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Ganz Kuba im Dunkeln: Wieder landesweiter Stromausfall

Menschen gehen während eines Stromausfalls am sechsten Juli 2026 in Havanna eine Straße entlang.
Menschen gehen während eines Stromausfalls am sechsten Juli 2026 in Havanna eine Straße entlang. Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Stromausfälle haben den Alltag nahezu lahmgelegt. Bei jedem Ausfall versiegen die Wasserleitungen, und die Ventilatoren an der Decke bleiben stehen.

Am Sonntag ist Kubas Stromnetz zusammengebrochen. Dadurch kam es erneut zu einem landesweiten Blackout, wie der staatliche Energieversorger in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken mitteilte. In der Hauptstadt Havanna gingen abrupt die Lichter aus. Viele Menschen, die draußen Zuflucht vor der Sommerhitze gesucht hatten, stöhnten laut auf.

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Kuba leidet seit Längerem unter anhaltenden Stromausfällen. Ursache sind veraltete Anlagen sowie das US-Energieembargo, das regelmäßige Treibstofflieferungen für die Kraftwerke verhindert. Der staatliche Energieversorger UNE sprach von einer „vollständigen Abschaltung“ des nationalen Stromsystems. Das gesamte Land, einschließlich der Hauptstadt, lag plötzlich im Dunkeln.

Es ist bereits der jüngste in einer Reihe vollständiger Zusammenbrüche des Stromnetzes. Erst vor 24 Stunden war der gesamte Westen des Landes ohne Strom. Die Stromausfälle machen ein normales Leben nahezu unmöglich. Mit jeder Abschaltung fällt auch die Wasserversorgung aus, und die Deckenventilatoren kommen immer langsamer zum Stillstand.

Männer sitzen auf einem Auto während eines Stromausfalls in Havanna, 14. Juli 2026
Männer sitzen auf einem Auto während eines Stromausfalls in Havanna, 14. Juli 2026 AP Photo

Für eine Gesellschaft, die an Widrigkeiten gewöhnt ist, wird die Lage zunehmend belastender. Sie steckt seit Monaten in einer Krise, deren Ende nicht absehbar ist. Bewohner der am stärksten betroffenen Viertel lassen ihrem Frust freien Lauf. Sie zünden Müllhaufen an oder schlagen auf Töpfe und Pfannen.

Nach eigenen Angaben arbeitet das Energieministerium an Protokollen, um das Stromnetz wieder hochzufahren. Washington hat lediglich die Ankunft eines einzigen russischen Tankers mit 100.000 Tonnen Rohöl genehmigt, der im März eintraf. Diese Reserven sind inzwischen aufgebraucht.

Neben der Ölblockade hat die Regierung von Donald Trump die Sanktionen gegen staatliche Unternehmen in Kuba verschärft. Viele ausländische Firmen haben daraufhin ihre Geschäfte in dem Karibikstaat eingestellt. Die Vereinigten Staaten haben zudem den früheren Präsidenten Raúl Castro, den Bruder der revolutionären Führungspersönlichkeit Fidel Castro, wegen des Abschusses zweier Zivilflugzeuge vor drei Jahrzehnten angeklagt. Die Gespräche zwischen Havanna und Washington kommen offenbar kaum voran. Havanna hat eine Reihe marktwirtschaftlicher Reformen beschlossen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Weitere Quellen • AFP

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