In Balaschicha nahe Moskau ist ein Auto explodiert, der Fahrer wurde dabei getötet. Lokalen Medienberichten zufolge könnte es sich dabei um einen russischen Militär handeln, die Behörden nannten bisher keinen Namen. Vergangenes Jahr töteten Unbekannte dort einen russischen General.
In Balaschicha bei Moskau ist in einem Wohnviertel für Soldatenfamilien ein Mensch bei einer Autoexplosion ums Leben gekommen.
Augenzeugen und Telegram-Kanäle berichten, dass der Sprengsatz am frühen Morgen im hinteren Teil eines BMW X3 detonierte. Der Wagen fing Feuer und prallte gegen ein weiteres Auto, das am Straßenrand stand.
Augenzeugen zogen den Fahrer aus dem Wagen, konnten ihn jedoch nicht retten. Die Identität des Toten ist noch unklar. Mehrere Online-Medien melden, es könnte sich um einen Generalleutnant der russischen Streitkräfte handeln.
Ermittler sind am Ort der Explosion im Einsatz. Nach Angaben des Telegram-Kanals Shot (Quelle auf Russisch) lag der Sprengsatz auf der Rückbank des Wagens, andere Berichte sprechen davon, dass er auf der Straße oder in deren Nähe angebracht war.
Kommentatoren schätzen die Sprengkraft auf 400 bis 500 Gramm TNT-Äquivalent.
Die Explosion in Balaschicha ereignete sich nur wenige Hundert Meter von jenem Ort entfernt, an dem im April des vergangenen Jahres ebenfalls Generalleutnant Jaroslaw Moskalik, stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte, bei einer Autoexplosion starb. Moskalik nahm regelmäßig als Mitglied der russischen Delegation an den Verhandlungen in Minsk teil und gehörte dort der Kontaktgruppe zur Beilegung des Ukraine-Konflikts an.
Kurz darauf nahm der Inlandsgeheimdienst FSB einen Mann fest, den die Behörden als Agenten des ukrainischen Geheimdienstes bezeichneten und der den Anschlag organisiert haben soll. Im November 2025 verurteilte ein Gericht ihn zu lebenslanger Haft.