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Europas Börsenstars 2026: eine Aktie legt um 947 Prozent zu

Ein Händler gestikuliert an der Börse in Frankfurt am Main
Ein Börsenhändler gestikuliert an der Frankfurter Börse. Copyright  Copyright 2013 AP. All rights reserved.
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Von Piero Cingari
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Von schwedischer Photonik über französische Satelliten bis zu britischen Brennstoffzellen: Das sind die stärksten Aktien des Jahres aus allen Branchen.

Europas Börsen sind turbulent in das Jahr 2026 gestartet.

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Der Leitindex Euro STOXX 600 liegt seit Jahresbeginn um drei Komma fünf Prozent im Plus und bleibt damit hinter dem US-Index S&P 500 zurück, der bislang um acht Prozent gestiegen ist.

Einzelne Aktien verzeichnen jedoch deutlich größere Ausschläge, einige Werte liegen seit Jahresbeginn um mehrere Hundert Prozent vorn.

Zahlreiche Titel haben sich um mehr als einhundert Prozent verteuert. Dahinter stehen der Boom rund um künstliche Intelligenz, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, eine wieder anziehende Nachfrage nach Energieinfrastruktur sowie eine wachsende Anlegerlust auf Rüstungs- und Schlüsseltechnologien.

Der folgende Überblick zeigt Branche für Branche die stärksten Kursgewinner an Europas Börsen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro – was die Unternehmen machen, wie sie Geld verdienen und warum Anleger in ihre Aktien einsteigen.

Technologie: KI-Infrastruktur treibt Chipwerte nach oben

Der schwedische Chiphersteller Sivers Semiconductors ist bislang der größte Börsengewinner Europas. Die Aktie hat sich um 947 Prozent verteuert.

Das Unternehmen entwickelt Photonik- und Halbleiterkomponenten für KI-Rechenzentren und 5G-Netze. Anleger greifen zu, weil die Nachfrage nach optischen Technologien wächst, die die enormen Rechenleistungen von KI-Systemen bewältigen können.

Der Umsatz ist noch überschaubar: 2025 setzte Sivers 304,1 Millionen schwedische Kronen um, rund 27 Millionen Euro, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Volumen potenzieller künftiger Aufträge stieg jedoch um 64 Prozent auf 453 Millionen Dollar (385 Millionen Euro, der Großteil davon im Bereich KI-Photonik.

Zusätzlichen Schub brachte eine Mitteilung von Sivers im April: Das Unternehmen strebt eine Zweitnotierung an der Nasdaq in New York an.

Auch der französische Halbleitermaterial-Spezialist Soitec gehört zu den Überfliegern und legte trotz schwächerer Zahlen zuletzt um 639 Prozent zu.

Der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank auf 160 Millionen Euro, ein Rückgang um 22 Prozent im Jahresvergleich wegen einer schwachen Nachfrage aus der Mobilfunk- und Autoindustrie.

Die Stimmung drehte, weil Investoren stärker auf die Rolle von Soitec in der KI-Lieferkette schauen. Das Unternehmen fertigt extrem dünne Silicon-on-Insulator-Wafer, die Chipkonzerne für Funkchips in Smartphones, für Radarsysteme in Autos und zunehmend für Co-Packaged Optics in KI-Rechenzentren einsetzen.

Anleger wetten zunehmend auf die Zukunft von Soitec. Der Konzern hat bei SOI-Substraten für die Photonik fast ein Monopol – eine Technik, die für die nächste Generation von KI-Infrastruktur, insbesondere für optische Verbindungen in Hyperscale-Rechenzentren, unverzichtbar werden könnte.

Industrie: Wasserstoff und Brennstoffzellen wieder gefragt

In der Industrie haben Investoren Wasserstoff- und Brennstoffzellenwerte wiederentdeckt.

Die in London gelistete Ceres Power, Entwickler von Festoxid-Brennstoffzellen, liegt seit Jahresbeginn 237 Prozent im Plus.

Ceres entwickelt Festoxid-Brennstoffzellen und vergibt Lizenzen für seine Technologie, statt selbst komplette Systeme zu bauen.

Das Unternehmen profitiert vom wachsenden Interesse an alternativen Stromversorgungssystemen für KI-Rechenzentren, vor allem seit der US-Konzern Bloom Energy einen großen Brennstoffzellenvertrag mit Oracle abgeschlossen hat.

Auch der britische Wasserstoffspezialist ITM Power hat kräftig zugelegt, die Aktie stieg um 173 Prozent.

Die Gruppe aus Sheffield baut Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Anleger honorieren steigende Umsätze, bessere Margen und eine Partnerschaft mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall bei synthetischen Kraftstoffen, die in NATO-Lieferketten eingebunden sind.

Zusätzliche Fantasie weckt die geplante Chronos-Produktionslinie. Sie soll bis 2028 eine Kapazität von einem Gigawatt erreichen. Die Finanzierung basiert auf einem britischen Staatszuschuss von 46,5 Millionen Pfund, umgerechnet 53,7 Millionen Euro, der noch von der Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority genehmigt werden muss.

Gesundheit: Klinische Meilensteine und Abnehmspritzen

Die französische Biotechfirma Nanobiotix hat seit Jahresbeginn 89 Prozent gewonnen. Fortschritte in einer spätklinischen Krebsstudie, die Johnson & Johnson unterstützt, stärkten das Vertrauen der Anleger in künftige Meilensteinzahlungen.

Am vierten Mai akzeptierte die US-Arzneimittelbehörde FDA eine Protokolländerung für die zentrale Phase-III-Studie NANORAY-312 bei Kopf-Hals-Tumoren.

Die Änderung streicht eine geplante Zwischenanalyse und senkt die Zahl der Ereignisse, die für die Endauswertung nötig sind. Das könnte Meilensteinzahlungen zeitlich nach vorne ziehen. Nanobiotix kann im Rahmen der 2023 geschlossenen Lizenzvereinbarung mit Janssen Meilensteine in Höhe von „hunderten Millionen“ Dollar erhalten.

Seit der FDA-Entscheidung sprang die Aktie bereits um 44 Prozent nach oben.

Auch Unternehmen, die von dem boomenden Markt für GLP-1-Mittel gegen Fettleibigkeit und Diabetes abhängen, verzeichnen deutliche Kursgewinne.

Der Schweizer Hersteller PolyPeptide legte in diesem Jahr um 51 Prozent zu, da Pharmafirmen sich Produktionskapazitäten für Peptid-Medikamente sichern.

PolyPeptide liefert Wirkstoffe, die in Abnehm- und Diabetesmedikamenten einiger der größten Pharmakonzerne der Welt zum Einsatz kommen.

Der Umsatz stieg 2025 um 15,6 Prozent auf 389 Millionen Euro, auch die Profitabilität verbesserte sich. Das Unternehmen sieht sich weiter auf Kurs, die Erlöse bis 2028 im Vergleich zu 2023 zu verdoppeln.

Die Nachfrage profitiert vom schnellen Wachstum des GLP-1-Marktes. Branchenbeobachter erwarten bis 2034 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von zwölf Komma sieben Prozent.

Kommunikationsdienste: Satelliten und ein Gewinner der KI-Suche

Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat zählt zu den großen geopolitischen Gewinnern dieses Jahres.

Die Aktie liegt 64 Prozent im Plus. Europäische Regierungen suchen verstärkt Alternativen zum Starlink-Netzwerk von Elon Musk, weil sie sich um technologische Souveränität und sichere Kommunikation sorgen.

Das im niedrigen Erdorbit operierende OneWeb-Satellitennetz von Eutelsat zieht immer mehr strategisches Interesse europäischer Politik auf sich. Zugleich steigt die Nachfrage nach Satellitenverbindungen inmitten der anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Parallel dazu gehört die in Kopenhagen ansässige Bewertungsplattform Trustpilot Group (TRST) zu den unerwarteten Profiteuren des Booms bei generativer KI. Die in London notierte Aktie gewann seit Jahresbeginn 57 Prozent.

Der operative Gewinn vervierfachte sich 2025 auf 16 Millionen Dollar, umgerechnet 14,7 Millionen Euro. Haupttreiber war ein Anstieg der Klicks aus KI-Suchmaschinen um 1.490 Prozent im Jahresvergleich.

Laut Daten des Analysehauses Promptwatch rangierte Trustpilot im Januar weltweit auf Platz fünf der am häufigsten von ChatGPT zitierten Domains.

KI-Chatbots greifen zunehmend auf große Datenbanken mit von Menschen verfassten Bewertungen zurück, um Verbraucherfragen zu beantworten. Die Bibliothek von 330 Millionen Rezensionen macht Trustpilot zu einer der maßgeblichen Quellen für KI-generierte Antworten.

Das Unternehmen hat seine Profitabilitätsziele bis 2030 nach oben geschraubt.

Analysten der Royal Bank of Canada bezeichneten die Plattform kürzlich als „einen Gewinner der KI-Entwicklung“.

Öl, Schifffahrt und Tourismus: Nahost-Konflikt verändert die Märkte

Der Konflikt rund um die Straße von Hormus stellt 2026 auch die europäischen Märkte neu auf.

Der nigerianische Produzent Seplat Energy, in London und Lagos gelistet, profitiert von höheren Ölpreisen. Die Aktie stieg um 97 Prozent.

Vorstandschef Roger Brown sagte vor Investoren: „Der Konflikt im Nahen Osten hat die Perspektiven für die Öl- und Gasbranche im Jahr 2026 dramatisch verändert – und möglicherweise darüber hinaus.“

Gleichzeitig legte der in Luxemburg ansässige Tankerbetreiber d’Amico International Shipping um 84 Prozent zu, weil Frachtschiffe wegen Störungen der Schifffahrtswege längere und teurere Routen fahren müssen.

Der Nettogewinn im ersten Quartal 2026 sprang im Jahresvergleich um 45,6 Prozent auf 27,5 Millionen Dollar, rund 25,2 Millionen Euro. Die durchschnittliche Tagesrate im Spotmarkt kletterte um 53 Prozent auf 32.264 Dollar, 29.610 Euro, wie aus der Ergebnispräsentation vom siebten Mai hervorgeht.

Zur selben Zeit gewann Spaniens größte Hotelkette Meliá Hotels 43 Prozent an Wert.

Der Umsatz im ersten Quartal 2026 stieg um 3,8 Prozent auf 461,6 Millionen Euro. Laut Unternehmen wählen Reisende zunehmend Mittelmeerziele wie Spanien statt bestimmter Regionen im Nahen Osten.

Vorstandschef Gabriel Escarrer berichtete den Aktionären, dass die Sommerbuchungen für die Luxusresorts und Stadthotels der Gruppe in Spanien zweistellig wachsen. Für das zweite Quartal erwartet Meliá ein Plus beim Erlös je verfügbarem Zimmer (RevPAR) im hohen einstelligen Prozentbereich.

Finanzen: Versicherer und Reiseanbieter holen auf

Kroatiens größter Versicherer, Croatia Osiguranje, bringt es auf eine Marktkapitalisierung von rund einer Milliarde Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Kursanstieg von 62 Prozent. Das Unternehmen profitiert vom neuen Interesse internationaler Anleger an Kroatien, seit das Land den Euro eingeführt hat und dem Schengen-Raum angehört.

Croatia Osiguranje ist in mehreren Balkanmärkten aktiv, darunter Slowenien, Serbien und Nordmazedonien.

Zu den Gewinnern der vergangenen Monate gehört auch die britische Gruppe Saga. Ihre Aktie legte seit Jahresbeginn um 54 Prozent zu.

Saga ist eine britische Verbrauchermarke, die sich an Menschen über fünfzig richtet.

Das Unternehmen verkauft Pauschalreisen, Hochsee- und Flusskreuzfahrten mit eigenen Schiffen, Auto- und Hausversicherungen sowie Finanzprodukte für diese Zielgruppe. Das bis zum 31. Januar 2026 laufende Geschäftsjahr bezeichnete das Management als „transformativ“: Der Konzern meldete höhere Gewinne und geringere Schulden.

Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft und eine Neuaufstellung des Versicherungsgeschäfts stärkten das Vertrauen der Anleger.

Kupfer, Erneuerbare und Europas Energiewende

Unternehmen, die von Elektrifizierung und erneuerbaren Energien abhängen, ziehen ebenfalls Kapital an.

Der rumänische Energieinfrastrukturbetreiber Premier Energy hat seinen Börsenwert verdoppelt, nachdem er seine Batterie- und Erneuerbarenprojekte in Südosteuropa ausgebaut hat.

Die spanische Versorgergruppe Cox ABG Group legte um 53 Prozent zu, nachdem sie eine große Übernahme der mexikanischen Erneuerbarenplattform von Iberdrola angekündigt hatte.

Materialien: Kupfer und Stahl profitieren von struktureller Nachfrage

Klöckner & Co SE, einer der größten unabhängigen Stahl- und Metalldistributeure Europas, verzeichnet seit Jahresbeginn einen Kursanstieg von 55 Prozent.

Auslöser der Rally waren bessere Zahlen für 2025 und ein Übernahmeangebot des US-Unternehmens Worthington Steel, das elf Euro je Aktie bietet und seinen Anteil inzwischen auf 58,78 Prozent aufgestockt hat.

Anleger spekulieren nun darauf, dass ein möglicher Beherrschungsvertrag oder ein Squeeze-out später zu höheren Abfindungen für Minderheitsaktionäre führen könnte. Das treibt den Kurs bereits über den aktuellen Angebotspreis hinaus.

Parallel dazu gewann der Hamburger Kupferkonzern Aurubis, Europas größter Kupferproduzent und einer der weltweit größten Kupferrecycler, in diesem Jahr 50 Prozent an Börsenwert.

Am achten Mai hob Aurubis seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 bereits zum zweiten Mal an. Gründe sind anhaltend hohe Kupferpreise, eine robuste Nachfrage aus KI-Rechenzentren, Elektrifizierung und erneuerbaren Energien sowie höhere Erlöse aus dem Verkauf von Schwefelsäure, einem wichtigen Nebenprodukt der Kupferhütten.

Erneuerbare und Europas Energiewende

Unternehmen, die von Elektrifizierung und erneuerbaren Energien abhängen, ziehen ebenfalls Kapital an.

Eines davon ist der rumänische Energieinfrastrukturbetreiber Premier Energy, dessen Börsenwert sich seit Jahresbeginn verdoppelt hat. Die Gruppe besitzt oder betreibt mehr als 1.500 Megawatt an Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Quellen und baut ihre Batterie- und Ökostromprojekte in Südosteuropa weiter aus.

Im Mai 2026 begann das Unternehmen mit dem Bau eines Batteriespeichersystems mit 200 Megawatt Leistung und 400 Megawattstunden Kapazität im Nordosten Rumäniens nahe Iași. Das Projekt kostet rund 75 Millionen Euro und zählt zu den größten seiner Art in Südosteuropa.

Ein weiterer Gewinner in diesem Segment ist die in Sevilla ansässige Cox ABG Group. Ihre Aktie liegt seit Jahresbeginn 53 Prozent im Plus. Der integrierte Wasser- und Ökostromversorger ist in Lateinamerika, Spanien und Afrika aktiv und betreibt auch Entsalzungsanlagen sowie Anlagen zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

Der Kurs zog vor allem an, nachdem das Unternehmen den Kauf der mexikanischen Erneuerbarenplattform von Iberdrola angekündigt hatte.

Lebensmittel- und Getränkehersteller

Die belgische Getränkegruppe Spadel SA (SPA) verzeichnet bislang einen Kursanstieg von 46 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen für 2025 starke Zuwächse bei Umsatz und Gewinn gemeldet.

Spadel besitzt unter anderem die Mineralwassermarken Spa und Bru. Die Nachfrage profitiert davon, dass viele Verbraucher weniger Alkohol und zuckerhaltige Limonaden trinken.

Auch die Aktie von M.P. Evans Group (MPE) legte 2026 um 46 Prozent zu. Das Unternehmen betreibt Palmölplantagen in Indonesien und profitierte von hohen Palmölpreisen sowie Rekordgewinnen im Jahr 2025. Nach den starken Ergebnissen erhöhte M.P. Evans zudem seine Dividende.

Immobilienunternehmen im Aufwind

Der in Madrid ansässige Immobilieninvestor Emperador Properties, eine spanische Immobiliengesellschaft in REIT-Struktur, gewann in diesem Jahr 45 Prozent hinzu. Anleger setzen darauf, dass sich der Büromarkt in Spanien wieder erholt.

Emperador verwaltet rund 167.719 Quadratmeter erstklassiger Büroflächen, die im Juni 2025 mit etwa einer Milliarde Euro bewertet wurden. Im selben Monat baute das Unternehmen sein Portfolio mit dem Erwerb eines 50-Prozent-Anteils am Madrider Projekt Torre Caleido aus.

Parallel dazu kletterten die Anteile des Einkaufszentrumsbetreibers Castellana Properties SOCIMI um 34 Prozent. Das Unternehmen meldete kräftige Gewinnzuwächse und Rekordbesucherzahlen in seinen Einkaufszentren in Spanien und Portugal. Zudem wuchs Castellana in diesem Jahr durch den Kauf des Shoppingcenters Berceo im Norden Spaniens.

Drei Trends hinter Europas Börsengewinnern

Drei große Trends erklären einen Großteil der diesjährigen Überflieger.

Erstens der Ausbau der künstlichen Intelligenz – weniger bei den Chipentwicklern selbst, sondern bei den Zulieferern entlang der Wertschöpfungskette. Sie liefern die Infrastruktur für KI-Systeme, von Photonik über Stromversorgung und Kupfer bis zur Datenanbindung.

Zweitens die Geopolitik. Die Blockade der Straße von Hormus seit dem achtundzwanzigsten Februar hat Öl, Schifffahrt und Tourismus neu bepreist: Afrikanische Produzenten wie Seplat verkaufen ihr Rohöl in einem knappen Markt, Frachtraten für Produktentanker wie bei d’Amico steigen wegen längerer Routen auf Rekordniveaus, und der Mittelmeertourismus – etwa bei Meliá – profitiert von einer Umleitung der Nachfrage weg vom Nahen Osten.

Drittens spielt die Lust der Investoren auf Unternehmensdeals und Bewertungsfantasie eine Rolle – Übernahmen, Rückkäufe und andere Auslöser, die wenig mit dem laufenden Geschäft zu tun haben: das US-Angebot für Klöckner, der Druck aktivistischer Investoren, um bei Rocket Internet den Abschlag zum Nettovermögenswert zu verringern, oder der Iberdrola-Deal, der Cox ABG neu positioniert hat.

Hinweis: Diese Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Prüfen Sie stets selbst, ob eine Investition zu Ihrer persönlichen Situation passt. Wir sind ein journalistisches Angebot und wollen auf Basis von Expertinnen- und Expertenwissen Orientierung, Tipps und Einordnungen geben. Wer ausschließlich auf die Angaben auf dieser Seite vertraut, handelt auf eigenes Risiko.

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