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Spanien rüstet sich für Sonnenfinsternis: 33.600 Sicherheitskräfte im Einsatz

Archivbild: Ein Paar beobachtet eine ringförmige Sonnenfinsternis mit Schutzbrillen an einem Strand in Gandía im Osten Spaniens am Montag, dem dritten Oktober 2005.
ARCHIV – Ein Paar verfolgt eine ringförmige Sonnenfinsternis mit Spezialbrillen am Strand von Gandía im Osten Spaniens, Montag, dem dritten Oktober 2005. Copyright  Copyright 2005 AP. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
Zuerst veröffentlicht am
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Das spanische Innenministerium setzt 33.600 Polizisten und Guardia Civil ein, um die totale Sonnenfinsternis am 12. August zu sichern. Ein Einsatzleiter überwacht Land-, See- und Luftraum sowie einen DGT-Sonderplan.

Die historische Sonnenfinsternis am 12. August wird nicht nur den Himmel über Spanien verdunkeln. Angesichts von bis zu 1,5 Millionen zusätzlich erwarteten Reisenden hat die Regierung umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Insgesamt werden 33.600 Einsatzkräfte der Nationalpolizei und der Guardia Civil im Einsatz sein.

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Die Maßnahmen werden zentral koordiniert und umfassen eine verstärkte Überwachung zu Land, zu Wasser und aus der Luft sowie einen Sonderplan der spanischen Verkehrsbehörde DGT. Wie das Innenministerium mitteilte, werden 16.800 Einsatzkräfte der Nationalpolizei und weitere 16.800 der Guardia Civil eingesetzt. Sie sollen für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen, kritische Infrastruktur schützen und einen möglichst reibungslosen Verkehr in den Gebieten gewährleisten, in denen besonders viele Menschen zur Beobachtung der Sonnenfinsternis erwartet werden.

Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska leitete am Donnerstag die erste Sitzung des staatlichen Koordinierungs- und Leitungsausschusses (CECOD) für den Einsatz. Dieser soll die Sicherheit und das Wohlergehen von "Hunderttausenden von Menschen" gewährleisten, die in die nördliche Hälfte der Iberischen Halbinsel reisen werden, um die Sonnenfinsternis an mehr als 350 dafür vorgesehenen Orten zu beobachten. Das Einsatzkonzept ist Teil der Sonderpläne, die die Regierung für die Sonnenfinsternis am 12. August beschlossen hat. Diese wiederum gehören zu den Vorbereitungen auf das sogenannte "Trio der Sonnenfinsternisse 2026–2028". Damit wollen die verschiedenen Behörden Sicherheit, Verkehr und Notfallmaßnahmen während der drei in Spanien zu erwartenden Sonnenfinsternisse koordinieren.

Spanische Verkehrsbehörde aktiviert ein spezielles Konzept

Die spanische Verkehrsbehörde DGT schätzt, dass die Sonnenfinsternis 400.000 bis 1,5 Millionen zusätzliche Fahrten verursachen könnte. In Richtung der Gebiete, in denen das Phänomen vollständig zu sehen sein wird, könnte das Verkehrsaufkommen um 30 bis 100 Prozent steigen. Aus diesem Grund hat die Behörde den Tag als "Verkehrsereignis mit erheblichen Auswirkungen" (EVAAT) eingestuft.

Die Maßnahmen fallen zudem mit der Sonderaktion "15. August" zusammen, einer der verkehrsreichsten Phasen des Sommers. Deshalb verstärkt die DGT die Verkehrsüberwachung und -steuerung. Zum Einsatz kommen Beamte der Verkehrspolizei der Guardia Civil, Hubschrauber, Drohnen, Kameras und Streifenwagen. Zudem überwachen die Verkehrsleitzentralen das Straßennetz in Echtzeit, um bei Zwischenfällen schnell reagieren zu können.

Die DGT weist darauf hin, dass es verboten ist, auf der Fahrbahn oder dem Seitenstreifen anzuhalten, um die Sonnenfinsternis zu beobachten, da dies ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit darstellt. Die Behörde erinnert außerdem daran, dass während der Fahrt keine Sonnenfinsternisbrillen getragen werden dürfen. Auch die Nutzung von Mobiltelefonen oder Kameras am Steuer ist verboten.

Die Verkehrspolizei empfiehlt, auf unnötige Fahrten zu verzichten, wenn die Sonnenfinsternis auch vom Wohnort aus beobachtet werden kann. Reisen sollten im Voraus geplant und nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Zudem wird empfohlen, nur ausgewiesene Beobachtungsorte aufzusuchen und die Rückfahrt nach der Sonnenfinsternis zeitlich zu staffeln, um Staus zu vermeiden. Vor Fahrtantritt sollten sich Reisende außerdem über DGT 3.0, Wechselverkehrszeichen, Verkehrsmeldungen und die offiziellen Kanäle der Behörde über die aktuelle Verkehrslage informieren.

Zu den größten Risiken für die Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit den Fahrten zur Beobachtung der Sonnenfinsternis gehört laut DGT die hohe Fahrzeugdichte.
Zu den größten Risiken für die Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit Fahrten zur Beobachtung der Sonnenfinsternis zählt laut DGT die hohe Fahrzeugdichte. DGT

Verstärkte Überwachung zu Lande, Wasser und in der Luft

Im Rahmen des Einsatzes des Innenministeriums wird die Polizeipräsenz an den wichtigsten Beobachtungsorten, auf den Zufahrtsstraßen und Parkplätzen sowie in Naturgebieten verstärkt, in denen mit einem größeren Besucherandrang gerechnet wird. Auch in Häfen, an Flughäfen und Grenzübergängen sowie an strategisch wichtigen Infrastruktureinrichtungen wird die Überwachung verstärkt.

Zudem werden 20 Schiffe des Seerettungsdienstes entlang der Küste und rund um die Inseln im Gebiet der Sonnenfinsternis im Einsatz sein. Hintergrund ist, dass an einigen Orten voraussichtlich auch Boote genutzt werden, um das Ereignis zu beobachten. Der Seerettungsdienst der Guardia Civil, die Seenotrettung und die Hafenbehörden werden gemeinsam den Schiffsverkehr überwachen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, einen geordneten Verkehrsfluss zu ermöglichen und bei möglichen Zwischenfällen angesichts der für diesen Tag erwarteten großen Menschenmengen koordiniert reagieren zu können.

Katastrophenschutz und sichere Beobachtung

Der Zivilschutz hat fünf Bereiche genannt, die besondere Aufmerksamkeit erfordern: große Menschenansammlungen, Beeinträchtigungen des Verkehrs, eine mögliche Überlastung der Telekommunikationsnetze, Waldbrände sowie Gesundheitsrisiken durch die Hitze oder eine unsachgemäße Beobachtung der Sonnenfinsternis. Grande-Marlaska rief die Bevölkerung zu "Verantwortungsbewusstsein und größter Vorsicht" auf, da die Sonnenfinsternis in eine Zeit mit hohem Waldbrandrisiko fällt.

Er wies darauf hin, dass sich einige der Beobachtungsorte in Gebieten mit sehr hoher Waldbrandgefahr befinden. Diese wurden vom Generalsekretariat für Zivilschutz und Notfälle ermittelt. Darüber hinaus führt das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Hochschulen eine Informationskampagne durch, um über die sichere Beobachtung der Sonnenfinsternis aufzuklären.

Die Behörden erinnern daran, dass die Sonnenfinsternis ausschließlich mit zugelassenen Schutzbrillen betrachtet werden darf, die den europäischen Vorschriften entsprechen. Zudem wurden die Kontrollen verstärkt, um Produkte aus dem Verkehr zu ziehen, die nicht den erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen.

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