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UN-Vorwurf: Israel nimmt kurzzeitig spanischen Unifil-Friedenswächter im Libanon fest

ARCHIV: Unifil-Soldaten verschiedener Nationalitäten im Hauptquartier von Naqoura im Libanon (19. März 2025)
ARCHIV: Unifil-Soldaten verschiedener Nationalitäten im Hauptquartier von Naqoura im Libanon (19. März 2025) Copyright  AP Photo/Mohammed Zaatari, File)
Copyright AP Photo/Mohammed Zaatari, File)
Von Gabriele Barbati
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Friedenssoldat wurde von den IDF im Libanon kurzzeitig festgenommen, was die Unifil als Verstoß gegen die Resolution 1701 verurteilte.

Die israelische Armee (Israel Defense Forces, IDF) hat am Dienstagabend einen spanischen Soldaten der Unifil-Friedenstruppe festgenommen, nachdem sie einen Konvoi im Südlibanon blockiert hatte. Der Soldat "wurde nach weniger als einer Stunde wieder freigelassen", heißt es in einer Erklärung der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil). Zugleich hieß es, dass "dies eine eklatante Verletzung des Völkerrechts" darstelle.

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"Jede Beeinträchtigung ihrer Arbeit ist ein Verstoß gegen die Resolution 1701", heißt es in der Erklärung mit Bezug auf die Soldaten der internationalen Mission. "Wir erwarten, dass alle beteiligten Akteure den geschützten Status der UN-Friedenstruppen respektieren", heißt es weiter. Die Formulierung schließt indirekt auch die im Südlibanon operierende pro-iranische Miliz Hisbollah ein.

Die Sprecherin der Mission, Kandice Ardiel, erklärte, dass "die IDF uns mitgeteilt haben, dass sie eine Untersuchung dieses Vorfalls einleiten werden".

Ermittlungen zu den jüngsten Angriffen auf die Blauhelme

In einer ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Erklärung teilte der Sprecher des UN-Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, mit, dass der Tod eines indonesischen Friedenssoldaten am 29. März nach bisherigen Erkenntnissen auf das Feuer eines israelischen Panzers zurückzuführen sei.

Am folgenden Tag wurde ein weiterer Konvoi angegriffen, bei dem zwei weitere indonesische Soldaten ums Leben kamen. Wie alle UN-Missionen stimmt auch Unifil ihre Positionen im Voraus mit den Streitkräften vor Ort ab – in diesem Fall auch mit Israel.

"Der Vorfall vom 30. März, bei dem zwei weitere indonesische Friedenssoldaten ums Leben kamen, ereignete sich nach der Entdeckung eines improvisierten Sprengsatzes in der Nähe, der wahrscheinlich von der Hisbollah gelegt wurde", heißt es in der Erklärung.

"Es handelt sich hierbei um vorläufige Feststellungen, die auf ersten physischen Beweisen beruhen; die vollständigen UN-Untersuchungsprozesse werden fortgesetzt, um jegliche Verantwortlichkeit festzustellen", heißt es abschließend.

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