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Erstmals keine Messe am Palmsonntag in Jerusalem: Kardinal Pizzaballa von Israels Polizei gestoppt

Eingang zur Basilika des Heiligen Grabes in Jerusalem
Eingang zur Basilika des Heiligen Grabes in Jerusalem Copyright  AP Photo
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Von Fortunato Pinto
Zuerst veröffentlicht am
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International hagelt es Kritik: Erstmals seit Jahrzehnten konnte Kardinal Pizzaballa am Palmsonntag keine Messe in der Grabeskirche Jerusalem zelebrieren. Die israelische Polizei verweigerte dem höchsten Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land den Zutritt.

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem verurteilt einen Vorfall - und international hagelt es Kritik. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, und der Kustos des Heiligen Landes, der hochwürdigen Pater Francesco Ielpo, wurden von Israels Sicherheitskräften daran gehindert, in die Grabeskirche in Jerusalem zu fahren.

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Die beiden Vertreter der katholischen Kirche wurden unterwegs angehalten. Sie hatten sich offenbar in einem privaten Fahrzeug aufgebrochen und wurden gezwungen umzukehren. "Zum ersten Mal seit Jahrjahrhunderten wurden die Kirchenführer daran gehindert, die Palmsonntagsmesse in der Grabeskirche zu feiern", heißt es in der vom Patriarchat veröffentlichten Mitteilung.

Schwerwiegender Präzedenzfall

"Dieser Vorfall stellt einen schwerwiegenden Präzedenzfall dar und ignoriert die Empfindlichkeiten von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt, die in dieser Woche nach Jerusalem blicken", kommentiert das Patriarchat weiter und erinnert daran, dass die Oberhäupter der Kirchen mit voller Verantwortung gehandelt und seit Beginn des Krieges in Gaza alle auferlegten Einschränkungen respektiert haben.

"Öffentliche Versammlungen wurden abgesagt, die Teilnahme am Gottesdienst wurde verboten und es wurden Vorkehrungen getroffen, um die Feierlichkeiten für Hunderte von Millionen Gläubigen auf der ganzen Welt zu übertragen, die in diesen Ostertagen ihre Augen auf Jerusalem und die Grabeskirche richten", so das Patriarchat.

Die katholische Kirche sprach auch von einer "übereilten und grundlegend fehlerhaften Entscheidung" der israelischen Behörden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach dem Patriarchen seine Solidarität aus und verurteilte die israelischen Behörden.

Der CDU-Politiker Armin Laschet schrieb schrieb auf X: "Entgegen einer jahrhundertealten Praxis hat die israelische Polizei heute am Palmsonntag dem Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa @LPJerusalem den Zutritt zur Grabeskirche verweigert. Wir stehen bei jeder Bedrohung seines Existenzrechts bei, aber dem Kardinal den Zugang zur heiligsten Stätte der Christenheit zu verweigern, ist inakzeptabel. Dies ist reine Schikane ohne jedes Gespür und ohne jeden Verstand."

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes drückten in der Note ihr tiefes Bedauern gegenüber den christlichen Gläubigen im Heiligen Land und in der ganzen Welt aus, dass das Gebet an einem der heiligsten Tage des christlichen Kalenders auf diese Weise verhindert wurde.

Israelische Quellen haben sich zunächst nicht zu dem Vorfall geäußert.

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