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Hitze, Regen und Saharastaub treffen Portugal

Archivbild (02.08.2025): In Lissabon überquert eine Frau mit einem Regenschirm gegen die Sonne den Praça do Comércio an einem heißen Tag.
Archiv (02.08.2025): Eine Frau schützt sich mit einem Regenschirm vor der Sonne, als sie an einem heißen Tag über den Praça do Comércio in Lissabon geht. Copyright  AP Photo
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Von Manuel Ribeiro
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Portugals Wetterdienst IPMA rechnet am Wochenende mit überdurchschnittlicher Wärme, Regen und Gewittern. Tropenluft bringt Sahara-Staub auf die Iberische Halbinsel.

Am Wochenende können die Temperaturen auf dem portugiesischen Festland bis auf 35 Grad steigen. Das IPMA spricht von einer Phase mit ungewöhnlich hohem Temperaturniveau, die es als für diese Jahreszeit ungewöhnlich einstuft.

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Die Temperaturen sollen in weiten Teilen des Landes zwischen 30 und 35 °C liegen und in einigen inneren Regionen des Tejo-Tals bis zu 39 °C erreichen. Auch die Tiefstwerte steigen überall im Land; sie liegen bei 20 °C.

Am Wochenende gehen die hohen Temperaturen mit etwas Bewölkung und Schauern an der Küste einher. Im Landesinneren sind kräftige Regenfälle und Hagel mit Gewittern möglich, vor allem am Samstagnachmittag. Durch die feuchte Luft können die Temperaturen dort leicht sinken. Zudem rechnet das IPMA mit Schwebstaub aus Nordafrika.

Nach Angaben des IPMA sind die Wetterbedingungen an diesem Wochenende „günstig für den Transport von Staub aus Nordafrika“. Die Staubpartikel in der Luft dürften bis zum Ende des Samstags über Portugal liegen.

Wüstenstaub über Portugal: was dahintersteckt und wie Sie sich schützen

Das Phänomen entsteht in der Sahara in Nordafrika. Dort wirbeln Stürme mit starken Winden große Mengen Sand und Staub in die Höhe.

Das Portal Meteo Trás os Montes, eine Facebook-Seite (Quelle auf Portugiesisch) mit Informationen zu Wetterphänomenen, erklärt, dass „die schwereren Partikel rasch in der Nähe ihres Ursprungs zu Boden fallen“, also in der Sahara. „Feinere und leichtere Partikel steigen dagegen Tausende Meter in die Atmosphäre auf und bleiben dort mehrere Tage in der Schwebe.“

Erreichen die leichteren Staubpartikel Höhen von mehr als 1500 Metern, geraten sie in Luftströmungen und beginnen „eine lange Reise“ über das Mittelmeer und den Atlantik. „Je nach Wetterlage können diese Staubmassen Tausende Kilometer zurücklegen.“ Einige erreichen Europa, darunter Spanien und Portugal, andere werden bis auf die andere Seite des Atlantiks getragen. Ändert sich die Windrichtung oder lässt der Wind nach, sinken die Partikel wieder zur Erdoberfläche.

Die hohe Konzentration von Wüstenstaub kann bei manchen Menschen Beschwerden verursachen, etwa Allergien und andere Atemwegsprobleme (Asthma, Bronchitis). Sie führt zudem zu stärkerer Trübung der Luft und schränkt die Sicht ein, was das Risiko erhöht, insbesondere für Autofahrer.

Doch nicht alles daran ist negativ. Positiv ist, dass der Wüstenstaub „reich an Mineralstoffen ist, insbesondere an Eisen und Phosphor“, und beim Eintrag in den Ozean zu wichtigen Nährstoffen für die marine Nahrungskette wird, erinnert Meteo Trás os Montes. Gelangen die Partikel auf das Festland, „wirken sie wie ein natürlicher Dünger“.

Regen im Norden und in der Mitte: acht Distrikte mit gelber Wetterwarnung

Nach weiteren Angaben des IPMA stehen an diesem Samstag die Distrikte Bragança, Vila Real, Braga, Viana do Castelo, Aveiro, Porto, Viseu und Guarda unter gelber Warnstufe, der niedrigsten auf einer Skala von drei Stufen. Grund sind erwartete Regenfälle und Gewitter.

Die erwartete Hitzewelle dürfte sich im Verlauf der kommenden Woche weiter verschärfen. Der Bevölkerung wird daher geraten, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen: mehr Wasser trinken, auf alkoholische Getränke verzichten, sich täglich mindestens zwei bis drei Stunden in kühlen oder klimatisierten Räumen aufhalten, direkte Sonneneinstrahlung meiden – vor allem zwischen elf und siebzehn Uhr – und Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von über 30 verwenden.

Weitere Quellen • IPMA

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