Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Selenskyj-Brief mit Altershieb? Putin: "Kein Sinn in Treffen" wegen "Elementen der Unhöflichkeit"

Wladimir Putin spricht auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg am fünften Juni 2026
Wladimir Putin spricht auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg am 5. Juni 2026. Copyright  AP Photo/Dmitri Lovetsky
Copyright AP Photo/Dmitri Lovetsky
Von Павел Барсуков mit AFP, AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Wolodymyr Selenskyj hat einen Brief an Wladimir Putin geschrieben - ein Versuch, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Putin wiederum will in dem Brief „Elemente von Unhöflichkeit“ entdeckt haben, die einem Treffen im Weg stehen würden.

"Derzeit sehe ich keinen Sinn in einem Treffen mit Selenskyj", erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin als Reaktion auf den Brief des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

WERBUNG
WERBUNG

Am Donnerstag hat Selenskyj einen offenen Brief veröffentlicht.

Putin wiederum will in dem Brief „Elemente von Unhöflichkeit“ entdeckt haben. Selenskyj habe unter anderem auf das Alter des dreiundsiebzigjährigen russischen Präsidenten und seine lange Zeit an der Macht angespielt.

„Es ist unklar, ob das ein Versuch ist, Voraussetzungen für ein persönliches Treffen und Gespräche zu schaffen, oder ob damit eine Lage entsteht, in der persönliche Treffen überhaupt unmöglich werden. Eher Letzteres“, sagte Wladimir Putin.

Der russische Präsident sprach auf dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg. Grundsätzlich habe er „niemals ein Treffen“ mit Selenskyj abgelehnt, betonte er. Russland brauche aber konkrete Vereinbarungen und nicht „endlose Gespräche ohne Ergebnis“: „Sollen die Experten arbeiten und Lösungen ausarbeiten, dann können wir uns treffen.“

Zugleich räumte Putin ein, er habe den Brief nur „flüchtig“ überflogen. Während seiner Rede in Sankt Petersburg erwähnte er den „Verfasser des Schreibens“ kein einziges Mal namentlich.

Selenskyj nennt Putins Reaktion „schwache Antwort“

„Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg“ – so reagierte der ukrainische Präsident auf Putins Worte. Er nannte Putins Reaktion eine „schwache Antwort“, die „viele in der Welt enttäuscht“ habe.

„Er will nichts ändern, er will nicht anerkennen, dass dieser Krieg nur ihm und denen gefällt, die Geld aus ihm ziehen. Also muss es in Russland weniger Geld geben und mehr Druck auf Russland“, schloss Wolodymyr Selenskyj.

In den vergangenen vier Jahren gab es mehrfach Vorstöße für ein persönliches Treffen der Präsidenten beider Länder. Weiter als bis zu solchen Vorschlägen ist es jedoch nie gekommen.

Wladimir Putin hatte zuvor erklärt, die Kampfhandlungen könnten erst enden, wenn „Russland seine Aufgaben erfüllt“ habe. Dazu zählte er die Kontrolle über die Ostregionen der Ukraine und weitreichende militärische und politische Beschränkungen für Kyjiw.

Die Ukraine und ihre Verbündeten halten solche Bedingungen für kategorisch unannehmbar.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Russland rationiert Benzin nach Drohnenattacken der Ukraine auf Raffinerien – Kreml wiegelt ab

Vor Armeniens Schicksalswahl: EU stellt sich hinter Paschinjan

Moskau holt zum Schlag aus – das droht jetzt Kreml-Kritikern im Exil