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LKA ermittelt nach massivem Stromausfall in Reutlingen

Reparaturarbeiten an einem beschädigten Strommast in Berlin, Dienstag, 9. September 2025.
Reparaturarbeiten an einem beschädigten Strommast in Berlin, Dienstag, 9. September 2025. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Nach einem Feuer in einem Umspannwerk ist es in weiten Teilen von Reutlingen zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Erste Hinweise sprechen für mögliche Brandstiftung.

Ein nächtlicher Stromausfall hat Teile von Reutlingen lahmgelegt und Spekulationen über mögliche Sabotage ausgelöst.

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Nach Angaben des Netzbetreibers deuten mehrere Hinweise auf Brandstiftung in einem Umspannwerk hin. So seien drei Brandherde entdeckt sowie Schäden am Zaun und auf dem Gelände der Anlage festgestellt worden, erklärte ein Sprecher von Netze BW.

Die Ermittlungen laufen, auch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg ist eingeschaltet. Der Fall erinnert an den großflächigen Stromausfall in Berlin im Januar, damals bekannte sich eine linksextremistische Gruppe zu dem Brandanschlag. Erst vier Tage später war die Stromversorgung für alle wiederhergestellt. Tausende Berliner suchten bei eisiger Kälte Zuflucht bei Freunden, Bekannten oder in Hotels.

Der Brand und der anschließende Stromausfall in Reutlingen haben bereits Schäden in Millionenhöhe verursacht, heißt es. Wann alle Haushalte in Reutlingen wieder vollständig mit Strom versorgt sein werden, ist weiterhin offen. "Eine belastbare Prognose zur vollständigen Wiederherstellung der Stromversorgung ist derzeit noch nicht möglich", erklärte die Stadt auf ihrer Internetseite.

Derzeit sind noch rund 7.600 Haushalte betroffen, während die Innenstadt und das Krankenhaus inzwischen wieder versorgt werden.

Nach dem Vorfall sind auch Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser-Hilfsdienstes vor Ort. Zur Koordinierung der Hilfe infolge des Stromausfalls arbeitet ein Einsatzstab im Zentrum für Bevölkerungsschutz in Pfullingen, wie die Stadt Reutlingen mitteilte. Zudem unterstützt ein leitender Notarzt den Einsatz.

Insgesamt sind derzeit noch rund 30.000 Menschen betroffen, hieß es bei der Pressekonferenz am Vormittag. "Die Hilfsorganisationen bereiten sich für eine längere Einsatzdauer, die Betreuung von zahlreichen Hilfsbedürftigen sowie die Versorgung von Patienten vor", so die Stadt Reutlingen.

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