Wie in einem Actionfilm ist ein 20-Jähriger in Polen auf einem gestohlenen Fahrrad vor der Polizei geflohen - und in ein Fahrrad-Rennen geraten. Und wie ist die Geschichte ausgegangen?
Es war am 12. April - nachmittags. Mehrere Polizeibeamte waren damit beschäftigt, das Radrennen "Ślężański Mnich 2026" in Sobótka im Südwesten Polens abzusichern. Doch dann war beherztes Eingreifen gefragt.
Die Polizisten, die auf der Wettkampfstrecke im Einsatz waren, entdeckten einen jungen Mann, der ihnen aus früheren Eigentumsdelikten bekannt war - einen Einwohner der Gemeinde Sobótka. Der 20-Jährige war mit einem sehr teuren, fast neuen Fahrrad unterwegs.
Spektakulärer Fluchtversuch - an der Spitze des Radrennens
Der junge Mann machte keine Anstalten anzuhalten, als die uniformierten Beamten ihn dazu aufforderten, um den Sachverhalt zu prüfen. Und er begann zu fliehen - auf dem Fahrrad fuhr er direkt in die Strecke eines laufenden Radrennens und setzte seine Fahrt inmitten der Radsportler fort.
Bei seiner sehr schnellen Flucht setzte er sich sogar an die Spitze des Feldes, überholte einige Radprofis und wurde "kurzzeitig" zu einem unerwarteten Konkurrenten.
Dabei begab sich der 20-Jährige in ernsthafte Gefahr - für sich selbst sowie für die Teilnehmer des Rennens und die Sicherheitskräfte. Die Polizeibeamten nahmen sofort die Verfolgung auf, sorgten aber gleichzeitig für die Sicherheit der Radfahrer auf der Strecke.
Während der Flucht versuchte der Mann, die Spuren seiner Tat zu verwischen, indem er ein Fahrradnavigationsgerät an den Straßenrand warf. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd konnten die Beamten ihn jedoch stoppen.
Die Polizeibeamten stellten das gestohlene Fahrrad sicher. Es wurde dem Eigentümer zurückgegeben, nachdem dieser ermittelt worden war. Bei dem Diebesgut handelte es sich um ein neues Fahrrad und ein Navigationsgerät im Gesamtwert von über 28.000 polnischen Zloty, das sind etwa 6.600 Euro.
Der festgenommene 20-Jährige wurde zu dem Diebstahls befragt, den er zugab.
Für die begangene Straftat droht ihm in Polen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.