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Israel greift Libanon an, doch Trump sieht Iran-Abkommen in 2-3 Tagen

US-Präsident Donald Trump spricht mit Reportern, bevor er am John-F.-Kennedy-Flughafen in New York am neunten Juni 2026 in die Air Force One steigt.
US-Präsident Donald Trump spricht am John F. Kennedy International Airport in New York mit Reportern, bevor er in die Air Force One steigt, am neunten Juni 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Aleksandar Brezar
Zuerst veröffentlicht am
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US-Präsident Donald Trump gibt sich optimistisch, dass in den kommenden Tagen ein Abkommen mit Iran erzielt werde, um den Krieg zu beenden. Allerdings greift Israels Armee gleichzeitig die Stadt Tyrus im Libanon an.

US-Präsident Donald Trump hat sich am Dienstag erneut optimistisch zu den Verhandlungen mit Iran geäußert. Es gebe eine "gute Chance", dass in "zwei oder drei Tagen" ein Abkommen unterschrieben werde.

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"Wir sind sehr nah dran an einem sehr, sehr guten, starken, kraftvollen Abkommen“, sagte Trump - kurz nachdem Teheran etwa 30 Luftangriffe gegen Israel durchgeführt und die israelische Armee Ziele in Iran bombardiert hatte.

Der US-Präsident deutete an, dass er die Angriffe seiner Armee nicht wieder aufnehmen möchte, besonders weil das die wichtige Straße von Hormus noch länger blockieren würde.

"Wenn wir losziehen und bombardieren – was wir sehr leicht tun könnten, wenn wir wollten, und wenn wir noch zwei oder drei Wochen weiter bombardieren –, dann bleibt ihnen überhaupt nichts mehr. Aber die Meerenge wäre für Monate geschlossen.“

"Wenn wir bombardieren, werden viele Menschen sterben, das wissen Sie. Wer will das? Ich nicht“, sagte der US-Präsident vor Journalistinnen und Journalisten am New Yorker Flughafen John F. Kennedy, nachdem er am Montagabend dort die NBA-Finals verfolgt hatte - und ausgebuht worden war.

Trump machte keine genaueren Angaben für seinen neuen Optimismus.

Vermittlerinnen und Vermittler, angeführt vor allem von Pakistan, versuchen seit Wochen, ein Abkommen zustande zu bringen. Doch sowohl Iran als auch die USA bleiben hart.

Die USA verlangen, dass Iran seine Vorräte hoch angereicherten Urans aufgibt. Das Material gilt trotz der US-amerikanischen Luftangriffe im zwölf Tage dauernden Konflikt im Sommer 2025 weiterhin als in unterirdischen Anlagen im Land eingeschlossen.

Iran lehnt das ab und fordert im Gegenzug die Aufhebung von Sanktionen. Außerdem verlangt Teheran die Freigabe eingefrorener Guthaben noch vor einem endgültigen Abkommen – eine Forderung, die Trump zurückweist.

Kämpfe in Libanon gefährden US-Iran-Abkommen weiterhin

An diesem Dienstag war die Stadt Tyrus in Libanon das Ziel israelischer Lufangriffe. Dabei gab es laut libanesischen Quellen mehrere Tote.

Zuvor hatte Israels Militär eine Evakuierungswarnung für die südlibanesische Hafenstadt Tyrus ausgegeben – einschließlich des christlichen Viertels, das bislang von Luftangriffen verschont geblieben war.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Israel die Bewohnerinnen und Bewohner von Tyrus gewarnt, man gehe davon aus, dass sich unter ihnen Hisbollah-Mitglieder befänden. Viele libanesische Zivilisten waren in die Viertel geflohen, als israelische Angriffe in den vergangenen zwei Wochen die Mittelmeerküste trafen.

Nach der Warnung der vergangenen Woche verlegte die libanesische Armee Truppen in das christliche Viertel von Tyrus. Sie wollte damit israelische Angriffe verhindern und zugleich zeigen, dass Hisbollah dort keine bewaffnete Präsenz hat.

Avichay Adraee, der arabischsprachige Sprecher der israelischen Armee, schrieb jedoch am Montag auf X, das Militär werde „bald gegen ihre terroristischen Aktivitäten in dem Viertel vorgehen müssen“.

Zuvor hatten sie sich erstmals seit der von den USA vor zwei Monaten mit Teheran vereinbarten Waffenruhe wieder beschossen. Beide Länder warnten jedoch, sie seien zu Vergeltungsschlägen bereit, falls sie provoziert würden.

Die neuen Gefechte nähren die Sorge, dass der Nahe Osten erneut in einen offenen Krieg stürzen könnte. Nach den Angriffen forderte Trump Israel und Iran zu einem sofortigen Ende der Kämpfe auf.

Kurz darauf veröffentlichte das gemeinsame Kommando der iranischen Streitkräfte eine Erklärung, wonach Iran seine Offensivschläge einstelle. Zugleich drohte es, weitere „Aggressionen und feindliche Handlungen“ Israels und seiner Unterstützer, auch im Süden des Libanon, mit „noch viel härteren und vernichtenderen Maßnahmen als bisher“ zu beantworten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte in einer Videoansprache, die aktuelle Runde der Gefechte sei im Wesentlichen vorbei. Zugleich warnte er, falls Iran „den Fehler begeht und wieder angreift, werden wir mit Gewalt antworten“.

Netanjahu betonte, Israel setze seine Operationen im Libanon gegen die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz fort. Sein Land habe „das volle Recht auf Selbstverteidigung, und wir werden es in dem Maße ausschöpfen, wie es nötig ist“.

Apache stürzt nahe Straße von Hormus ab

Unterdessen ist ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee nahe der Straße von Hormus abgestürzt. Trump erklärte, die beiden Besatzungsmitglieder an Bord seien nach dem Zwischenfall "wohlauf“. Die strategisch wichtige Wasserstraße steht weiterhin unter der Kontrolle Irans.

Die Ursache des Absturzes war zunächst noch unklar. Irans Staatsmedien bestätigten den Vorfall unter Berufung auf ausländische Berichte, ohne weitere Details zu nennen.

Seit die USA und Israel am 28. Februar 2026 mit Angriffen auf Iran begonnen haben, erschüttert der Krieg die Weltwirtschaft. Die Energiepreise sind weltweit gestiegen, und viele Grundgüter wie Lebensmittel haben sich deutlich verteuert.

Den Verantwortlichen ist es bisher nicht gelungen, die Waffenruhe aus dem April in ein Abkommen zur endgültigen Beilegung des Konflikts zu überführen. Zugleich intensiviert Israel seinen Militäreinsatz im Libanon gegen die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz und weitet ihn aus.

Trump ging auf den Absturz ein und sagte: "Den Piloten geht es gut, ja. Niemand ist verletzt. Wir werden morgen einen Bericht vorlegen. Aber den Piloten geht es gut.“

Apache-Hubschrauber sind ein zentrales Element des US-Militärs bei der Durchsetzung der Blockade gegen iranische Rohölexporte und Tanker. Washington will Teheran damit zu einem Abkommen drängen.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate setzten die Hubschrauber im Iran-Krieg ein, um Drohnen Teherans abzuschießen.

Weitere Quellen • AP

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