Neues Ranking: Schweiz und Luxemburg führen bei Europas teuersten Immobilienmärkten. In Zürich kosten Wohnungen mehr als doppelt so viel wie in Paris.
Die teuersten Immobilienmärkte Europas konzentrieren sich auf eine überraschend kleine Ecke des Kontinents.
Neue Daten des Portals Global Property Guide zeigen: Vier der fünf teuersten Städte für Wohnimmobilien liegen in der Schweiz und in Luxemburg. An der Spitze steht Zürich mit mehr als 18.000 € pro Quadratmeter.
Hier die zehn teuersten Wohnungsmärkte Europas, vom zehnten bis zum ersten Platz.
10) Stockholm: Durchschnittspreis 8.380 €/m²
Die schwedische Hauptstadt eröffnet die Top Ten mit einer der deutlichsten Erholungen am Immobilienmarkt in Europa.
Stockholm erstreckt sich über vierzehn Inseln, dort, wo der Mälarsee auf die Ostsee trifft. Die Stadt verbindet einen der höchsten Lebensstandards Europas mit einem stark verknappten Wohnungsmarkt.
Apartments kosten im Schnitt 8.380 € pro Quadratmeter, ein Plus von 7,2 % binnen eines Jahres und 17,0 % innerhalb von zwei Jahren. Die Erholung fällt umso bemerkenswerter aus, da der schwedische Immobilienmarkt nach dem Zinsanstieg im Jahr 2022 stark eingebrochen war.
Im übrigen Schweden sind Wohnungen deutlich günstiger. In Göteborg liegen die Preise im Schnitt bei 4.428 € pro Quadratmeter, in Malmö bei 3.369 €.
Stockholm gehört damit weiter zu den teuersten Orten Nordeuropas für den Kauf von Wohneigentum.
9) Kopenhagen: Durchschnittspreis 8.405 €/m²
Die dänische Hauptstadt, berühmt für die bunte Nyhavn-Uferpromenade, ihr dichtes Radwegenetz und eine Restaurantszene von Weltrang, verzeichnet im Ranking der Top Ten den schnellsten Preisanstieg.
Im Schnitt kosten Wohnungen 8.405 € pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 14,3 % binnen eines Jahres und 24,0 % innerhalb von zwei Jahren – der stärkste Zuwachs unter allen Städten in dieser Liste.
Der Gegensatz zum übrigen Dänemark ist deutlich. In Aarhus, der zweitgrößten Stadt des Landes, sind die Preise im vergangenen Jahr um 16,7 % auf 4.128 € pro Quadratmeter gefallen. In Odense und Aalborg, den dritt- und viertgrößten Städten des Landes, bleiben sie jeweils unter 2.800 €.
8) Oslo: Durchschnittspreis 9.332 €/m²
Norwegens Hauptstadt hat eine der kräftigsten Erholungen der Wohnungsmärkte in Europa hingelegt.
Die am Ende des Oslofjords gelegene Stadt verbindet nordische moderne Architektur mit einigen der höchsten Haushaltseinkommen auf dem Kontinent.
Durchschnittlich kosten Wohnungen 9.332 € pro Quadratmeter, 6,3 % mehr als vor einem Jahr und 14,0 % mehr als vor zwei Jahren.
Die größte Dynamik zeigt sich inzwischen jedoch außerhalb der Hauptstadt. In Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, sind die Preise im vergangenen Jahr um 22,4 % auf 6.160 € pro Quadratmeter gestiegen. Trondheim, die drittgrößte Stadt, verzeichnet ein Plus von 12,8 % auf 5.275 €.
7) Amsterdam: Durchschnittspreis 9.437 €/m²
Das Grachtenviertel aus dem 17. Jahrhundert macht Amsterdam zu einer der teuersten Wohnadressen Europas.
Eine chronische Wohnungsknappheit, strenge Bauvorschriften und starke internationale Nachfrage treiben die Preise in Amsterdam weiter nach oben.
Im Schnitt kosten Wohnungen 9.437 € pro Quadratmeter, 13,0 % mehr als vor einem Jahr und 19,2 % mehr als vor zwei Jahren.
Für Käuferinnen und Käufer wirkt die niederländische Hauptstadt immer mehr wie ein knappes Luxusgut und immer weniger wie ein normaler Wohnungsmarkt.
6) Paris: Durchschnittspreis 9.490 €/m²
Paris bleibt einer der bekanntesten Immobilienmärkte der Welt. Anders als in den meisten Städten in diesem Ranking sinken die Preise jedoch.
Im Schnitt kosten Wohnungen 9.490 € pro Quadratmeter. Das sind 0,3 % weniger als vor einem Jahr und 7,3 % weniger als vor zwei Jahren – Paris schneidet damit in den Top Ten am schwächsten ab.
Vom erhofften Aufschwung nach den Olympischen Spielen ist bisher nichts zu sehen. Höhere Finanzierungskosten bremsen die Nachfrage.
Trotzdem liegen die Preise deutlich über dem Niveau im übrigen Frankreich: In Lyon kosten Wohnungen im Schnitt 4.551 € pro Quadratmeter, in Bordeaux 4.443 € und in Nantes 3.376 €.
5) Bern: Durchschnittspreis 9.952 €/m²
Bern gilt als der diskreteste Luxusmarkt der Schweiz.
Die Bundesstadt mit ihrer UNESCO-geschützten Altstadt ist die günstigste der vier Schweizer Städte in dieser Liste, doch die Preise liegen immer noch nahe bei 10.000 € pro Quadratmeter.
Im Schnitt erreichen Wohnungen 9.952 € pro Quadratmeter. Das ist 0,7 % weniger als vor einem Jahr, aber 4,5 % mehr als vor zwei Jahren.
Hohe Vermögen der Haushalte, politische Stabilität und ein knappes Angebot stützen die Nachfrage auf dem gesamten Schweizer Immobilienmarkt.
4) Luxemburg-Stadt: Durchschnittspreis 10.941 €/m²
Luxemburg, gemessen am Pro-Kopf-BIP das reichste Land Europas, beherbergt zugleich einen der teuersten Wohnungsmärkte des Kontinents.
In Luxemburg-Stadt, einem der führenden Finanzzentren Europas, kosten Wohnungen im Schnitt 10.941 € pro Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von 0,9 % binnen eines Jahres und 6,9 % über zwei Jahre. Der Markt verdaut damit weiter ein Jahrzehnt außergewöhnlicher Preissteigerungen.
Selbst nach der jüngsten Korrektur gehört Luxemburg zu den wenigen Städten Europas, in denen eine typische Einzimmerwohnung leicht mehr als 1 Million € kostet.
3) Luzern: Durchschnittspreis 12.066 €/m²
Luzern ist vielleicht die größte Überraschung in diesem Ranking.
Die Stadt liegt an einem der spektakulärsten Orte Europas, dort, wo der Vierwaldstättersee auf die Ausläufer der Alpen trifft.
Obwohl Luzern deutlich kleiner ist als Zürich oder Genf, kosten Wohnungen im Schnitt 12.066 € pro Quadratmeter, 7,3 % mehr als vor einem Jahr.
Ein knappes Angebot, die begehrte Lage und eine starke Nachfrage aus dem In- und Ausland stützen die Preise weiter.
2) Genf: Durchschnittspreis 16.819 €/m²
Die Spitzenposition Genfs im Ranking spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage aus einem der wohlhabendsten Arbeitsmärkte Europas wider.
Die Stadt beherbergt die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation, das Rote Kreuz und zahlreiche Privatbanken. Entsprechend zieht sie einige der weltweit bestverdienenden Fachkräfte an.
Im Schnitt kosten Wohnungen 16.819 € pro Quadratmeter, 3,4 % mehr als vor einem Jahr und über zwei Jahre betrachtet weitgehend stabil.
Selbst auf diesem Niveau bleibt das Angebot äußerst knapp. Das festigt Genfs Status als einen der exklusivsten Immobilienmärkte Europas.
1) Zürich: Durchschnittspreis 18.229 €/m²
Zürich bleibt die teuerste Stadt Europas für Wohnimmobilien. Im Schnitt kosten Wohnungen hier 18.229 € pro Quadratmeter.
Die Preise sind binnen eines Jahres um 4,2 % und über zwei Jahre um 11,7 % gestiegen – obwohl sie bereits von einem außergewöhnlich hohen Niveau aus starteten.
Zürich ist Sitz der größten Schweizer Banken, der Börse und einer mächtigen Vermögensverwaltungsbranche. Die Stadt verbindet finanzielle Schlagkraft, politische Stabilität und chronischen Wohnungsmangel.
Das Ergebnis ist ein Immobilienmarkt, der in Europa seinesgleichen sucht.
Zürich ist 2026 nicht nur der teuerste Wohnungsmarkt des Kontinents, sondern baut seinen Vorsprung auf den Rest Europas weiter aus.