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Fünf der zehn dreckigsten Städte Europas liegen in einem Land

Luftverschmutzung 2025: In der Türkei lagen fünf der zehn am stärksten verschmutzten Städte Europas, meldet IQAir.
Laut IQAir lagen im Jahr 2025 fünf der zehn am stärksten verschmutzten Städte Europas in Türkiye. Copyright  Canva
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Von Angela Symons
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Zwei Länder dominieren die Top-Ten-Listen der am stärksten und der am wenigsten verschmutzten Städte Europas.

Menschen in Finnland atmen so saubere Luft wie kaum sonst irgendwo in Europa, zeigt ein neuer Bericht. In keinem anderen Land gibt es so viele Städte mit unbedenklichen Schadstoffwerten.

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Trotzdem verfehlt Finnland insgesamt die Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation für sichere Belastungen mit PM2,5, also Feinstaub.

Nur drei europäische Länder lagen im Jahr 2025 vollständig innerhalb dieser Grenzwerte für Luftverschmutzung, so der World Air Quality Report (Quelle auf Englisch) 2025 von IQAir. Es sind Estland, Island und Andorra.

In einigen Regionen der Welt fehlen Messdaten zur Luftqualität in Echtzeit. Europa gehört dagegen zu den am umfassendsten überwachten Regionen weltweit.

Der Bericht wertete 2.303 Städte in dreiundvierzig europäischen Ländern aus – hundertdreiundsechzig mehr als im Jahr 2024. In 1.182 Städten stieg die jährliche Durchschnittsbelastung mit PM2,5-Konzentrationen, in 886 ging sie zurück. Nur 104 europäische Städte lagen innerhalb des von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten sicheren Grenzwerts für Feinstaub.

Finnland lag vorn: In 25 Städten unterschritten die Messwerte den Richtwert. Es folgten Schweden mit fünfzehn und Spanien mit zwölf Städten.

Als „Stadt“ gelten im Bericht sowohl Metropolregionen als auch einzelne urbane Zentren, in denen Luftqualitätssensoren über das ganze Jahr verlässlich Daten liefern.

Wo liegen Europas am stärksten belasteten Städte?

Acht Länder – Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien, Türkei, Moldau, Rumänien, Montenegro und Polen – meldeten PM2,5-Konzentrationen von mehr als 15 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Damit gehören sie zu den am stärksten verschmutzten Staaten Europas. Der Wert liegt weit über dem sicheren Niveau der WHO von fünf µg/m³.

Vor allem die Türkei beherbergt viele der am stärksten belasteten Städte der Region; der Bericht ordnet das Land der erweiterten Region Europa zu. Gründe sind eine starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, dichter Verkehr, industrielle Emissionen und Wetterlagen, die Schadstoffe in Bodennähe festhalten.

Iğdir belegte den wenig rühmlichen ersten Platz: Dort lag die durchschnittliche PM2,5-Belastung im Jahr 2025 bei 64,4 µg/m³. Buca, ebenfalls in der Türkei, folgte mit 51,5 µg/m³ auf Rang zwei. Drei weitere türkische Städte schafften es in die Top zehn: Gödekli (Rang vier), Konya (Rang sechs) und Duzce (Rang acht).

Novi Pazar in Serbien lag mit 34,1 µg/m³ auf Platz drei. In Bosnien und Herzegowina belegte Prijedor Rang fünf, Gorazde Rang sieben und Gracanica Rang neun. Komplettiert wurden die Top zehn durch Cacak in Serbien.

Viele dieser Städte kämpfen mit ähnlichen Verschmutzungsquellen: Kohlekraftwerke, häusliches Heizen mit minderwertiger Kohle und Holz in ineffizienten Öfen sowie dichter Autoverkehr. Topografie und meteorologische Bedingungen verschärfen die Lage, weil sie Schadstoffe in Bodennähe einschließen.

Wo sind Europas sauberste Städte?

Am anderen Ende der Skala belegt Finnland die Hälfte der Plätze in den Top zehn der am wenigsten verschmutzten Städte. Die Insel Utö liegt mit PM2,5-Werten von nur 1,3 µg/m³ auf Rang eins, Muonio folgt auf Rang zwei, Kittilä auf Rang drei, Ranua auf Rang fünf und Nivala auf Rang zehn.

Günstige geografische Bedingungen und eine geringe Bevölkerungsdichte spielen eine Rolle. Entscheidend sind aber Finnlands strenge Emissionsvorgaben und der hohe Anteil erneuerbarer Energien von mehr als vierundfünfzig Prozent.

Sandgerði in Island belegt mit 2,2 µg/m³ Rang vier, Bredkälen in Schweden Rang sechs, Faro in Portugal liegt auf Platz acht, Alftanes in Island auf Platz neun.

So schützen Sie sich vor PM2,5

PM2,5-Partikel sind so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen und sogar in die Blutbahn gelangen können. Sie stehen in Verbindung mit Gesundheitsrisiken wie Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden und langfristigen Krankheiten wie Krebs.

Wer in einer stark belasteten Region lebt, kann sich schützen, indem er die Luftqualitätswerte in Echtzeit über Apps wie IQAir und AirVisual verfolgt. Steigen die Werte stark an, ist es ratsam, in Innenräumen zu bleiben und Türen sowie Fenster geschlossen zu halten.

HVAC-Systeme (Heizung, Lüftung und Klimaanlage) sollten auf Umluftbetrieb gestellt werden. Luftreiniger können zusätzlich Partikel, Gase und andere Schadstoffe aus der Raumluft filtern.

Wer nach draußen muss, sollte eine KN95-Maske tragen. Sie filtert auch sehr kleine Partikel aus der Luft, darunter Viren und Staub.

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