Aktuell bieten rund 50 US-Botschaften und Konsulate in Afrika Visadienste an. Medienberichten zufolge soll ihre Zahl in den nächsten Wochen auf rund 20 reduziert werden.
Die US-Regierung will die Visavergabe in Afrika nach Medienberichten deutlich einschränken. Künftig sollen nur noch 20 US-Botschaften und -Konsulate auf dem Kontinent Visa für Reisen in die USA bearbeiten.
Der Schritt ist Teil der Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump. Die Regierung will die Zuwanderung begrenzen und stärker gegen Menschen vorgehen, die mit einem befristeten Visum in die USA einreisen und anschließend im Land bleiben. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtet, hat Außenminister Marco Rubio vergangene Woche einer Weisung zugestimmt, die konsularischen Dienstleistungen in Afrika auf 20 regionale Zentren konzentrieren soll.
In allen anderen Vertretungen sollen die Visadienste weitgehend eingestellt werden. Dem Bericht zufolge informierte das Außenministerium US-Diplomatinnen und -Diplomaten bei einer Telefonkonferenz am Freitag über die geplanten Änderungen. Derzeit bearbeiten rund 50 US-Botschaften und -Konsulate in Afrika Visaanträge. Diese Zahl soll in den kommenden Wochen auf 20 reduziert werden. Ein konkreter Termin wurde bislang nicht genannt. Die Umstellung wird jedoch noch im Juni erwartet.
Für Antragsteller könnte das längere Anreisen und höhere Kosten bedeuten. Wer in einem Land ohne Visazentrum lebt, müsste künftig zu einem der 20 Standorte reisen, um ein Visum zu beantragen. Die betroffenen Konsularabteilungen sollen zwar geöffnet bleiben, sich jedoch auf einen eingeschränkten Aufgabenbereich konzentrieren.
Dazu gehören Passangelegenheiten für US-Staatsbürger, Notfälle, diplomatische Visa sowie Fälle von besonderem nationalem Interesse. Die Regierung Trump hat seit ihrem Amtsantritt bereits Personal in Botschaften und Konsulaten weltweit abgebaut.