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Portugal: Wildschweine stehlen Essen von Touristen am Strand

Arrábida-Strände: Wildschweine gesichtet
Arrábida-Strände: Wildschweine tauchen auf Copyright  Direitos Reservados
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Von Inês dos Santos Cardoso
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Am Strand Portinho da Arrábida sind erneut Wildschweine aufgetaucht. Sie gingen bis zu den Handtüchern der Badegäste und stahlen deren Proviant.

In der Serra da Arrábida in Portugal gehören Wildschweine inzwischen zum gewohnten Bild. In letzter Zeit tauchen sie jedoch immer häufiger in stark besuchten Bereichen auf. Besonders die Strände scheinen zu ihren Lieblingsorten zu zählen, ideal, um zwischen den Sachen der Touristinnen und Touristen nach Futter zu suchen.

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Solche Vorfälle häufen sich vor allem im Sommer, wenn Badegäste Essensreste in die Mülleimer werfen. Wer Urlaub an den Stränden der Arrábida plant, sollte keine Lebensmittel offen liegen lassen und Müllsäcke gut verschließen. Treffen Sie auf ein Wildschwein, halten Sie unbedingt ausreichend Sicherheitsabstand.

In dieser Woche kursierten in den sozialen Netzwerken sogar Videos aus dem Juni 2026, die Wildschweine zeigen, wie sie Badegästen das Essen stibitzen – am Strand Portinho da Arrábida. Auf den Aufnahmen nähern sich die Tiere den Handtüchern, ohne dass jemand in der Nähe ist, und fressen die zurückgelassene Nahrung.

An den Stränden Portinho da Arrábida, Creiro und Galapinhos im Distrikt Setúbal werden Wildschweine am häufigsten gesichtet. Vor allem Galapinhos gilt als besonders anfällig für solche Begegnungen, da der Strand tief in der Serra da Arrábida liegt.

2017 zur schönsten Strand Europas gekürt, zieht die Bucht von Galapinhos inzwischen viele ausländische Gäste an. Für sie kommt die Präsenz von Wildschweinen am Strand meist überraschend. Die Einheimischen betrachten das zwar als alltägliches Phänomen, dennoch löst es immer wieder Sorgen aus.

Abschusszahlen von Wildschweinen steigen

In der Serra da Arrábida ist die Zahl der erlegten Wildschweine in diesem Jahr deutlich gestiegen. Laut dem Institut für Naturschutz und Waldwirtschaft (ICNF) wurden 85 Fangaktionen genehmigt. Dabei handelt es sich um kontrollierte Jagden oder nächtliche Ansitze mit Fallen. Diese stehen meist auf landwirtschaftlichen Flächen, in Strandnähe oder an anderen Orten, an denen die Tiere leicht Futter finden.

„Der Wildschweinbestand im Naturpark Arrábida ist weiterhin groß und stabil. Zugleich wurde ein leichter Anstieg bei den Abschüssen verzeichnet. Jedes Jahr werden innerhalb der Parkgrenzen zwischen 600 und 700 Tiere erlegt“, teilte das ICNF mit.

Naturschutzexpertinnen und -experten plädieren dennoch dafür, die Jagd auf Wildschweine mit einer kontinuierlichen Überwachung der Bestände zu verbinden. Nur so lasse sich das ökologische Gleichgewicht erhalten und auf die wachsende Population reagieren.

Der Umgang mit der Wildschweinpopulation bleibt eine der großen umweltpolitischen Herausforderungen in der Region Setúbal. Häufig tauchen Wildschweine auch in städtischen Gebieten der Stadt auf, wenn sie aus der Serra da Arrábida auf der Suche nach Nahrung hinabsteigen.

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