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16 Tonnen Fake-Trikots: Polizei nimmt bei Razzia 95 Personen fest

Foto eines Teils der von der Polizei beschlagnahmten T-Shirts.
Foto eines Teils der von der Polizei beschlagnahmten T-Shirts. Copyright  Policía Nacional
Copyright Policía Nacional
Von Cristian Caraballo
Zuerst veröffentlicht am
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Mehr als 16 Tonnen gefälschte Trikots, 95 Festnahmen und ein Millionenschaden: In Spanien ist die Polizei gegen ein großes Netzwerk von Produktfälschern vorgegangen.

Die übliche Flut gefälschter Trikots, die jede Fußball-WM begleitet, traf diesmal auf gut vorbereitete Ermittler. Die spanische Nationalpolizei hat mehr als 66.000 gefälschte Trikots und komplette Sets verschiedener Nationalmannschaften sichergestellt. Das Gesamtgewicht der Ware liegt bei mehr als 16 Tonnen.

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Die Razzien waren Teil einer internationalen Aktion gegen Produktpiraterie im Sport im Zusammenhang mit der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada.

Die Bilanz: 95 Festnahmen bei Einsätzen in Madrid, Barcelona, Málaga, Elche und Dénia. Durchsucht wurden mehr als 15 Orte, darunter Lagerhallen, Wohnungen, Märkte und Verteilzentren von Paketdienstleistern.

Die Ermittlungen hatten im April begonnen, noch vor dem Turnierstart. Damals stellten die Beamten einen wachsenden Zustrom gefälschter Sportartikel nach Spanien fest. Ein großer Teil der Ware imitierte das offizielle Trikot der spanischen Nationalmannschaft. Daneben fanden die Ermittler auch Fälschungen von Trikots anderer Nationalteams sowie von Clubs, deren Spieler bei der WM antreten.

Nach Angaben der Polizei war die Qualität der Produkte deutlich schlechter als die der Originalware. Verkauft werden sollten die Fälschungen auf Märkten, im illegalen Straßenhandel, über Online-Plattformen und in sozialen Netzwerken.

Auch Turnschuhe gehörten zu den Beschlagnahmen.
Auch Turnschuhe gehörten zu den Beschlagnahmen. Policía Nacional

Die Zahlen zum wirtschaftlichen Schaden zeigen das Ausmaß des Netzwerks: Auf dem illegalen Markt hatte die sichergestellte Ware einen Wert von mehr als zwei Millionen Euro. Der tatsächliche Schaden für die Inhaber gewerblicher Schutzrechte – also Verbände und Marken, deren Designs kopiert wurden – liegt nach Angaben der Behörden jedoch bei mehr als sieben Millionen Euro.

Die Ermittlungen dauern an. Die Nationalpolizei kündigte an, ihre Einsätze bis zum Ende der WM am 19. Juli fortzusetzen. Ziel sei es, weitere Vertriebswege für Fälschungen aufzuspüren und zu unterbinden. Weitere Festnahmen schließt die Polizei nicht aus.

Die Operation ist in EMPACT eingebettet, die europäische Plattform gegen kriminelle Bedrohungen. Geführt wird sie gemeinsam von Europol und Interpol, mit Unterstützung des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (OLAF), des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) sowie von Polizeibehörden zahlreicher europäischer und außereuropäischer Staaten.

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