Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Chamenei: Gespräche mit den USA sind kein Einlenken Teherans

Mojtaba Chamenei
Mojtaba Chamenei Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Das neue geistliche Oberhaupt Irans betont, direkte Kontakte mit Washington bedeuteten keine Anerkennung der amerikanischen Forderungen.

In einer ihm zugeschriebenen Botschaft, die im staatlichen Fernsehen verlesen wurde, erklärte das neue geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik Iran, von dem seit seiner Ernennung weder Video- noch Bildaufnahmen veröffentlicht wurden: "Grundsätzlich hatte ich eine andere Einschätzung. Doch weil mir der geehrte Präsident Irans in seiner Funktion als Vorsitzender des Obersten Nationalen Sicherheitsrats im Namen seiner selbst und der übrigen Mitglieder zusicherte, die Rechte des iranischen Volkes und die Interessen der Widerstandsachse zu wahren und dafür die Verantwortung zu übernehmen, habe ich zugestimmt."

WERBUNG
WERBUNG

Modschtaba Chamenei erklärte zudem: "Wir warten darauf, dass die genannten Bedingungen erfüllt werden. Klar ist jedoch: Die direkten Gespräche, die künftig stattfinden werden, bedeuten keine Anerkennung der Position des Feindes."

In einem weiteren Teil der Botschaft heißt es unter Berufung auf Präsident Masud Peseschkian, dieser habe klargestellt, dass er auf aus iranischer Sicht überzogene Forderungen der US-Seite nicht eingehen werde. Die Modschtaba Chamenei zugeschriebene Erklärung wurde im Staatsfernsehen verlesen.

Zuvor waren öffentliche Äußerungen von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf von Beobachtern teilweise als Hinweis darauf interpretiert worden, dass er eine zentrale Rolle bei den Gesprächen mit den USA spielt. Diesen Eindruck hatten seine Aussagen vom Vorabend verstärkt, als er bei der Schilderung des Entscheidungsprozesses mehrfach die Ich-Form verwendete.

Seit dem 28. Februar, dem Beginn des Krieges, bei dem nach iranischen Angaben Ali Chamenei, das frühere geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik Iran, sowie mehrere zivile und militärische Führungspersönlichkeiten und Familienangehörige ums Leben kamen, gibt es keine öffentlichen Auftritte Modschtaba Chameneis. Unterdessen bereiten die Behörden der Islamischen Republik die offizielle Trauerfeier für Ali Chamenei vor, die in den kommenden Tagen stattfinden soll. Ob das neue iranische Oberhaupt an der Zeremonie teilnehmen wird, ist bislang nicht bekannt.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Ölpreise geben weiter nach, Trump und Pezeshkian besiegeln Ende des Iran-Kriegs

Chamenei: Gespräche mit den USA sind kein Einlenken Teherans

Video: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nimmt wieder Fahrt auf