Das rund 50 Zentimeter lange Reptil wurde im Viertel Los Pajaritos entdeckt. Die Umwelteinheit Seprona übernahm das Tier und prüft Herkunft und Rechtmäßigkeit der Haltung.
Die spanische Nationalpolizei ist bei einer Wohnungsdurchsuchung im Sevillaner Stadtteil Los Pajaritos auf einen Fund gestoßen, der so überraschend wie ungewöhnlich war. In der Wohnung entdeckte sie einen Kaiman von rund einem halben Meter Länge, ein Tier, das nichts mit den Ermittlungen zu tun hatte, die den Polizeieinsatz ausgelöst hatten.
Laut lokalen Medien setzten die Einsatzkräfte das für solche Fälle vorgesehene Protokoll in Kraft. Das Reptil kam in die Obhut des Umwelt- und Naturschutzdienstes Seprona der Guardia Civil, der nun für sein Wohl sorgen und seine Herkunft klären soll.
Der Fund kam bei einer Razzia am Montagmorgen in diesem Viertel der andalusischen Hauptstadt zu Tage. Die Polizei war wegen eines ganz anderen Verfahrens vor Ort. Der unerwartete Kaiman-Fund machte es jedoch notwendig, die auf Fauna spezialisierten Einheiten zu alarmieren.
Bislang geben die Behörden nicht bekannt, wie das Tier in die Wohnung gelangte oder ob die Verantwortlichen über die erforderlichen Papiere für seine Haltung verfügten. Ebenfalls offen ist, ob ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Vorschriften für exotische Arten eingeleitet wird.