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WM 2026: Deutschland vs. Elfenbeinküste – Adler gegen Elefanten

German players celebrate after scoring during the World Cup Group E soccer match between Germany and Curacao in Houston, Sunday, June 14, 2026. (AP Photo/Eric Gay)
German players celebrate after scoring during the World Cup Group E soccer match between Germany and Curacao in Houston, Sunday, June 14, 2026. (AP Photo/Eric Gay) Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Eduard Wolter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die deutsche Nationalmannschaft trifft heute in Toronto im zweiten WM-Spiel auf die Elfenbeinküste. Anstoß ist um 22 Uhr deutscher Zeit. Erwartet wird eine enge Partie zwischen der technisch starken DFB-Elf und einer athletischen, defensivstarken Auswahl der Elfenbeinküste.

Mit dem 7:1 gegen Curacao ist der deutschen Nationalmannschaft ein optimaler Start gelungen. Nun wartet mit dem Team der Elfenbeinküste ein deutlich stärkerer Gegner. Die Westafrikaner, Spitzname "Die Elefanten", haben ihren WM-Auftakt 1:0 gegen Ecuador gewonnen. Der Afrika-Cup Sieger von 2024 bringt Tempo, Körperlichkeit und internationale Erfahrung mit. Beide Teams treffen erstmals bei einer WM aufeinander.

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"Was ihre ganz große Stärke ist, dass sie alle eine gute Körperlichkeit haben", hebt DFB-Trainer Nagelsmann auf der aktuellen Pressekonferenz hervor. Auch im Mittelfeld gebe es eine „brutale Körperlichkeit, die uns schon vor Probleme stellen kann". Hinzukämen extrem offensive Außenverteidiger, viel Tempo auf allen drei vorderen Positionen. Stärken seien zudem das "1 gegen 1" der Elfenbeinküste sowie das Umschalten nach Ballgewinn.

DFB-Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste, Freitag 19. Juni 2026 in Toronto (AP Foto/Stephanie Scarbrough)
DFB-Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste, Freitag 19. Juni 2026 in Toronto (AP Foto/Stephanie Scarbrough) Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Zuvor hatte bereits Nationaltorhüter Manuel Neuer bei einer Pressekonferenz gewarnt: "Es wird eine sehr starke Mannschaft auf uns treffen", so der letzte Weltmeister von 2014 im DFB-Team, "wir wissen, was uns erwartet und ich glaube, die Elfenbeinküste weiß auch, was sie erwartet."

Leipzigs Supertalent Yan Diomande im Team der Elfenbeinküste

Die Elfenbeinküste qualifizierte sich ohne Niederlage und ohne ein einziges Gegentor für die Weltmeisterschaft. Viele rechnen mit einem Duell zwischen Deutschlands Außenverteidigern und den Flügelspielern der Elfenbeinküste, etwa Bazoumana Touré (20) von Bundesligist Hoffenheim und Yan Diomande (19) von RB Leipzig. Letzterer ist, laut dem Fußball-Onlinemagazin transfermarkt.de, der wertvollste Spieler der Elfenbeinküste, sein aktueller Marktwert liegt bei 90 Millionen Euro. Im deutschen Team liegt Florian Wirtz mit einem aktuellen Marktwert von 100 Millionen Euro vorn.

Über seinen möglichen Gegenspieler sagte Jonathan Tah (30) jetzt in der DFB-Pressekonferenz: "Er ist für mich ein überragender Spieler mit extrem viel Talent und Potential, er ist ja noch sehr sehr jung und hat eine Topsaison gespielt, ein sehr unangenehmer Gegenspieler definitiv.“

Yan Diomande wurde fußballerisch in den USA ausgebildet, von da ging es zum CD Leganés in die spanische Primera División. Er ist ein schneller, physisch starker und vor allem dribbelstarker Spieler. Das bestätigte zuvor auch Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich (31): "Er hat eine brutale Entwicklung genommen, vor einem Jahr hat den kaum jemand gekannt," so Kimmich in einer DFB-Pressekonferenz. Diomande habe konstant gut gespielt und in der Bundesliga spektakuläre Leistungen gebracht, so Kimmich weiter, sein Dribbling sei außergewöhnlich und er habe ein "krasses" Tempo. "Er ist schon sehr, sehr schnell unterwegs", so der Bayern-Profi. Deutschland müsse "hellwach sein", besonders beim guten Umschaltspiel der Westafrikaner, man habe aber genug Stärken, um der Elfenbeinküste "weh zu tun".

Zuletzt trafen beide Teams 2009 bei einem Freundschaftsspiel in Gelsenkirchen aufeinander, Endergebnis: 2:2.

Für Trainer Nagelsmann kommt ein erneutes Unentschieden nicht in Frage: "Gewinnen ist immer das beste Rezept, wir sind ehrlich gesagt nicht auf Freizeitfahrt", so Nagelsmann, es sei eine „brutale Spannung“ da und „um die Stimmung hoch zu halten, helfen einfach Siege und wenn wir so trainieren, haben wir auf jeden Fall eine gute Wahrscheinlichkeit auch Spiele zu gewinnen.“

Zur Aufstellung sagte Nagelsmann, es gebe wenig Grund diese zu ändern, wenn alle gesund blieben. Auch Sané habe fleißig trainiert und gut gearbeitet.

Für DFB-Innenverteidiger Jonathan Tah (30) ist es ein außergewöhnliches Spiel, weil er auch die Staatsbürgerschaft der Elfenbeinküste besitzt, der Heimat seines Vaters: "Es wird besonders sein für mich, morgen gegen die Elfenbeinküste zu spielen, allgemein versuche ich natürlich den Fokus auf die WM, auf unsere Ziele zu legen, aber es wird besonderer sein als gegen jeden anderen Gegner."

Deutschlands Innenverteidiger Jonathan Tah auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste, Freitag 19. Juni, 2026, in Toronto. (AP Photo)
Deutschlands Innenverteidiger Jonathan Tah auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste, Freitag 19. Juni, 2026, in Toronto. (AP Photo) Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved

Deutscher Fanblock ausverkauft

Die deutsche Nationalmannschaft ist am Freitag in das zweite von drei Gastgeberländern der WM umgezogen. Vom DFB Basis-Camp in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina ging es 1200 Kilometer nördlich nach Toronto, die Hauptstadt der kanadischen Provinz Ontario. Der deutsche Fanblock in BMO Field in Toronto ist mit 2500 Fans ausverkauft. Das Stadion war das erste reine Fußballstadion Kanadas, wurde 2007 gebaut und fasst mehr als 45.000 Zuschauer.

Das Schiedsrichter-Team besteht aus Juan Gabriel Benitez (Paraguay), seinen Assistenten Eduardo Cardozo und Milciades Saldivar, beide ebenfalls aus Paraguay sowie dem vierten Offiziellen Khalid Saleh Al-Turais (Saudi Arabien).

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