungsminister Chan Chun Sing im Mittelpunkt.

Deutschland sieht Singapur als zentralen Partner für regelbasierten, globalen Handel und Stabilität in der Indo-Pazifik-Region. Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen dort wollen beide Seiten die Beziehungen weiter vertiefen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Handel.

Nach Singapur geht es für Pistorius weiter nach Down Under: in Australien wird er die Hauptstadt Canberra, sowie Brisbane an der Ostküste besuchen. Im Fokus werden vor allem Gespräche über den Ausbau gemeinsamer Übungen und der gemeinsamen Einsatzfähigkeit beider Armeen stehen.

Neben Übungen in der Artkis und Europa nimmt die Bundeswehr dieses Jahr an der Luftwaffenübung "Pitch Black" im Indo-Pazifik teil, wo die deutsche Luftwaffe mit Eurofighter-Kampfjets, dem militärischen Transportflugzeug A400M sowie dem Airbus A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) präsent sein wird.

Neben der Luftwaffe ist auch das Heer regelmäßig in der Region präsent. Bei der Übung "Grand Pacific" stellte es den Schwerpunkt der deutschen Beteiligung an der militärischen Zusammenarbeit. Im Zentrum stand der Einsatz einer verstärkten Fallschirmjägerkompanie im Rahmen der australischen Übung "Talisman Sabre".

Laut dem Ministerium ist für 2027 zudem eine gemeinsame Teilnahme mit Japan geplant.

Während seines Besuchs in Japan sagte Pistorius, dass angesichts der angespannten globalen Sicherheitslage eine engere Zusammenarbeit der beiden "Mittelmächte" Deutschland und Japan wichtiger denn je sei.

Pistorius und Koizumi am 22. März 2026 auf dem Marinestützpunkt Yokosuka der japanischen Seestreitkräfte in Yokosuka bei Tokio
Pistorius und Koizumi am 22. März 2026 auf dem Marinestützpunkt Yokosuka der japanischen Seestreitkräfte in Yokosuka bei Tokio David Mareuil/Pool Photo via AP

Ziel sei es, gemeinsam für eine regelbasierte internationale Ordnung einzutreten. Der japanische Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi schloss sich dieser Einschätzung an: "Angesichts dieser veränderten sicherheitspolitischen Lage ist es kaum noch möglich, allein als einzelnes Land zu reagieren."

Bereits im Oktober dieses Jahres sollen rund 100 deutsche Sanitätskräfte an der japanischen Übung "Keen Sword" teilnehmen und dort ein Rettungszentrum betreiben.

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