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Apple setzt bei Silicon-Valley-Konferenz auf KI-Softwareoffensive

Leuchtendes Apple-Logo an einem Geschäft in der Münchner Innenstadt, Deutschland, am Mittwoch, 16. Dezember 2020.
Das Apple-Logo leuchtet an einem Geschäft in der Innenstadt von München, Deutschland, am Mittwoch, den sechzehnten Dezember 2020. Copyright  AP Photo/Matthias Schrader
Copyright AP Photo/Matthias Schrader
Von Anna Desmarais & AP
Zuerst veröffentlicht am
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Der Technologiekonzern will bald seine Programme enger mit KI verknüpfen und den Sprachassistenten Siri umfassend überarbeiten.

Apple stellt in dieser Woche auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz die Weichen für seine Strategie bei Künstlicher Intelligenz (KI).

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Die Worldwide Developers Conference (WWDC) findet jedes Jahr sowohl online als auch im Apple Park statt und konzentriert sich traditionell auf Software-Updates.

Bereits im Vorfeld warb Apple damit, das KI-Paket Apple Intelligence tief in das neue Betriebssystem iOS 27 einzubauen.

Zu den erwarteten neuen KI-Funktionen zählen Verbesserungen für Image Playground. Der Dienst soll noch lebensnähere Bilder erzeugen. Zudem steht eine überarbeitete Genmoji-Funktion im Raum. Sie würde auf Basis der Fotobibliothek von Nutzerinnen und Nutzern proaktiv personalisierte Grafiken vorschlagen. Das Herzstück dürfte ein grundlegend erneuertes Siri sein, das auf Googles KI-Plattform Gemini läuft.

Apple hat Apple Intelligence, das KI-Paket seiner Technologien, im Jahr 2024 eingeführt. Zunächst integrierte der Konzern dafür OpenAIs ChatGPT in seine Geräte. Inzwischen gibt es jedoch eine Vereinbarung mit Google: Gemini wird zur zentralen KI-Partnerschaft, während ChatGPT als optionales Angebot erhalten bleibt.

Das Unternehmen stand in der Kritik, sich mit der Einführung der Technologie mehr Zeit zu lassen als die Konkurrenz von Samsung und Google. Expertinnen und Experten erklärten Euronews Next jedoch bereits, Apple könne es sich leisten, neue KI-Ansätze in Ruhe zu beobachten, um Kundinnen und Kunden am Ende ein besseres Erlebnis zu bieten als die Rivalen.

Marktbeobachter sagten der Nachrichtenagentur Associated Press, Apple könnte seine KI-Offensive bald auch in neuen Hardware-Kategorien zeigen – etwa bei Faltgeräten, Wearables oder Smart-Home-Produkten. Das dürfte über neue Werkzeuge für Entwicklerinnen und Entwickler und über Ökosystem-Updates laufen, so Gadjo Sevilla, Senior Analyst beim Marktforschungsunternehmen Emarketer.

Sevilla rechnet zudem mit neuen Funktionen für den Sprachassistenten Siri.

Siri solle künftig natürlicher mit Menschen sprechen, mehrere Aufgaben in einem Befehl verstehen und sich mehr an frühere Interaktionen erinnern können, sagte er.

Eine aufgewertete, stärker eigenständig agierende Siri-Version, die Gespräche und Aufgaben über iPhones, Macs und iPads hinweg steuert, könnte so allgegenwärtig werden wie Funktionen wie AirDrop oder Handoff, die das Apple-Ökosystem heute schon zusammenhalten, sagte Sevilla der Associated Press.

Für Apple-Chef Tim Cook ist diese WWDC zugleich die letzte. Er hatte im April seinen Rückzug angekündigt und den Stab an John Ternus weitergereicht, bislang Senior Vice President für Hardware-Entwicklung.

Unter Cook stieg der Börsenwert von Apple auf 4 Billionen US-Dollar (3,44 Billionen Euro). Er übernahm 2011 die Konzernführung, vier Jahre nach dem Start des iPhone, und begleitete dessen Aufstieg zum weltweit dominierenden Smartphone.

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