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Alarm-Hitze in Spanien: San-Juan-Feuer fallen aus - Angst vor Bränden

ARCHIV: Ein Mann kühlt sich an einem Brunnen an einem heißen, sonnigen Sommertag in Madrid, Spanien, am 19. Juli 2023 ab.
Archivbild: Ein Mann kühlt sich an einem Brunnen an einem heißen, sonnigen Sommertag in Madrid, Spanien, am 19. Juli 2023. Copyright  Copyright 2023 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Sergio Garcia
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Fünf spanische Provinzen stehen am Dienstagmorgen wegen erwarteter Höchstwerte nahe 40 °C auf Alarmstufe Rot. Dutzende Gemeinden sagen die San-Juan-Feuer aus Angst vor Bränden ab.

In der Nacht zu diesem Dienstag bleibt es in vielen Teilen Spaniens ungewohnt still: Auf Plätzen und Stränden brennen keine traditionellen Lagerfeuer mehr. Der Grund zeigt sich an den Thermometern: Spanien erlebt an diesem Dienstag den bislang härtesten Tag der ersten Hitzewelle des Sommers. In fünf Provinzen gilt die rote Warnstufe, die Höchstwerte kratzen an den 42 °C.

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Das Zentrum der Hitze liegt ausgerechnet im Norden des Landes. Die staatliche Wetterbehörde Aemet hat die rote Warnstufe für das Landesinnere des Baskenlands und Kantabriens ausgerufen. Andalusien erhöht heute ebenfalls die Warnungen auf Rot. Die Stufe Orange gilt in rund zehn Regionen: Die Hauptstadt nähert sich 40 °C, Andalusien und Extremadura überschreiten 42 °C, und der Ebro-Korridor wird ab Mittag zum Backofen mit über 41 °C.

Auch die Nächte bleiben wegen der Temperaturen unerbittlich warm und bieten kaum Erholung. Erwartet wird, dass die Werte in den frühen Morgenstunden in großen Teilen des Landes nicht unter 25 °C fallen.

Extremes Brandrisiko

Neben der drückenden Hitze rückt ein vertrautes Sommerphänomen in den Fokus: Wald- und Flächenbrände. Sie setzen Katalonien bereits unter Druck, weitere Regionen wie Kastilien-La Mancha, die Comunidad Valenciana und Galicien stehen auf Extremwarnstufe.

Zwischen dem ersten Januar und dem 14. Juni 2026 haben Waldbrände in Spanien nach Angaben des Ministeriums für Ökologische Transition und Demografische Herausforderungen (MITECO) bereits 37.968 Hektar zerstört. Die verbrannte Fläche ist 2,8-mal so groß wie im gleichen Zeitraum 2025 und liegt 24,9 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

San-Juan-Feuer fallen in Dutzenden Orten aus

Die Absagewelle der San-Juan-Feiern hat sich am Montag noch verstärkt. Im Baskenland rief das Sicherheitsdepartement die Vorwarnstufe aus und empfahl den Rathäusern, keine Feuer in der Nähe größerer Waldflächen zu entzünden. Sopela, Getxo, Barakaldo, Santurtzi, Gernika und Amorebieta gehören zu den Gemeinden, die auf ihre San-Juan-Feuer verzichten.

Nicht überall kommt es jedoch zur kompletten Absage. Einige Bürgermeister, darunter der von Bilbao, suchen einen Mittelweg: Feuer sind nur in urbanen Zonen auf Beton erlaubt, weit weg von Vegetation, mit der Feuerwehr in Bereitschaft und verschärften Sicherheitsaufllagen. Nach Einschätzung der Meteorologen lässt die Hitzewelle ab Donnerstag nach, wenn eine kühlere Luftströmung einsetzt und die Temperaturen wieder auf für die Jahreszeit typische Werte sinken.

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