Ecuador im Ausnahmezustand: Nach dem 2:1 gegen Deutschland ruft Präsident Noboa kurzerhand einen arbeitsfreien Tag aus.
Die Euphorie über den überraschenden Sieg Ecuadors gegen Deutschland bei der WM 2026 beschränkt sich nicht nur auf die Straßen. Ecuadors Präsident Daniel Noboa hat für diesen Freitag einen landesweiten Feiertag ausgerufen – ohne Ausgleich. Sein Ziel: Das ganze Land soll den Erfolg der Nationalmannschaft feiern.
Die Ankündigung kam nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. „¡Mañana, feriado!“ schrieb Noboa in den sozialen Netzwerken, bevor er das Dekret unterzeichnete, das den Arbeitstag im gesamten Staatsgebiet sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor aussetzt. Wesentliche Dienste wie Gesundheitsversorgung, Sicherheitskräfte und Rettungsdienste arbeiten jedoch weiter.
Auslöser war eine der denkwürdigsten Nächte in der Geschichte des ecuadorianischen Fußballs: Die Nationalmannschaft besiegte Deutschland mit 2:1 und zog damit in die nächste WM-Runde ein. In Städten wie Quito, Guayaquil und Cuenca kam es zu ausgelassenen Feiern.
In dem Dekret begründet die Regierung den Schritt damit, der Bevölkerung einen Moment des „Stolzes und der nationalen Einheit“ zu ermöglichen. Da es sich um einen nicht nachzuarbeitenden Feiertag handelt, müssen Beschäftigte die ausgefallenen Stunden nicht nachholen.