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Europas Hitze: Solarstrom steigt an heißen Tagen um bis zu 17 Prozent

Bodenmontierte Solarmodule unter blauem Himmel.
Aufgeständerte Solarmodule unter blauem Himmel. Copyright  American Public Power Association via Unsplash.
Copyright American Public Power Association via Unsplash.
Von Liam Gilliver
Zuerst veröffentlicht am
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Laut einer neuen Analyse federt der Boom bei Solarstrom den stark gestiegenen Energiebedarf in Europas Hitzeperioden ab.

Solarstrom trägt derzeit die Hauptlast, damit Europa seinen Energiebedarf trotz einer Serie extremer Hitzewellen decken kann.

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Eine neue Analyse des Energie-Thinktanks Ember zeigt, dass die Solarstromproduktion in europäischen Ländern an Hitzewellentagen im Juni und Juli um bis zu 17 Prozent gestiegen ist.

Forscher betonen, dass dies das Stromnetz stützte, als der Strombedarf an sehr heißen Tagen um bis zu ein Viertel zunahm. Hitzewellen führen oft zu einem sprunghaften Anstieg des Stromverbrauchs, weil plötzlich mehr gekühlt wird – vor allem durch energieintensive Klimaanlagen (A/C-Geräte).

Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass Raumkühlung – vor allem Klimaanlagen und Ventilatoren – im Jahr 2022 rund sieben Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmachte. Selbst in Ländern, in denen nur wenige Haushalte Klimaanlagen besitzen, schießt der Energiebedarf in die Höhe, wenn extreme Temperaturen herrschen.

Während der frühen Hitzewellen des Sommers 2025 verzeichnete Frankreich abends eine Stromnachfrage, die wegen des Einsatzes von Klimaanlagen 25 Prozent über dem Durchschnitt der Nebensaison lag.

Hitzewellen: Solarstrom liefert mehr als üblich

Laut Ember stieg während der Hitzewelle Ende Juni die tägliche Stromnachfrage in Italien um bis zu 28 Prozent, in Ungarn um 23 Prozent, in Frankreich um 14 Prozent und in Spanien um 13 Prozent, verglichen mit den Tagen vor der Hitzewelle.

Mit dem hitzebedingten Mehrbedarf war Solarstrom die einzige große Energiequelle, die „besser als üblich“ abschnitt. Im Vergleich zu anderen Tagen im Juni und Juli lag die durchschnittliche tägliche Solarproduktion während der Hitzewellen in Frankreich und Ungarn 17 Prozent höher, in Spanien fünf Prozent höher und in Italien auf demselben Niveau.

„Solarstrom übernimmt schon jetzt den Großteil der Last während Hitzewellen, doch die eigentliche Herausforderung beginnt nach Sonnenuntergang“, sagt der leitende Energieanalyst Chris Rosslowe.

„Am Abend, wenn der Kühlbedarf weiterhin hoch ist, ist das Stromnetz am stärksten auf teure Gaskraftwerke angewiesen.“

Gluthitze in Europa: Folgen für die Energieversorgung

Die aufeinanderfolgenden Hitzewellen in Europa, die Wissenschaftler ohne den Klimawandel als „praktisch unmöglich“ einstufen, haben auf dem gesamten Kontinent großflächige Dürren ausgelöst.

Niedrige Wasserstände der Donau zwangen Ungarn, die Stromproduktion seiner Atomkraftwerke zu drosseln, während Fachleute warnen, dass die Wasserkraft im Alpenraum einem „historischen Tiefstand“ nahekommt.

Auch fossile Energieträger leiden unter der Trockenheit: Polen musste die Leistung eines kohlebefeuerten Kraftwerks reduzieren, weil der Wasserstand der Weichsel kritisch niedrig war.

Während der Hitzewellen Ende Juni und Anfang Juli lagen die durchschnittlichen täglichen Strompreise in Ungarn 119 Prozent, in Frankreich 44 Prozent, in Italien 13 Prozent und in Spanien sieben Prozent über vergleichbaren Tagen in den Wochen zuvor.

Fachleute sehen in diesem Preissprung einen weiteren Beleg für den Bedarf an Batteriespeichersystemen, die verhindern können, dass überschüssiger Solarstrom ungenutzt bleibt.

„Solar rettet den Tag, Batteriespeicher können den Abend retten“, sagt Rosslowe.

„Gemeinsam sind sie eines der klarsten Mittel, um Europas Stromsystem für heißere Sommer widerstandsfähiger zu machen. Wenn die Solarproduktion während Hitzewellen steigt und andere Energiequellen an ihre Grenzen geraten, bringen Speicher diesen günstigen Strom in den Abend hinein.“

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