Beim Raubüberfall vom 19. Oktober im Louvre haben Diebe die Krone der Kaiserin Eugenie auf der Flucht verloren. Das historische Objekt ist fast unversehrt geblieben und kann vollständig restauriert werden, teilte das Museum mit.
Der Louvre kam in dem Schlagzeilen zuletzt nicht besonders gut weg - unter anderem aufgrund des spektakulären Einbruchs und Diebstahls - doch heute gibt es eine gute Nachricht: die Krone der Kaiserin Eugenie ist gerettet.
Auch dieses Erinnerungsstück ist zunächst den Dieben zum Opfer gefallen. Bei der Flucht haben sie den Kopfschmuck der Ehefrau Naopoelons jedoch fallen gelassen und wurde beschädigt. Nun ist die Krone außer Gefahr.
Nachdem sie einige Stunden lang von der Kriminalpolizei für die Ermittlungen aufbewahrt worden war, wurde sie der Abteilung für Kunstgegenstände des Museums übergeben. Seitdem hatte es keine Neuigkeiten mehr gegeben.
Krone der Gemahlin Napoleons kann nach Einbruch restauriert werden
Am Mittwocherklärte das Louvre-Museum, dass dieses symbolträchtige Werk "seine nahezu vollständige Integrität bewahrt hat, was seine vollständige Restaurierung ermöglicht".
"Die Form der Krone wurde zwar verändert, aber die Elemente, aus denen sie sich zusammensetzt, sind fast alle noch vorhanden", fügte das Museum hinzu und wies darauf hin, dass nur ein einziges dekoratives Element fehlt.
Eine vollständige Restaurierung sei daher ohne Rekonstruktion oder Rückgabe möglich. Es werde lediglich darum gehen, das Gerüst wieder in Form zu bringen, so der Louvre.
Die Restaurierung wird nach einer Ausschreibung einem "zugelassenen Restaurator" anvertraut. Ein Expertenrat, der von Laurence des Cars, der Präsidentin und Direktorin des Museums, geleitet wird, kann "die Wahl der Restaurierung und die vorgeschlagene Methode frei beraten".
Vertreter von fünf französischen Juwelierhäusern - Mellerio, Chaumet, Cartier, Boucheron und Van Cleef & Arpels - werden die Aktion ebenso unterstützen.
Juwelen unauffindbar, Streik, steigende Preise
Was die acht gestohlenen Juwelen betrifft, die den französischen Herrscherfamilien des 19. Jahrhunderts gehörten, so haben die Ermittler die Beute, deren wirtschaftlicher Wert allein auf 88 Millionen Euro geschätzt wird, immer noch nicht gefunden. Seit Beginn der Ermittlungen wurden mindestens sieben Personen festgenommen.
Der Diebstahl am 19. Oktober dauerte nur sechs bis sieben Minuten: eine Sicherheitslücke, die in der Öffentlichkeit für Empörung sorgte und viele Fragen über die Verantwortungskette aufwarf.
Seitdem war der Louvre auch von mehreren Tagen sozialer Unruhen geprägt, da die Beschäftigten gegen die als verschlechtert empfundenen Arbeitsbedingungen protestierten, insbesondere gegen Personalmangel und Sicherheitslücken.
Die Museumsleitung erhöhte außerdem den Eintrittspreis für außereuropäische Besucher von 22 € auf 32 €, was einem Anstieg von etwa 45 Prozent entspricht und das meistbesuchte Museum der Welt für das internationale Publikum weniger zugänglich macht.
Der Louvre erklärt, dass diese zusätzlichen Einnahmen, die auf 15 bis 20 Millionen Euro pro Jahr geschätzt werden, zur Finanzierung der Renovierung des Gebäudes und zur Erhöhung der Sicherheit verwendet werden sollen.