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Australien: Hat ein neu entdeckter Krater einst Goldregen ausgelöst?

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Archivaufnahmen. Copyright  Unsplash
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Von Cagla Uren
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In Westaustralien haben Forscher einen etwa vier Kilometer breiten Krater entdeckt. Sie vermuten, dass goldhaltige Teile beim Einschlag mehrere hundert Kilometer weit geschleudert wurden und so für den Goldregen gesorgt haben könnten.

In der berühmten Goldminenregion Goldfields in Australien könnte ein gewaltiger Meteoriteneinschlag vor Millionen Jahren die Verteilung des Goldes in der Erdkruste verändert haben. Jetzt wurde ein vier Kilometer breiter Krater entdeckt. Forschende berichten, dass der Einschlag seltene geologische Spuren früher, heftiger Kollisionen im All hinterlassen hat.

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Das Team, das die Studie leitete, hat bestätigt, dass die mehrere Kilometer breite Struktur von Ora Banda in Westaustralien tatsächlich ein Meteoriteneinschlagskrater ist. Die heute weitgehend erodierte und teilweise überdeckte Struktur gab Fachleuten lange Rätsel auf.

Die Entdeckung des Kraters beschreibt das Team in einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Meteoritics and Planetary Science erschienen ist.

Goldregen über Westaustralien

Wenn ein Asteroid auf die Erde prallt, entstehen Trümmerstücke, die "Tektite" heißen. Das sind glasige Schmelztröpfchen, die sich beim Einschlag bilden und dann vom Krater Hunderte bis Tausende Kilometer weit weggeschleudert werden.

Die Forschenden, die den etwa vier Kilometer großen Krater in den Eastern Goldfields in Westaustralien entdeckt haben, gehen davon aus, dass bei diesem Einschlag auch goldhaltige Tektite entstanden sind. Durch die Tragweite wurde mutmaßlich Edelmetall auch in andere Gebiete transportiert, wie sie annehmen.

Mikroskopische Spuren entschlüsseln Geheimnis des Kraters

Das Team fand in den Gesteinen mikroskopisch kleine Schockstrukturen, die nur unter extrem hohem Druck entstehen. Solche Merkmale gelten als einer der zuverlässigsten Belege für heftige Meteoriteneinschläge.

In den Analyselabors der Curtin University untersuchte das Team außerdem glasartige Gesteine, die beim Einschlag entstanden, und fand darin Reste des Meteoriten.

Damit steht fest: Ora Banda ist keine gewöhnliche Gesteinsstruktur, sondern das Relikt eines großen Meteoriteneinschlags in ferner Vergangenheit.

Forscher prüfen Zusammenhang mit Goldlagerstätten

Aaron Cavosie, einer der Autoren der Studie, betont, dass große Einschläge nicht nur Krater hinterlassen, sondern die Erdkruste tiefgreifend umformen können.

Cavosie sagt: "Manche großen Einschlagsstrukturen stehen in Zusammenhang mit wirtschaftlich bedeutenden Metalllagerstätten. Auch in diesem Fall traf der Meteorit eine Bergbauregion mit goldhaltigen Gesteinen."

In den untersuchten Gesteinsproben fanden sie zwar kein Gold in abbauwürdigen Mengen. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass sich das Edelmetall beim Einschlag lokal verlagert hat.

Nach Ansicht der Forschenden könnten die extremen Temperaturen und der Druck des Einschlags die Metalle im Gestein neu verteilt haben.

Asteroiden könnten an der Bildung von Lagerstätten beteiligt sein

Studien der vergangenen Jahre zeigen, dass große Asteroideneinschläge nicht nur zerstören, sondern auch die Mineralsysteme in der Erdkruste beeinflussen.

Die neue Arbeit stützt dieses Bild. Den Ergebnissen zufolge könnten urzeitliche Einschläge in manchen Regionen eine Schlüsselrolle gespielt haben, wenn es um die Anreicherung oder Umverteilung von Edelmetallen geht.

Zwar haben die Forschenden in Ora Banda keine sofort abbaubare Goldlagerstätte gefunden. Sie hoffen jedoch, dass die Untersuchung ähnlicher alter Einschlagsstrukturen künftig bei der Suche nach neuen Erzvorkommen helfen kann.

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