Die aktuelle Hitze in Portugal hält voraussichtlich mindestens eine Woche an. In vier Distrikten, darunter Lissabon, gilt von Donnerstag bis Samstag Rotalarm. Am Freitag gilt auf dem portugiesischen Festland flächendeckend Alarmstufe Orange.
Das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) hat die Warnstufe (Quelle auf Portugiesisch) für die Distrikte Lissabon und Setúbal auf Rot gesetzt, ab Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag bis zum Ende des Tages am Freitag. Grund sind „anhaltend extrem hohe Temperaturen, sowohl bei den Höchst- als auch bei den Tiefstwerten“.
Auch Coimbra und Leiria stehen am Freitag und am Samstag unter roter Warnung – der höchsten Stufe, die vor einer Wetterlage mit extremem Risiko warnt –, wegen der heißen und trockenen Luft.
Die Distrikte Castelo Branco, Portalegre, Évora und Beja stehen bereits an diesem Mittwoch unter oranger Warnung, der zweithöchsten Stufe, die auf eine Wetterlage mit mäßigem bis hohem Risiko hinweist. Ab Freitag soll diese Stufe für ganz Festland-Portugal gelten.
Die Höchsttemperaturen sollen landesweit auf über 35 Grad steigen. Im Landesinneren und im Süden werden Werte über 40 Grad erwartet; im Alentejo könnten die Temperaturen mindestens bis kommenden Montag sogar bis auf 43 Grad klettern.
Auch die Tiefstwerte liegen in weiten Teilen des Festlands über 20 °C. In einigen Regionen, darunter der Großraum Lissabon, sinken die Temperaturen nachts voraussichtlich mehrere Tage lang nicht unter 24 bis 28 °C.
Nach Angaben des IPMA wird diese Phase extremer Hitze voraussichtlich mindestens eine Woche dauern.
In einer Mitteilung erklärt das portugiesische Wetteramt, dass die Lage im Vergleich zum üblichen Klima auf dem Festland vor allem an der Küste ungewöhnlich ist. Die Meeresbrise dringt kaum oder nur sehr schwach ins Landesinnere vor. Das führt dazu, dass die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sehr hoch bleiben – eine in manchen Gegenden seltene Situation.
Das Wetter auf dem portugiesischen Festland steht derzeit unter dem Einfluss eines Hochdruckgebiets nördlich bis nordwestlich des Azoren-Archipels.
UV-Strahlung: in den nächsten Tagen sehr hohe bis extreme Werte
Das IPMA weist zudem darauf hin, dass die erwartete große Hitze auf dem Festland in den kommenden Tagen sehr hohe bis extreme Werte des Ultraviolett-Index mit sich bringt.
Auf dem gesamten Festland werden bis Freitag, den dritten Juli, in allen Distrikten sehr hohe Werte erwartet. Der UV-Index liegt zwischen einem Wert von zehn, also sehr hoch, und elf, was als extrem gilt.
Das Institut rät dringend von direkter Sonneneinstrahlung rund um den wahren Mittag ab, wenn der UV-Index seinen Höchstwert erreicht.
„Der wahre Mittag wird auf dem portugiesischen Festland zu dieser Jahreszeit gegen 13.30 Uhr erreicht und variiert leicht mit der geografischen Breite; von Norden nach Süden verschiebt er sich um einige Minuten nach hinten“, erklärt das IPMA. Empfohlen werden möglichst wenig direkte Sonne, vor allem zwischen elf und 16 Uhr, sowie eine Sonnenbrille mit UV-Filter, ein Hut, ein T-Shirt, ein Sonnenschirm und Sonnencreme.