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Iranische Öltanker durchbrechen US-Blockade vor Unterzeichnung des Friedensabkommens

Öltanker ankern in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran am Samstag, dem zweiten Mai 2026.
Öltanker ankern in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran, am Samstag, dem zweiten Mai 2026. Copyright  AP Photo
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Seeblockade begann am 13. April. Sie erfasste alle Schiffe, die iranische Häfen und Küstengewässer anliefen oder verließen.

Iranische Öltanker haben erstmals seit zwei Monaten eine US-Blockade in der Straße von Hormus durchbrochen, teilte am Mittwoch ein auf maritime Daten spezialisiertes Analyseunternehmen mit. Teheran und Washington bereiten sich zugleich auf die Unterzeichnung eines Friedensabkommens vor, das den Krieg beenden soll.

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Nach Angaben von TankerTrackers haben mindestens zwei Supertanker der staatlichen Reederei National Iranian Tanker Company (NITC), die „Diona“ und die „Hero2“, die Blockadelinie verlassen. Zusammen transportieren sie etwa 3,8 Millionen Barrel iranisches Rohöl.

Demnach steuert auch der NITC-Tanker „Stream“ auf die Blockade zu. Er kommt aus der ausschließlichen Wirtschaftszone Pakistans, wo er nach Angaben der Plattform seit sieben Wochen auf die Einfahrt nach Iran wartet.

Die Seeblockade begann am 13. April, nachdem die Spannungen zwischen den USA und Iran deutlich zugenommen hatten. Sie erfasste alle Schiffe, die iranische Häfen und Küstengewässer anlaufen oder verlassen, darunter Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman. Auslöser war eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump.

Die aktuellen Entwicklungen folgen auf die Bekanntgabe einer Einigung über ein Friedensabkommen, die Pakistan als Vermittler und Trump am Sonntag verkündet hatten.

In einem Beitrag in sozialen Medien erklärte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif, beide Seiten hätten eine Vereinbarung erzielt und „die sofortige und dauerhafte Beendigung militärischer Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, verkündet“.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete am Mittwoch jedoch, Israel habe erneut Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Damit wachsen Zweifel, ob der Krieg tatsächlich zu Ende geht.

Sharif kündigte zudem an, dass die offizielle Unterzeichnung am Freitag, dem 19. Juni, in der Schweiz stattfinden soll.

Trump bestätigte die Angaben später in einem Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social. „Die Vereinbarung mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen“, schrieb er.

„Ich genehmige hiermit die vollständige und mautfreie Öffnung der Straße von Hormus und zugleich die sofortige Aufhebung der Seeblockade der Vereinigten Staaten. Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!“, fügte er hinzu.

Konkrete Details zu den Bedingungen der Vereinbarung sind bislang kaum bekannt. Trump hatte jedoch wiederholt betont, jede Einigung hänge von der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und von Zusicherungen ab, dass Teheran keine Atomwaffe erhalte.

Chuck Schumer, Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, forderte Trump auf, den Text der Vereinbarung vollständig zu veröffentlichen.

„Trump muss eine vertrauliche Unterrichtung zu seiner sogenannten ‚Übereinkunft‘ mit Iran ansetzen“, schrieb er auf X. „Er muss den gesamten Kongress informieren. Er muss die Amerikanerinnen und Amerikaner informieren und diese ‚Übereinkunft‘ öffentlich machen.“

„Die Menschen in den USA müssen wissen, wie und wann dieser Krieg wirklich endet. Je länger er dauert, desto schlimmer wird es“, fügte er hinzu.

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